AMIDAR / PIXELQUICKIE vol.24

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Schon seit vielen Jahren hatte ich mit dem Kauf von Amidar geliebäugelt. Nicht, weil ich sonderlich viel Gutes vom Spiel gehört hätte (eigentlich hört man von dem Spiel ohnehin nie irgendwas), sondern weil ich das Artwork der tollen silberfarbenen Parker-Verpackung unfassbar gut fand. Das Artwork changiert zwischen grausam hässlich und herrlich fantasievoll und lebt von seinem plakativen Comicstil. Für gerade einmal fünf Euro habe ich auf der letzte Retrobörse endlich die Lücke in meinem Regal mit dem Titel füllen können. Im Video und kurzen Review schaue ich mir nun an, ob das Spiel meine – eigentlich recht geringen – Erwartungen erfüllen konnte und ob das Spiel mehr bietet als nur ein seltsames Artwork!

Ursprünglich erschien Amidar 1981 auf einem Z80-System in der Spielhalle und wurde von Konami entwickelt. Die Heimversion brachte Parker 1982 nach Europa und verpasste dem Spiel damit auch eine seiner auffällig silbernen Verpackungen. Zu Spielbeginn müsst Ihr als Gorilla vor wilden Kriegen davonlaufen und dabei alle Felder des rechteckigen und nur einen Screen umfassenden Spielplans einfärben – in Level zwei macht Ihr selbiges dann als Farbrolle mit Schweinen als Gegnern. Was hier absurd klingt, ist spielerisch schnell durchschaut und wiederholt sich in höhrerem Tempo alle zwei Stages. Zusätzlich könnt Ihr die Gegner kurzzeitig betäuben oder durch Einfärben der vier äußeren Ecken des Spielfeldes in wehrlose Hühner verwandeln. Die Optik ist eher dürftig und animationsarm, der Sound auf wenige Bleeps reduziert – Technikfetischisten werden wohl von dem Titel auf ganzer Linie enttäuscht sein.

Amidar für Atari 2600

Fazit: Amidar ist damals wie heute gewiss kein Grund, sich ein Atari VCS 2600 zuzulegen, für eine kleine Runde zwischendurch ist der Titel aber wunderbar geeignet. Leider hält die Optik des Spieles selber in keiner Weise mit dem Verpackungsdesign mit, aber das ist zu verschmerzen. Das vollkommen monströse Boxartwork alleine rechtfertigt schon fast den Kauf dieses oft übersehenen Konami/Parker-Klassikers und für knappe fünf bis zehn Euro machen Atari-Besitzer hier sicher nichts falsch.

PS: Die Mucke im Video stammt leider nicht aus dem geräuscharmen Atari-Spiel, sondern von der Arcade-Fassung!

Amidar für Atari 2600

2 Gedanken zu “AMIDAR / PIXELQUICKIE vol.24

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