TV-Ideal Umbautagebuch #2: Buttons adé

Ein ausrangierter Arcade-Automat, ein paar Ideen, eine Mission! In diesem TV-Ideal-Umbautagebuch gibt es stets den aktuellen Stand über mein mysteriöses Bastelprojekt!

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Mühsam ernährt sich das pinke Eishörnchen und langsam fließt das gefrorene Wasser den Berg hinauf… solche oder ähnlich schlaue Weisheiten könnten aktuell auf mein Bastelprojekt mit dem ausgeschlachteten TV-Ideal-Automaten und meinen Arbeitsfortschritt daran zutreffen.

Nachdem ich das Gerät grundgereinigt und vom Kellerschmutz befreit hatte, ging es daran, die Überbleibsel der Technik zu entfernen. Die Buttons sind Dank Spielotheken- oder Kneipenbetrieb arg in Mitleidenschaft gezogen worden – Nikotin, Bier und Softdrinks dürften dem Verschleiß einen großen Dienst erwiesen haben. Die roten Aktionsknöpfe sind zwar schön kontrastreich im dunklen Gehäuse, mit den Toilettenmännchen für die Spieleranzahl aber auch nicht sonderlich dekorativ gewesen und dürfen zusammen mit den schwergängigen Sticks Ihren sicher wohlverdienten Ruhestand in einer behaglichen Erstazteilkiste fristen.

Zudem habe ich die sehr störrische Monitoraufhängung entfernt, alte Bohrlöcher verspachtelt und die Kabelkanäle entsorgt. Das Gerät präsentiert sich damit aktuell komplett nackig und bereit für weitere Schandtaten. Ich bin mir jetzt schon sicher, dass hinterher einige Puristen (die sonst auch nichts für diese Art von Multi-Cabs übrig haben) aufschreien werden, was mich aber nicht von meinem Projekt abhält! 😉

TV Ideal Bautagebuch 2

PIXELKITSCH RETROFLASH 222: Sega Saturn My Retro Life

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

In der Videoreihe My Retro Life von Youtuber Iretrogamer aka Tyler werfen wir einen sehr persönlichen und oftmals griseligen Blick in die grob aufgelösten Neunziger. Tyler besitzt ein riesiges Videoarchiv seines Vaters, der in den Neunzigern sehr zuverlässig die Videospielneuanschaffungen der Familie auf Video festgehalten hat.

In der aktuellen Episode gibt es einen sentimentalen Ausflug auf den Saturn von SEGA und die dazugehörigen Spiele. Da Tylers Vater damals bereits nicht vor Nippon-Importen zurückschreckte, finden auch Metal Slug oder Cotton 2 Erwähnung in den Videoschnippseln. Alles wie in der Reihe üblich mit einigen netten Anekdoten und den authentischen Kommentaren des Vaters garniert.

Auch die anderen Videos auf dem Kanal sind sehr empfehlenswert, wer mag, klickt sich einfach durch das reichhaltige Programm von Iretrogamer auf Youtube.

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.60: Kindheit aus dem Katalog

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Aufmerksamen Lesern dieses Blogs ist eventuell schon aufgefallen, dass bei PIXELKITSCH nicht nur dem digitalen Spielen gehuldigt wird. Auch analoges Spielzeug hat bei mir bis heute einen hohen Stellenwert. Insbesondere verspielter Kram, der schon in meiner Kindheit für Begeisterung sorgte, steht auch heute noch im Kurs. Vor allem die dänischen Steckbausteine aus der Kleinstadt Billund hatten es mir immer schon angetan und haben einen Großteil meiner verspielten Kindheit ausgemacht – an LEGO führte bei mir einfach kein Weg vorbei.

Wer dereinst mein Kinderzimmer betrat, musste stets damit rechnen, in ein Verkehrschaos, eine Ritterschlacht oder eine Piratenfehde zu treten, mindestens aber, sich einen versprengt herumfliegenden kantigen Einerstein im Fuß einzufangen. Nichts hält so lange wie ein stabiler Blastikbaustein und so erstarb auch bei mir irgendwann die Leidenschaft für das bunte Plastik. Die teilweise teuer angeschafften Steine wanderten in gut sortierten Bausätzen über Trödelmarkttische oder als Konvolute in Händlerhände.

Die Faszination für die farbenfrohen Klötze ging nie ganz weg und so kaufte ich mir irgendwann den LEGO Simpsons Kwik-E-Markt und vereinzelt ein paar Minifiguren. Da ich Sammeltechnisch mit Musik und Videospielen eigentlich ja schon bedient bin, war mein Bedürfnis nie so groß, mich nun auch noch bei dänischem Spielschnickschnack zu engagieren.

Zweimal im Jahr erscheint jedoch der LEGO-Katalog und ich erwische mich jedes mal dabei, wie ich mit Begeisterung die vermeintlichen Neuerungen im Klötzchensektor begutachte. Auch aus der Distanz beobachtet sind die Steine schon faszinierend genug…aber irgendwann muss ich mir dann eventuell doch wieder mein LEGO Robin Hood Waldversteck mit der Nummer 6054 aus der Kindheit zurückholen!

Lego Katalog 2018

Der Monat in Spielen: Juli 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Die Sonne straft (/belohnt) uns auch im Juli mit einer Fortsetzung des erbarmungslosen Jahrhundertsommers und zwingt uns dazu, unser Zockerdasein im Schatten zu fristen. Bei Pixelkitsch wurde aus Mobilitätsgründen im Juli 2018 ausschließlich am Game Boy gedaddelt und dabei ist ein breites Spektrum von Flops bis Tops in den Modulslot gewandert. Qualitativ absteigend folgen hier meine gezockten Spiele des Monats Juli 2018 – natürlich rein subjektiv für toll oder miserabel befunden.

Ein echtes Highlight stellte in den vergangenen Wochen für mich die portable Umsetzung von Pop´n TwinBee dar. Das Spiel ist überraschend sauber portiert, spielt sich sehr flüßig und sieht blendend aus. Auch ich als Shooternoob habe meine helle Freude am Ballern gehabt und kann jedem Freund von Konami-Shmups auch diesen Mobilschießer nur wärmstens ans Herz legen.

Überraschend brauchbar hat sich mir die Umsetzung von Langfinger E.T. für den Game Boy Color präsentiert. Das Spiel hat nur wenig mit dem unglücklichen Atari-Spiel (welches nicht das schlimmste Spiel überhaupt, aber sicher auch kein tolles Spiel ist) gemein und verquickt Geschicklichkeitspassagen mit Tüftelelementen. Definitiv eine recht solide Umsetzung des Filmthemas vor allem für die Jüngeren.

Mit wenig Erwartungen bin ich auch an die Mobilumsetzung von Yoda Stories gegangen. Das ohnehin schon wenig aufwändige PC-Desktopabenteuer hat ein paar Abstriche in der Portierung machen müssen und präsentiert sich nun als relativ nerviges Such-Spiel mit geringen Abenteuerelementen. Freunde der Star Wars-Lizenz bekommen hier jedoch einen tollen Chiptuneplayer mit der original Titelmelodie von John Williams, die in Endlosschleife immer und immer und immer wieder gespielt wird – Toll!

Navy Seals basiert auf dem gleichnamigen Film von 1990 mit dem großartigen Charlie Sheen – ein Film, den zumindest hierzulande wohl kaum jemand kennen dürfte. Da mir der Streifen gänzlich unbekannt ist, bleibt wenig Nachhaltiges von diesem austauschbaren Actionplattformer übrig.Wir ballern und hüpfen durch uninspierte Stages, ärgern uns über das öde Leveldesign und die penetrant doofen Gegner. Ein Spiel zum vergessen, passend zum Film.

Den Tiefpunkt dieses Monats habe ich in den Cartridgeslot geschoben, weil ich schauen wollte, wie die Profis das selbe Spielprinzip wie das gelungene Homebrew-Game Retroid umsetzen. Super Breakout bietet einen großen Namen mit richtig mickrigem Inhalt, soviel sei vorweg genommen. Die Kollisionsabfrage ist extrem unpräzise, die Grafik eine langweilige Frechheit und die Hitboxen der zu beseitigenden Klötzchen ebenso nebulös wie der Grund, warum dieses unfertige Stück Softwaremüll auf den Markt geworfen wurde. Es ist so schlecht, dass ich es sogar noch zwei mal wieder eingelegt habe, um mich von seiner Überflüssigkeit vollends zu überzeugen. Irgendwie hat es damit etwas und könnte eventuell ein Kandidat für das schlechteste Game Boy-Spiel überhaupt sein…

PIXELKITSCH Game Boy Spiele Juli 2018

Vinyl und Videogames: 1977

Videospiele und Musik sind faszinierende Zeitkapseln. In dieser Rubrik stelle ich kurz und knapp in chronologischer Reihenfolge ein Videospiel und ein Musikmedium vor, die ich persönlich mit dem Jahr ihres Releases verbinde – irgendwie sentimental, manchmal schräg, aber stets pixelig und kitschig!

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1977 / It´s a damn shame von Johnny Guitar Watson /  Combat für Atari VCS 2600

Der Release des Atari VCS 2600 im Jahr 1977 dürfte für die gesamte Videospielbranche ein Meilenstein gewesen sein. Viele Zocker haben ihre ersten Schritte auf dem holzverzierten Heimsystem von Atari getätigt und mit Pitfall, Breakout, Space Invaders oder Combat ihren Weg in die verspielte Gegenwart gepflastert.

Das zuletzt genannte Combat ist sicherlich keine spielerische Offenbarung mehr aus heutiger Sicht, dürfte für viele aber der Erstkontakt mit dem Atarijoystick gewesen sein. Das Spiel lag der Konsole in den ersten Jahren bei und begeistert bis heute mit einfacher Zugänglichkeit. Sich mit einem Kumpel bei Bier und Chips im Panzer oder Flugzeug auf die Nerven zu gehen, ist ein zeitloser Zeitvertreib, der auch heuer noch Beleidigungen im Minutentakt und schadenfrohen Spielspaß provoziert!

Musikalisch ist bei mir vor allem der großartige Johnny Guitar Watson im Jahr 1977 hängen geblieben, dessen Singleauskopplung It´s a damn shame mein Erstkontakt mit seiner Interpretation von Funk und Blues gewesen ist. Watson experimentierte viel mit Funk, Soul und sogar Rap herum und fand so seinen eigenen Stil mit einer Art Westküsten-Rythm´n Blues. 1996 verstarb der Musiker bei einem Konzert im japanischen Yokohama an Herzversagen auf offener Bühne.

It´s a damn shame ist zwar nicht sein größter Hit gewesen – das dürfte im Nachhinein betrachtet wohl A real mother for ya darstellen – aber bis heute verknüpfe ich den entspannten Funktune mit Mister Watson und entsprechend auch mit dem funky Atari-Jahr 1977.

Vinyl und Videogames 1977

Johnny Guitar Watson – It´s a damn shame