Vinyl und Videogames: 1980 / Jazzy Winterfunk

Videospiele und Musik sind faszinierende Zeitkapseln. In dieser Rubrik stelle ich kurz und knapp in chronologischer Reihenfolge ein Videospiel und ein Musikmedium vor, die ich persönlich mit dem Jahr ihres Releases verbinde – irgendwie sentimental, manchmal schräg, aber stets pixelig und kitschig!

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1980 / 1980 von Gil Scott-Heron & Brian Jackson / Skiing für Intellivision

Für das Jahr 1980 hat meine Softwarebibliothek abseits des Atari VCS 2600 nur wenig Material hergegeben. Für das Intellivision fiel mir jedoch Skiing in die Hand und soll hier exemplarisch für viele tolle Spiele für die Konsole aus dem Hause Mattel stehen, die ich nie gespielt habe. Die Games befinden sich seit gut zwanzig Jahren in meinem Besitz und die passende Hardware besitze ich seit nunmehr beinahe 10 Jahren. Leider jedoch hat die Konsole schon seit Erwerb auf dem Trödelmarkt einen für mich nicht zu behebenden Defekt und die Spiele sind dadurch kaum spielbar. Lange hatte ich mich auf Sessions mit dem Intellivision gefreut und lebe seither mit der Ernüchterung, eventuell noch weitere Jahre auf den Spielgenuss an einer technisch großartigen Konsole verzichten zu müssen. Somit steht ein Spiel von 1980 als Beispiel für eine lange Zeit des Wartens, die mich eher motiviert, als ernüchtert.

Nicht übermäßig kreativ fällt der Albumtitel meines Vinyls für das Jahr 1980 aus. Das fantastische 1980 von Gil Scott-Heron und Brian Jackson begeistert mit einer melodiösen Mischung aus Soul, Funk und Jazz. Der Keyboarder Jackson und Sänger Scott-Heron haben einen im wahrsten Sinne des Wortes runden Tonträger abgeliefert, der mit seinen fast schon poppigen Arrangements gefällig klingt, aber mit der Stimme von Gilbert Scott-Heron auch schlicht gut ins Ohr geht. Eventuell ist es ein wenig der Unbeschwertheit des Albums geschuldet, dass 1980 bei mir viel zu selten auf dem Plattenteller landet – ein Umstand, den ich im Rahmen dieses kurzen Textes immerhin kurzzeitig wieder beheben konnte.

Vinyl und Videogames 1980

1980 von Gil-Scott-Heron und Brian Jackson aus dem Jahr …Achtung, Tusch… 1980!

ATARI-Werbeprospekte / Pressespiegel vol. 22

Als Freund des gedruckten Wortes und Anhänger klassischer Videospiele-Gazetten, freue ich mich, euch an dieser Stelle regelmäßig Einblicke in Presseerzeugnisse vergangener Tage bieten zu können. Zeitschriften und Bücher zum Thema Videospiele sollen hier im Pressespiegel beleuchtet werden.

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Als Pionier im hart umkämpften Videospielbusiness hat das Urgestein ATARI vielfältige Wege der Kundengewinnung beschritten. Neben zahllosen, teils echt anstrengenden TV-Spots hat der Konzern die minderjährigen Investoren auch mit Printwerbung in Form von Anzeigen in verschiedenen Kampagnen penetriert und ihnen abwechslungsreiche, bunte Broschüren an die Hand gegegeben. All die Werbemittel sind nicht nur effiziente Methoden zur gewinnmaximierenden Gehirnwäsche gewesen, sondern vor allem aus heutiger Sicht auch tolle Zeugnisse Ihrer Zeit.

Im Folgenden Video und Artikel unternehmen wir eine Reise zurück in eben jene Zeit, in der Videospiele grob aufgelöst, die Konsolen holvertäfelt und die schreiend bunte Werbewelt noch in Ordnung waren!


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Das Bunkerkind verchippt die Retrowelt

Es ist Ende 2018 und bleepiger Chipsound boomt wie wohl nie zuvor. Das meistgenutzte Instrument ist dabei dank gut vernetzter Szene und vielen erhältlichen Tools nach wie vor der gute alte Nintendo Game Boy. Europaweit hat sich eine lebendige Szene entwickelt und zahlreiche Künstler versuchen, dem oft ähnlich klingenden Sound eigene Akzente zu verleihen.

Auch der Chiptune-Musiker Vault Kid nutzt primär Nintendos Backstein von 1989 und erzeugt damit einen sehr treibenden Vibe. Im August diesen Jahres veröffentlichte das Bunkerkind sein aktuelles Album Into the Vault. Die Beats sind oft sehr gebrochen, aber die schön ausgearbeiteten Melodien wirken dazu angenehm harmonisch. Auch das umtriebige Tronimal hatte bei der Veröffentlichung des Tonträgers wohl seine Finger mit im musikalischen Spiel.

Vault Kid CD

Erhältlich ist das hörenswerte Album als digitaler Download über Bandcamp mit flexiblem Preisvorschlag, dort ist ebenfalls die Compact Disc zum fairen Kurs bestellbar. Über Youtube könnt Ihr auch direkt in das Album reinhören, wer mag, klickt einfach mal rein.

PIXELKITSCH RETROFLASH 227: DisneyQuest

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Der weltweit agierende Disneykonzern hat in seiner Firmenhistorie schon viele Konzepte zur Massenunterhaltung entwickelt, getestet, erfolgreich gemacht und vor die Wand gefahren. Die zahlreichen Parks des Konzern mussten dabei immer wieder als Testgelänge für die Neuentwicklungen herhalten und haben zahllose Attraktionen kommen und gehen gesehen.

Der sehr sehenswerte Youtube-Kanal Defunctland befasst sich thematisch mit den gescheiterten Projekten des Maus-Konzerns und hat sich in der aktuellen Episode den Arcades von Disney gewidmet. Unter dem Namen DisneyQuest wurden je eine der Spielhallen in Disney World und in der Innenstadt von Chicago installiert, beide mit einem sehr ähnlichen, auf Virtual Reality basierenden Konzept. Was die beiden monströsen Hallen zu bieten hatten und wie sie scheiterten, fasst Kevin Perjurer hier im Video gewohnt ruhig und sachlich, aber zugleich unterhaltsam und fundiert zusammen.

Lego Wahn im Pixelparadies

Aus einer Laune heraus habe ich meinen kindlichen Trieben nachgegeben und bin tief in eine schmuddelige Kiste alten LEGOs abgetaucht.

Nach einer ausgiebigen Reinigung habe ich unter großer Freude meinem Spieltrieb nachgegeben und mir ein kleines Diorama gebaut, welches nun meinen Schreibtisch ziert. Herausgekommen ist eine kleine Kommandozentrale mit technischem Supervisor – Bis auf wenige kleine Details entspricht dieses Model natürlich eins zu eins meinem eigenen Homeoffice. Ein Signalhorn darf da natürlich ebensowenig fehlen, wie ein vergittertes Fenster und viel zu viele Tastaturen für nur einen einzigen Bildschirm!

LEGO Diorama Office