Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.41: Apple

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Meinen ersten Kontakt mit Apple-Produkten hatte ich um 1998 herum bei einem Praktikum in einer Werbeagentur. Wie damals in der Branche üblich schwor die komplette Belegschaft auf Produkte mit Apfellogo und ich fügte mich als Besitzer eines altersschwachen PCs den Gepflogenheiten. Auch ein Macintosh Classic 2 war zu dem Zeitpunkt dort noch für Netzwerkadministration im Betrieb und wusste mich mit seinem kompakten Design zu begeistern.

In den Folgejahren arbeitete ich immer wieder an Apple-Geräten und habe vor allem am G3 und G4 meine Freude an der Grafikbearbeitung mit Adobe Produkten gefunden. Auch die geschrumpfte Form des G4 in Gestalt des Cube war durchaus spannend und sollte nur ein Vorgeschmack auf den kompakten Mac Mini sein. Letztgenannter wanderte im Jahr 2007 in seiner güsntigsten Form auch in meinen Besitz und steht bis heute auf meinem Schreibtisch, kommt jedoch kaum mehr zum Einsatz. Das kompakte Gerät leistete bei mir jedoch jahrelang hervorragende Dienste und war im Vergleich zu vielen anderen Apple-Produkten mit einem recht manierlichen Preis-Leistungsverhältnis gesegnet. In den letzten Jahren habe ich mich sehr weit von Steve Jobs entfernt und arbeite inzwischen lieber am PC – für weit weniger Geld bekommen auch Menschen im grafischen Gewerbe heuer einfach mehr am Personalcomputer geboten.

Vor wenigen Wochen schloss sich nun der Kreis und ich kam durch einen glücklichen Umstand in den Besitz des kompakten Macintosh Classic 2. Das Design ist nach wie vor sehr gelungen und begeistert mit robusten Zubehörteilen. Das Betriebssystem lässt noch einige komfortable Kniffe vermissen, macht jedoch schon Appetit auf mehr. Nun muss ich mich nur mit den spielerischen Qualitäten des hellgrauen Kastens auseinander setzen, meine Hoffnung wirklich gute Exklusivtitel zu finden ist jedoch gering.

Apple Macintosh 2

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.40: Willkommen in der Gegenwart

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Sehr lange habe ich mit mir gehadert, nun musste aber schlussendlich ein retrofernes Upgrade in die Gegenwart des Videospiels vollzogen werden. Von den aktuellen drei Konsolen XBox One, Playstation 4 und Wii U hat mich in den letzten Jahren eigentlich keine komplett überzeugen können. Trotz meiner lang anhaltenden Kaufunwilligkeit hat der Konsumgeist nun doch bei mir zugeschlagen und mich unversehens in die Jetzt-Zeit des Gamings katapultiert.

Da ich kürzlich die Chance erhielt, ein wenig ausgiebiger den Mario Maker anzuzocken und ich durchaus Gefallen an dem klobigen aber praktischen Gamepad gefunden habe, konnte ich meine Begeisterung für Nintendos gerade noch aktuelles Hardware-Flaggschiff nun nicht mehr zügeln. Mit der Wii U hat nun also eine Konsole Einzug in meine Sammlung gehalten, die zwar schon viereinhalb Jahre auf dem Buckel hat und bereits in einigen Monaten von der Nachfolgehardware abgelöst werden soll, trotzdem aber immer noch erstaunlich preisstabil ist. In einem größeren Bundle hat die Konsole jetzt mit zusätzlichem Controller und diversen Spielen zu einem durchaus akzeptablen Preis ihren Weg zu mir gefunden. Nachdem der umständliche Abbau der bei mir fest verdrahteten, aber in den letzten zehn Jahren kaum genutzten weißen Wii vollzogen gewesen ist, folgte die ebenfalls recht umfangreiche Erstinstallation der schwarzen Wii U.

Gezockt habe ich auf meiner aktuellsten Konsole bislang tatsächlich nur Mario Kart 8 – dieses jedoch recht ausgiebig. Während mich das Gerät technisch wenig umhaut, gefällt mir die Ausrichtung der Softwarebibliothek mit den zahlreichen Exklusivtiteln von Big N dagegen sehr gut. Auch wenn es hier nur mehr vom Altbekannten gibt, bin ich durch die Abstinenz während der Wii-Zeit der üblichen Spielereihen wie Mario World, Zelda oder Mario Kart noch nicht komplett überdrüssig. Geben wir der nun ausklingenden Hardware-Generation im Hause Nintendo also eine Chance und schauen, ob man mich als Stammkunden für die stationären Konsolen zurückgewinnen kann – bei den Handhelds hatte mich Big N nie komplett verloren!

Wii U

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.38: Sind Videospiele Kunst?

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Neu ist die Diskussion nicht, aber hin und wieder kommt jeder Zocker in Verlegenheit mit anderen Videospielenthusiasten darüber zu reden, ob Computergames Kunst sind. Im Nachgang des Next Level Festivals in Düsseldorf haben Andreas Lange vom Computerspielmuseum in Berlin, Sven von den Konsolenkindern und meine Wenigkeit genau darüber gestritten gesprochen – zu einem eindeutigen Ergebnis sind wir freilich nicht gekommen.

Für mich ganz persönlich ist das Medium Videospiel keine Kunst. Videospiele sind industriell gefertigte Produkte, sowohl Hard-, als auch Software werden in teils fließbandähnlichen Produktionsprozessen seit vierzig Jahren in Masse hergestellt. Der kreative Prozess zu Beginn und während der Entwicklung eines Spieles fußt meist auf Erkenntnissen der Marktforschung, Zielgruppen wollen bedient und Publisher sowie Aktionäre monetär entlohnt werden. Eine Person oder ein kleines Team besitzt zu Beginn eine mehr oder weniger kreative Idee auf der der potenzielle Superhit basieren soll, im Anschluss greifen typische Mechanismen des Produktdesigns. Damit sind Videospiele am Ende keinen Deut künstlerischer als das Ergebnis der Arbeit einer Werbeagentur in der zwar künstlerisch ambitionierte Menschen arbeiten, jedoch stets einem Auftrag folgen und einen gewissen Markt mit einem kommerziellen Produkt bedienen müssen.

Spiele wie Okami, Flower oder Vib Ribbon die nicht hundertprozent marktkonforme Spielelemente oder Ästhetiken verwenden, mögen zwar künstlerische Elemente enthalten, sind jedoch auch nur Teil eines industriellen Fertigungsprozesses. Wird ein Spiel von einem Menschen geschaffen, der ohne finanziellen Auftrag zum Beispiel als Homebrew-Entwickler ein interessantes, andersartiges Spiel entwickelt und sein Ergebnis selber als Kunst bezeichnet, spreche ich ihm nicht ab, ein Kunstwerk geschaffen zu haben. Ein einzelnes Spiel kann für mich also durchaus Kunst sein, das Medium als solches aber als museumsreif neben der freien Malerei zu sehen, ist aus meiner Sicht überzogen. Das Medium Videospiel kann umgekehrt jedoch eine große Inspiration für Künstler sein, die Elemente, Techniken oder Bildsprachen in ihren Arbeiten übernehmen und in künstlerische Arbeiten umsetzen.

Video- und Computerspiele sind für mich generell museal erhaltenswert, jedoch weniger unter künstlerischem, sondern allenfalls unter designerischen, technologischen und kulturhistorischen Gesichtspunkten.

Was ist eure Meinung zum Thema?
Gehören Videospiele ins Museum?
Sind Computerspiele Kunst?
Was hätte Joseph Beuys dazu gesagt?

Rambo PIXELKITSCH

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.37: Entsorgte Jugend

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Erinnerungen können sich in vielen Dingen materialisieren. Sie können an Comics hängen, mit Briefen verknüpft werden oder sich in Form von kitschigen Sammelfiguren manifestieren. Bei mir sind viele Erinnerungen nicht nur mit Videospielen verbunden, sondern vor allem mit Musik. Bei bestimmten Tracks denke ich schon nach den ersten Takten an gute Freunde, endlose und doch zugleich viel zu kurze Nächte oder an bestimmte Phasen meiner Jugend. Musikalisch war diese Zeit bei mir vor allem von Eurotechno, Gabba und Elektrotrash geprägt. Neben einer umfangreichen Sammlung aus heutiger Sicht nur noch schwer zu ertragender Thunderdome-CDs bestand mein musikalischer Horizont vor allem aus Maxi-CDs und Alben von Marusha, Westbam, Perplexer und dem immer präsenten Norman Cook, den meisten vielleicht besser bekannt unter seinen Pseudonymen Fat Boy Slim, Pizzaman oder Mighty Dub Kats.

Wärend mir die Thunderdome-Trommelfellmassagen bei einem Kellereinbruch vor einigen Jahren abhanden gekommen sind, haben mich die meisten anderen Stampftonträger die vergangenen zwanzig Jahre auf zahlreichen Umzügen begleitet. Vieles davon habe ich nie wieder gehört, ein paar persönliche Highlight mussten jedoch immer mal wieder ihren Dienst im CD-Player verrichten. Nach so vielen Jahren war es nun jedoch an der Zeit für einen Kahlschlag, die Erinnerungen sind in Form von MP3s konserviert und die CDs dürfen ihren Dienst anderswo verrichten. Da sich der Aufwand des Verkaufes aus meiner Sicht nicht gelohnt hätte, haben sie heute ihren Weg in ein Sozialkaufhaus angetreten, eventuell erbarmt sich dort jemand der silbernen Tonträger und gibt ihnen einen Lebenssinn.

Macht´s gut liebe Maxis, Ihr werdet mir immer in guter Erinnerung bleiben!

Maxi Cds

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.36: Amiibo-Sammelwahn 2.0

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Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mich noch über die Lizenzfänge der Sportschuhmarke Vans ausgelassen in die ich geraten bin. Ich mochte die Schuhe der Marke nie, sie waren mir immer zu billig verarbeitet und zu schwer, mit der Nintendo-Lizenz zu Duck Hunt war es nun aber doch um mich geschehen. Ähnlich ging es mir die ganze Zeit mit den Amiibos, Nintendos clevere Antwort auf die Skylanders-Kreaturen, die sich sehr wacker in der Konkurrenz mit Disney Infinity und den neueren Lego Dimensions schlagen.

Vor allem die Skylanders habe ich trotz des Besitzes eines Basissets immer eher als unansehnlich und wenig sammelwürdig erachtet, bei den Figuren von Disney und Nintendo bin ich jedoch schon mehrfach fast in Versuchung geraten, mir die Plastikcharaktere in die Sammlung zu holen. Auch die Lego-Dimensionen haben es mir durchaus angetan, hier finde ich die Kombination von klassischen Lego-Figuren mit dem Medium Videospiel besonders reizvoll. Da die für mich interessanten Figuren hier aber erst bei gut 15 Euro anfangen, habe ich bislang einen Bogen um die kleinen Kunststoffdänen gemacht. Vor kurzem konnte ich bei unserem örtlichen Elektronikgroßversorgerplaneten jedoch nicht mehr am Amiibo-Regal tatentlos vorüber gehen. Erneut hat die Duck Hunt Lizenz mein Interesse erweckt und für faire fünf Euro musste das Duo aus Hund und Ente Einzug in meine Sammlung halten. Ich hoffe zwar, dem Fieber weiter widerstehen zu können, aber zumindest die Dr. Mario-Figur muss über kurz oder lang noch ins Archiv wandern – verdammt, der Sammeltrieb ist einfach zu stark!

Duck Hunt Amiibo