PIXELKITSCH RETROFLASH 209: Miniatureisenbahnen und Tele-Spiele

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Modelbahnen gehören eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Sammelgebieten, obwohl ich als Kind stolzer Besitzer einer kleinen Anlage der Spur N gewesen bin. In einem Trödelladen habe ich aber aus reiner Neugierde kürzlich einen Blick in eine Ausgabe des offenbar bei Kleinbahnern nicht ganz unbekannte Magazins Miniaturbahnen geworfen.

Miniaturbahnen Heft

Zu meiner Überraschung habe ich beim schnellen Durchblättern der Ausgabe Nummer vier des Jahres 1975 einen kurzen Bericht über ein Philips Tele-Spiel entdeckt. Offenbar handelt es sich hier einen Prototypen oder zumindest eine Gehäusevariante eines PONG-Klons, der so nicht in den Handel gekommen ist. Die Autoren scheinen sichtlich Freude am Bildschirm-Federball gehabt zu haben und sind im Artikel voll des Lobes für das damals 150 DM teure Fernsehunterhaltungs-System für das heimische Wohnzimmer. Laut Artikel sollte das System damals übrigens erweiterbar gewesen sein, zusätzliche Spiele sollten dann 25 deutsche Mark gekostet haben, meines Wissens nach ist das so nicht umgesetzt worden. Wer möchte, kann das komplette Heft beim Verlag bis heute erwerben, wenn auch nur in digitaler Form als eBook oder einfach schnell einen Blick in den Artikel auf der Webseite Bundesrepublik Pong werfen.

Tele-Spiel von Philips

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.53: Pearl-Versand

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Gegründet im Jahr 1989 als Ein-Mann-Betrieb ist der PEARL-Versand bis heute vielen Technik- und Electrotrashfreunden in Deutschland sicher ein Begriff und eventuell bereits mit einigen Klischees verknüpft.

Da ich kürzlich zum ersten mal in meinem Leben bei dem berüchtigten Versandhandel ein Weihnachtsgeschenk erstanden habe, bin ich nun wohl auf Lebzeiten im Verteiler für den aktuell mehr als 300 Seiten starken Bestellkatalog gefangen. Nachdem ich also jahrelang bei Bekannten immer wieder einen erschütterten Blick in das hochglänzende Druckerzeugnis werfen konnte, darf ich mich jetzt also auch glücklich schätzen, ein Exemplar dieses Urgesteins des deutschen Technikversandhandels in den Händen halten zu dürfen.

Der Katalog bietet analog zum Webshop ein breites Spektrum der mehr oder weniger digitalen Warenwelt und hat aktuell natürlich seinen Schwerpunkt auf Weihnachten gesetzt. Wer die Erfolgsgeschichte von PEARL wie ich schon etwas länger verfolgt, wird wissen, dass es der Anbieter schafft, allerlei Unfug aus dem recht breiten Sortiment der zumeist elektronischen Welt zu vereinen. Eine Spezialität sind jahrelang zum Beispiel kleine Geräte gewesen, die sich über den USB-Port betreiben lassen, darunter Kaffebecherwärmer mit USB-Anschluss, Miniraketenwerfer mit USB-Anschluss oder USB-Verteiler mit…USB-Anschluss. Des weiteren konnte der Versandhandel immer wieder damit auffallen, dass selbst die belanglosesten und am wenigsten sexuell aufgeladenen Gerätschaften mit einem weiblichen Model beworben worden.

Auch im aktuellen Katalog hat sich an dieser wahrlich liebgewonnenen Tradition nichts geändert und so blicken uns sehr häufig professionell geschminkte junge Damen in die Augen, während sie uns nutzlosen Tinneff präsentieren – Alice Schwarzer wäre begeistert. Warum sollte ich eine professionelle Murmelbahn also in einem traditionellen Spielwarenladen bei einem glatzköpfigen Mann kaufen, wenn ich sie hier von einer hübschen Blondine kredenzt bekomme und was kann an einer auf Freude ausgerichteten Zeitverschwendung wie einer Murmelbahn überhaupt professionell sein?!

Insgesamt ist der PEARL-Katalog immer wieder eine skurrile Reise in eine mir fremde Warenwelt auf der sich herrlich erleben lässt, wie toll der Anachronismus Produkte für eine digitale Welt in einem gedruckten Katalog auch 2017 bei einem mir nicht ganz klar definierten Publikum noch funktionieren kann.

PS: Dieser Beitrag wurde wie bei PIXELKITSCH üblich nicht durch Produktplatzierungen unterstützt und PEARL ist doof aber auch wirklich lustig!

PEARL Versand

Pixelkitsch zu Gast im Ohrbit-Adventskalender

Die netten Kollegen des Youtube-Kanals Ohrbit haben mich gefragt, ob ich nicht ein wenig Schrott in ihren Adventskalender wichteln mag – habe ich gemacht, tut mir echt leid.

Heute hat sich mein Türchen im Kalender geöffnet und herausgekommen ist das Katzenspiel Neko Dai Suki für den SEGA Game Gear. Das Spiel aus der Kids Gear-Reihe ist bei mir bereits häufiger in den Modulslot der tragbaren Konsole gewandert, hat mich wegen seiner Sprachbarriere aber immer wieder abgeschreckt. Nun habe ich mich etwas länger damit abgequält und komme zum Schluss, dass ich mit Haustiersimulationen sicher nicht glücklich werde – Freunde haariger Pussys kommen hier aber bestimmt auf ihre Kosten.

PIXELKITSCH RETROFLASH 208: Classic Gaming Quarterly

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Youtube-Kanäle zum Thema Retrogaming gibt es inzwischen wie Sand am Meer und vor allem unsere Freunde in Übersee bieten Videounterhaltung für jedes Niveau…

Ein Kanal mit tollem Content und hoher Videoqualität ist aus meiner Sicht Classic Gaming Quarterly, auf dem der geneigte Retrozuschauer Hardware-Vorstellungen, Software-Empfehlungen und Zeitschriften-Reviews geboten bekommt. Aus meiner Sicht sind die Videos zu Konsolen-Launches die echten Highlights auf dem Channel und zahlreiche System wurden hier bereits abgedeckt. Sega Mega Drive, Master System und Saturn sind für mich natürlich die interessantesten Systeme, aber auch die Videos zum Super Nintendo oder Turbo Grafx sind sehr interessant und Chris Alaimo macht einen tollen Job mit guten Texten, ordentlicher Recherche und schöner Videoqualität.

Als Appetit-Häppchen gibt es hier das Video zum Launch des SEGA Saturn, alle anderen Videos findet Ihr bei Interesse auf dem Kanal von Classic Gaming Quarterly.

Der Monat in Spielen: November 2017

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Das Jahr neigt sich dem Ende und ich blicke zurück auf den verspielten Monat November im Hause PIXELKITSCH.

Den Monat begonnen habe ich am SEGA Saturn mit der Minispielsammlung der vor allem in Nippon bekannten Werbeikone Segata Sanshiro. Lange Zeit hatte ich das Spiel auf der Einkaufsliste und vor ein paar Monaten durfte der krawallige Japaner endlich in meine Sammlung einziehen. Die Menüs sind für mich zwar nicht entzifferbar, spielbar ist der Titel mit etwas Trial and Error trotzdem. Der Großteil der kurzweiligen Spielchen ist aus meiner bescheidenen Sicht eher mittelprächtig, ein paar gute Kleinigkeiten sind jedoch in der Sammlung enthalten. Der Humor und die namensgebende Figur entschädigen für die Belanglosigkeit so mancher Disziplin auf dem Silberling, wirklich besitzen muss man dieses Machwerk jedoch sicher nicht.

Um dem Igelkonzern treu zu bleiben habe ich mir die SEGA Classics Collection für den Nintendo 3DS ins Haus geholt. Die Sammlung vereint diverse Klassiker von SEGA und würzt diese mit dem systemtypischen 3D-Effekt. Das funktioniert bei manchen Spielen besser als bei anderen, insgesamt empfinde ich diese Art der Darstellung jedoch als eher kontraproduktiv. Mein Highlight auf der Cartridge ist der Arcaderacer Power Drift. Am 3DS empfinde ich die Steuerung als eher suboptimal und so komme ich auf lange Sicht wohl doch nicht um die Anschaffung des inzwischen arg teuren Saturn-Ports herum.

Am Super Nintendo musste der Puzzlebastard Tetris & Dr. Mario für ein paar launige Multiplayerrunden in den Slot wandern. Das Modul vereint die beiden nicht ganz unbekannten Tüftelklassiker und lässt euch unterschiedliche Spielmodi der Titel miteinander kombinieren. Die Idee dahinter ist sehr gut, leider jedoch ist der Zweispielermodus eher ein Highscorebattle und kein klassischer Schrott-zum-Gegner-schubsen-Spaß. Dennoch eine tolle kleine Compilation die die zeitlosen Versionen auf Game Boy und NES aber nicht ersetzen kann.

Den Monatsabschluss habe ich an der XBox 360 auf einer lateinamerikanischen Insel bei Tropico 4 verzockt. Den Vorgänger der Diktatorensimulation hatte ich bereits sehr ausgiebig gezockt und mich entsprechend auf Teil vier gefreut. Die Änderungen oder gar Verbesserungen scheinen mir zwar eher marginal zu sein, dennoch habe ich auch dieses mal wieder schöne Stunden auf meiner Unterdrückerinsel verbracht – meine Bürger waren jedoch wohl nicht immer so glücklich…

Spielemonat November 2017