Happy Birthday: DOOM

Das Genre der First-Person- oder Egoshooter war noch nie wirklich mein Fall und auch das Urgestein des modernen Tunnelshooters DOOM habe ich nur am Rande mit meiner von Adventures, Puzzlern und Plattformern dominierten Aufmerksamkeit gewürdigt.

Am zehnten Dezember feierte der Ballerspaß von id Software seinen Geburtstag und wurde dieses Jahr bereits 25 Jahre alt. DOOM erschuf das Genre der First-Person-Shooter zwar nicht von Grund auf, markierte jedoch einen frühen Höhepunkt in Sachen Popularität und Langlebigkeit. Die Indizierung in Deutschland machte das Spiel für viele Zocker sicher nur noch begehrenswerter und auch zahlreiche mehr oder weniger gute Umsetzungen vom PC auf Konsolen konnten dem guten Ruf des brachialen Franchises nichts anhaben.

Inzwischen ist die Splatterorgie inklusive diverser Fortsetzungen in Deutschland endlich wieder frei verkäuflich und im Alter von 25 Jahren darf man sich auch ganz erwachsen und verantwortungsvoll zum Geburtstag gratulieren lassen: Happy Birthday an John Carmack und John Romero für 25 Jahre Blutbaden, Ballern und Bleifressen!

DOOM für 32X und SNES

Zu Besuch im Oldenburger Computer-Museum – Foto-Galerie

Bereits vor ein paar Tagen hatte ich meinen Besuch im Oldenburger Computer-Museum anlässlich des zehnten Geburtstages der Technik ausstellenden Einrichtung videografisch festgehalten. Nun habe ich noch ein paar fotografische Impressionen aufbereitet und in einer kleinen Online-Galerie zusammen gefasst.

Das Museum im Norden der Republik bietet Anhängern nicht mehr ganz zeitgemäßer Computer- und Arcadetechnik tolle Möglichkeiten, in Erinnerungen zu schwelgen und einen Ausflug in die Welt von gestern zu unternehmen. Wer im Oldenburger Land unterwegs ist, oder ohnehin in der Nähe wohnt, sollte dort definitiv einmal vorbeischauen. Mehr Infos zum Museum und den Öffnungszeiten gibt es auf der passenden Webseite.

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.61: Per Klick zum Frust

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Seit rund zehn Jahren bin ich beim Online-Versandgiganten amazon als Kunde registriert und zumindest mit dem Service in der Vergangenheit weitgehend zufrieden gewesen. Ich kaufe dort nicht regelmäßig ein, aber bei manchen Angeboten schlage ich gerne zu und vor allem in der Vorweihnachtszeit sammle ich gerne meine Einkäufe, um diese möglichst stressfrei in einem Rutsch abwickeln zu können.

Gerne kaufe ich auch ganz analog noch im Einzelhandel ein, den Großteil der von mir gesuchten Dinge ist mit spezielleren Interessen oft genug jedoch nicht in den Regalen der vermeintlich kundenfreundlichen Krauter verfügbar. Eine Ausnahme stellen da sicher aktuell verfügbare Bücher dar, die ich aber der Bequemlichkeit wegen in eben diesen Sammelbestellungen vor Weihnachten gerne mit anderen Dingen zusammenfasse.

Auch kürzlich habe ich eine Bestellung aus sieben Teilen bei amazon in die Bestellung gegeben und hoffte auf eine möglichst kompakte Zusammenfassung der von mir bestellten Objekte. Mir ist bewußt, dass Artikel, die nicht von amazon verkauft werden auch separat verschickt werden, bei Produkten aus dem Regal der Verkaufskrake erwarte ich jedoch, dass diese auch möglichst gut zusammengefasst werden – ob der Versand dann statt zwei eher vier Tage dauert, ist für mich persönlich eher sekundär.

Leider jedoch schaffte es amazon wieder einmal, fünf der von ihnen selbst verkauften Dinge auf vier Paketsendungen zu verteilen. Natürlich wurden auch diese Sendungen nicht vom gleichen Lieferdienst gebracht, sondern kommen mal mit DHL oder auch durch den hauseigenen Transportservice von amazon. Für mich als Besteller bedeutet dies unnötigen Mehraufwand und den üblichen, an dieser Stelle nicht weiter zu diskutierenden Ärger mit den Zustellern. Noch viel ärgerlicher ist jedoch, dass es amazon schafft, eine einzelne Schallplatte in einem Karton von der Größe eines mittelgroßen Kindersarges zu verschicken, ein nicht unbedingt preisgünstiges Buch mit Hardcover aber in einen engen Luftpolsterumschlag zu zwängen. Das zu erwartende Ergebnis sind hier natürlich stark angestoßene Ecken – bei einem Produkt welches noch verschenkt werden sollte ist dies umso ärgerlicher.

Mein Fazit für Weihnachten 2019: ich werde mich ganz sicher nie wieder in eine volgestopfte Innenstadt zur besinnlichstenen Zeit des Jahres zwängen, aber amazon höchstwahrscheinlich nicht mehr mit meinen Bestellungen betrauen… auch wenn es den Versandgiganten nicht kratzen wird, wenn ich meine Präsente bei anderen Weihnachtszauberausstattern erwerbe!

Amazon Prime

Der Monat in Spielen: November 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der Herbst drückt dem Winter bereits die Klinke in die Hand und das Spielvergnügen wächst im gemütlichen Zuhause an warm vor sich hin schmorenden Konsolen.

Begonnen habe ich den November passend zu meiner Liebeserklärung an das Mega Drive mit eben jener SEGA-Konsole und zwei oft ignorierten Krachern. Mit General Chaos veröffentlichte Electronic Arts im Jahr 1993 eine wenig beachtete Mischung aus Strategie und Action. Wir übernehmen die Kontrolle über eine unrasierte Militäreinheit aus zwei oder fünf Soldaten mit verschiedenen Fähigkeiten und versuchen, alle gegnerischen Soldaten über den blutigen Jordan zu schicken. Die Soldaten bekommen von uns Kommandos, müssen strategisch günstig platziert werden und schießen auf unseren Befehl. Was auf den ersten Blick nach totalem, dem Titel entsprechenden Chaos aussieht, entpuppt sich nach etwas Spielzeit als wirklich unterhaltsame Schlachtplatte für bis zu vier Spieler mit knuffiger Kriegsoptik und vielen taktischen Möglichkeiten – Zivis wie ich müssen hier zuschlagen! Ebenfalls am SEGA Mega Drive habe ich die Flügel bei Gynoug aus dem Hause Masaya ausgebreitet und versucht der recht agilen Feindesschar den Garaus zu machen. In der Rolle vom beflügelten Helden Wor flattern wir im Kampf gegen zahlreiches Kanonenfutter und fantastisch gestaltete Levelbosse durch clever designte Stages mit interessanten technischen Kniffen. Auch wenn die Optik aus der Cho Aniki-Schmiede meist recht düster wirkt, strotzen viele Abschnitte vor Details und tollen Ideen. Als Kind habe ich das Spiel durchaus geliebt, aktuell scheitere ich aber am recht happigen Schwierigkeitsgrad – hier hilft wohl nur noch Auswendiglernen.

Weiter ging es bei mir am Game Boy mit Tetris Blast von Elorg, das mit dem Puzzle-Urgestein nur einige Basiselemente und das Spielfeld gemein hat. Mit kleinen Bomben müssen möglichst gute Kettenreaktionen ausgelöst werden um Aufgaben zu erfüllen und das Spielfeld komplett zu räumen. Das Spiel ist ein wenig komplexer als das klassische Tetris und oft genug fühlen sich manche Aktionen etwas willkürlich an. Für zwischendurch ein netter Zeitvertreib, aber Tetris Blast besitzt sicher nicht den Suchtfaktor des Originals.

Abgeschlossen habe ich den Monat am SEGA Game Gear mit dem Klassiker Sonic the Hedgehog. Aus nostalgischen Gründen habe ich den Plattformer wieder einmal eingelegt und mich an der Suche nach den zum Teil sehr gut versteckten Chaos Emeralds versucht. Der Hüpfer hat immer noch einen sehr guten Spielfluss und begeistert mit guter Levelarchitektur und hübscher Optik. Sicher ist es objektiv betrachtet nicht der beste Teil der Serie auf 8 Bit-Systemen, bereitet mir aber immer noch eine riesen Freude. Schon beim SEGA-Intro und der Titelmelodie ist die Nostalgie für mich perfekt – so viel Freude hat mir später kein anderer Ableger des Franchises mehr bereitet!

Spielemonat 11 2018

Zu Besuch im Oldenburger Computer Museum

Museen sind ein wichtiger Bestandtteil kulturellen Lebens in unserer vermeintlich zivilisierten Welt. In manchen Museen hängen Pferde an der Wand, in anderen stehen blasse Oberkörper im Weg herum. Im Oldenburger Computer Museum stehen, sicherlich zur Überraschung vieler, elektronische Rechenmaschinen auf Schreibtischen und sollen dem Besucher Elektronikgeschichte und Softwarekultur näher bringen.

Kürzlich feierte eben jenes Computermuseum in der kleinen Großstadt Oldenburg seinen zehnten Geburtstag und hat sich von Organisatoren und Gästen aus der ganzen Republik hochleben lassen. In diesem Rahmen habe auch ich den Räumlichkeiten in Niedersachsen zum ersten mal einen Besuch abgestattet und mich im feuchtfröhlichen Geburtstagsstrudel treiben lassen.


Weiterlesen