Slider aka Skweek / PIXELQUICKIE vol.39

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Slider/Skweek – Game Gear – 1991 – Loriciel/Victor

Was 1989 auf Heimcomputern mit dem bizarr aussehenden Fellknäuel Skweek in Frankreich begann, wanderte als verniedlichte Form nach Japan und wieder zurück in den Westen mit einem aggressiv dreinblickenden Critterverschnitt in sonnigem Zitronengelb, der für die verwirrten Europäer und Amis trotz seiner ohnehin westlichen Herkunft in Slider umbenannt wurde. Auf dem Lynx durfte das Spiel im selben Jahr weiterhin seinen ursprünglichen Namen Super Skweek (tatsächlich die Fortsetzung von Skweek) behalten, eventuell gab es hier lizenzrechtliche Probleme.

Das Spiel stammt ursprünglich aus dem Hause Loriciel und wurde auf zahlreichen Systemen um- und fortgesetzt, vertrieben wurde es ursprünglich von Infogrames. Die kompakte Game Gear-Version erblickte 1991 das Licht der pixeligen Welt und wurde in Japan von der Firma Victor Musical Industries für das energiehungrige SEGA-Handheld umgesetzt und auch die PC-Engine bekam einen Port spendiert.

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Retroid / PIXELQUICKIE vol.38

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Retroid – Game Boy – 2016 – JonasFischbach/Homebrew

Retroid – der Name des grünen Homebrew-Moduls haut Zockern schon beim Titel die Klischeeklatsche um die Ohren und auch das bei Breakout geklaute Spielprinzip vermag heuer nur noch wenige Kids von gestern hinter dem pixeligen Ofen hervor zu locken. 2016 wurde der programmierte Alleingang von Jonas Fischbach bereits kostenlos als Download veröffentlicht und im Rahmen einer Aktion im Circuit-Board hat es das Spiel nun auch auf physische, giftig grüne Datenträger in passender OVP mit Anleitung geschafft.

Wie bei den Vorlagen Arkanoid und Breakout übernehmen wir auch in Retroid die Kontrolle über ein Paddle am unteren Bildschirmrand um mit einer abprallenden Kugel Steine an der oberen Bildschirmhälfte abzuräumen. Die 20 Stages sind statisch, pro Bildschirm muss ein kompletter Satz an Klötzen beseitigt werden um die nächste Stage zu betreten. Manche Steine benötigen genretypisch gleich mehrere Treffer, der Großteil der Steine verschwindet jedoch schon nach einem zarten Stubs.


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Quarth / PIXELQUICKIE vol.37

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Quarth – Game Boy – 1990 – Konami/Ultra

Irreführende Coverartworks waren nicht nur eine Spezialtät der Atari-Ära, auch minderjährige Anhänger des Nintendo Game Boy wurden mit aufwändigen Illustrationen hinter das graugrün schimmernde Licht geführt. Quarth für Nintendos Taschenspaß aus dem Jahr 1990 aus dem Hause Konami begeistert mit einem spektakulär bunten Cover und wirft euch im Anschluss in die wenig aufregende virtuelle Realität grauer Quadrate.

Wie in der Arcadevorlage von 1989, die im Westen auch unter Blockhole mehr oder minder bekannt gewesen ist, steuern wir auf dem Game Boy ein kleines Raumschiff am unteren Bildschirmrand und erwehren uns entgegenkommender Klötze. Was hier unspektakulär klingt, entwickelt sich beim Daddeln tatsächlich zu einer kurzweilig unterhaltsamen Spielmechanik.

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Dschungel Boy / PIXELQUICKIE vol.36

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Das Jahr hat gerade erst begonnen und im privaten deutschen Fernsehen dürfen sich semi prominente Medienhuren wieder einmal das authentisch nachmodellierte Gesicht mit Känguru-Sperma verschönern lassen. Bei Pixelkitsch lassen wir uns diese Steilvorlage natürlich nicht nehmen und schicken niemand gerineren als den guten Pitfall Harry in den Urwald…oder ist es doch nur Dschungel Boy?

Unter dem wenig aufregenden Namen Dschungel Boy und kombiniert mit einer Titelgrafik die einem Kinderbuch entstammen könnte, veröffentlichte das deutsche Versandunternehmen Quelle das Jump´n run 1983 für das Atari VCS 2600. Ältere Semester unter den Zuschauern kennen das Urgestein des analogen Katalogkaufs sicher noch sehr gut und auch die vom Unternehmen verkauften Atari-Spiele sind mit ihren teils grenzdebilen Namen immer wieder gern gesehen und selten gern gekauft.

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Ghost House / PIXELQUICKIE vol.35

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„Versuchen Sie, den versteckten Schatz beim abenteuerlichen Besuch im verhexten Haus des Grafen Dracula zu finden.“ – mit diesem harmlosen Klappentext schickt uns SEGA in Ghost House aus dem Jahre 1986 auf dem Master System in die spielbare Hölle.

Inspiriert vom hauseigenen Arcadespiel Monster Bash von 1982 machen wir das durch den Covertext bekannte Geisterhaus unsicher und rücken dem flatterigen Fürsten der Dunkelheit auf die schlecht durchblutete Pelle. Das Spiel veröffentlichte SEGA zunächst auf der kompakten SEGA Card und einige Zeit später erneut auf Cartridge um auch bei Besitzern des Master System 2 ohne Kartenslot noch einmal Blut zapfen zu können.

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