Happy Birthday: Space Invaders

Auch wenn ich das Datum nicht 100% exakt auf den 19ten Juni 1978 fixieren konnte, möchte ich es natürlich nicht versäumen, dem Urgroßvater des Vertikalshootergenres zum 40. Geburtstag zu gratulieren

Mit simpler Grafik, reduziertem, aber eingängigem Sound und packendem Spielprinzip begeisterte Space Invaders von Taito gleich mehrere Spielergenerationen und besitzt auch vierzig Jahre nach Release einen ganz eigenen Charme. Die grob aufgelösten Außerirdischen sind in viele Bereiche der Alltagskultur eingedrungen und haben ihre Spuren in Kunst, Musik und natürlich Videospielen hinterlassen.

Die bedrohlich auf den Spieler herunterblickenden Invasoren fanden Ihren Weg zur Erde nicht nur am Spielautomaten, sondern auch auf vielen Konsolen. Mir persönlich gefällt die Version für das Atari VCS 2600 bis heute sehr gut, weil sie auch einen ausgezeichneten Modus für zwei Spieler bietet.

Happy Birthday an Toshihiro Nishikado für seine Space Invaders!

Space Invaders

Pixel-Soccer 2018

Ganz still und heimlich startet auch im Jahr 2018 wieder die Fußball-Weltmeisterschaft und zumindest in meinem Umfeld scheint noch keine echte Feierlaune rund ums rollende Leder aufzukeimen.

Die Meisterschaft in Russland wird eben eröffnet und ich wünsche alle beteiligten und auch den nicht beteiligten Nationen ein fröhliches Sportfest ohne politische Nebenschauplätze oder sonstige Unanehmlichkeiten um nationale Befindlichkeiten. Falls Ihr die WM als solche nicht verfolgt, wünsche ich euch aber eventuell den einen oder anderen Kick des verpixelten Balls auf dem Bildschirm an Atari, NES oder Mega Drive und sportlich unfaire Rasenschlachten mit Freunden und Familie!

SONIC Mc Donalds LCD-Spiele – Pixel Merch #3

In der Rubrik Pixel Merch schauen wir in unregelmäßigen Abständen auf schöne, kuriose oder seltene Merchandise-Artikel aus dem Bereich des Videospielmarketings.

Pixel Merch Banner

Dass global agierende Grillettenketten mit Kadavern aller Art ein florierendes Business betreiben, stößt zuweilen nicht nur militanten Herbivoren tranig auf. Als Köder für den Karnivorennachwuchs bieten die Fleischbrötchenverkäufer seit vielen Jahren schon wirksame Lockmittel in Form von Spielzeug aller Art an und auch der blaue Igel von SEGA verirrte sich nichts ahnend schon häufig in die Doggybags von Hackfleischclown Ronald Mc Donald.

Bei einer Videospielfigur liegt es nahe, das Maskottchen auch als Videospiel in die Tüte zu packen und 2005 veröffentlichte Mc Donalds diverse Sonic the Hedgehog-LCD-Spiele als Give-away im deutschen Happy Meal – der nahrhaften Rundumverpflegung für hungrige Kids mit Winkeärmchen und Konzentrationsstörungen. Die sechs Spiele sind zuvor bereits in weiteren Teilen der Welt veröffentlicht worden und stehen in einer Reihe mit zahllosen anderen Elektronikspielen die bereits bei MC Donalds ihren Weg in das leckere Lunchpaket fanden.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.58: Game Gear Inlays

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Dank des großen Erfolges von Hanafuda-Kartenhersteller Nintendo in den Achtzigern und Neunzigern des zwanzigsten Jahrhunderts erfreuen sich neue und vor allem alte Elektronikspielsysteme des Klempnerkonzerns bis heute bekanntermaßen großer Beliebtheit in der Retrorepublik.

Das sorgt dafür, dass sich Sammler im Nintendosektor regelmäßig auf die Füße treten und Preise in die Höhe getrieben werden, aber auch dafür, dass es heuer zahllosen neuen Merch von Nintendo und Sammelzubehör für alte Systeme gibt. Schutzhüllen in allen Variationen und Box-Inlays für Marioysteme werden in vielen Variationen angeboten, der Markt wirkt zum Teil beinahe übersättigt.

Der Sammelsektor hat bei SEGA-Systemen in den letzten Jahren ebenfalls gut aufgeholt und vor allem für Mega Drive und Dreamcast scheint es dieser Tage viele Abnehmer zu geben. Zu meinem Glück scheinen sich für den Game Gear bis heute zwar mehr, aber eben immer noch nicht übermäßig viele Sammler zu interessieren. Abseits von einigen wirklich hochpreisigen Titeln macht das Sammeln für den mobilen Batteriefresser immer noch viel Spaß.

Leider jedoch gab es aus genau diesem Grund jahrelang kaum modernes Sammelzubehör für den Game Gear und ein wenig neidisch habe ich manchmal schon zum Game Boy geschielt. Vor allem nachproduzierte Box-Inlays habe ich beim Handheld von SEGA sehr vermisst und jedes original Inlay auch bei Tauschgeschäften in der Sammlung behalten. Überrascht und glücklich bin ich davon gewesen, dass der Schutzhüllenversand Videogame Empire nun auch Inlays für den Game Gear im Sortiment hat und habe entsprechend direkt einmal zugeschlagen (aktuell scheinen sie im Shop nicht mehr verfügbar zu sein).

Die Gussform für die Plastikinlays scheint von einem original Inlay übernommen worden zu sein und dem entsprechend sehen die Duplikate sehr gut und authentisch aus. Der Kunstsoff wirkt hochwertig, klar und robust, leider jedoch scheint bei der Kopie die Passform nicht ganz akurat zu sein. Die nachgemachten Inlays für Game Gear-Boxen sind minimal größer als die Vorlagen und passen nicht 100%ig in die engen SEGA-Kartons. Diese gehen beim Befüllen zum Teil stark auf Spannung, was sich vor allem bei Spielen mit dickerer Anleitung (oder total fettem Spielspaß im Modul) bemerkbar macht.

Dennoch sind diese Inlays eine tolle Bereicherung für die Game Gear-Sammlung und eventuell wird die kleine Unstimmigkeit bei kommenden Auflagen der Inlays ja noch behoben. Ich würde mich über mehr Zubehör für SEGA-Archivare in jedem Fall freuen – shut up and take my money!

Game Gear Inlay

Der Monat in Spielen: Mai 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Das Jahr 2018 ist bereits im Sommer angekommen und auch der Monat Mai brachte die meisten von uns wohl gut ins Schwitzen. Aus mir unerfindlcihen Gründen bin ich dennoch ein wenig zum Zocken gekommen und habe mich zwischenzeitlich vor allem mobil mit vier Spielen beschäftigt.

Den Anfang machte Fantastic Dizzy für den SEGA Game Gear aus dem britischen Traditionshause Codemasters. Der Eierkopf begleitet mich seit Amiga 500-Zeiten und hat mich aus mir unerfindlichen Gründen mit den bunten Coverartworks immer wieder angezogen. Die Briten verbinden hier klassiches Jump´n Run mit kleinen Tüfteleien und machen dabei nicht viel falsch. Dennoch konnte mich das hartgekochte Ei nicht so richtig begeistern und nach einer knappen halben Stunde verlor der Hüpfer schon wieder seinen Reiz.

Auf dem NES habe ich mir die Zähne an Gun Smoke von Capcom ausgebissen. Der Shooter im Wildwestambiente hat mich thematisch sofort abgeholt, jedoch schon zu Beginn schnell klargemacht, dass blaue Bohnen keine leichte Kost sind. Mit Autofeuer und Savestates habe ich mich dann doch noch durchgequält und durchaus Freude an dem optisch ansprechenden, aber spielerisch arg monotonen Kugelhagel gehabt.

Am Nintendo DS konnte mich Professor Layton und die verlorene Zukunft hervorragend unterhalten. Der erste Teil der Tüftelreihe hatte mir bei Release schon viel Freude bereitet und auch die Zeitreise mit Luke und seinem Mentoren ist aus meiner Sicht wieder sehr gelungen. Die Rätsel sind teilweise schön knifflig und die Aufmachung serientypisch sehr gelungen – ein Casualgame genau nach meinem Geschmack.

Ein überraschendes Highlight ist für mich Parodius auf dem Nintendo Game Boy gewesen, welches mir im Nachgang zum Geburtstag der Spielserie von Konami empfohlen wurde. Der Port sieht hervorragend aus, spielt sich fantastisch, klingt überdreht und bietet den serientypischen Humor im Hosentaschenformat. Das Modul wird sich bestimmt nicht das letzte Mal in den Slot meines Game Boys verirrt haben und ist eine echte Bereicherung für die Shooterbibliothek des Handhelds!

Gun Smoke, Dizzy, Professor Layton, Parodius