23. Retrobörse im Ruhrgebiet

Regelmäßig weise ich an dieser Stelle auf die Termine der Retrobörsen in Deutschland hin, schaffe es selber aber leider immer seltener zu den Veranstaltungen. Am kommenden Samstag, den 26ten Mai 2018 ist es mal wieder soweit, die Retrobörse im Ruhrgebiet öffnet Ihre Pforten und auch ich werde aller Voraussicht nach dort als Gast vorbeischauen.

Auch wenn ich eher ein Fan des Falkenheims in Bochum bin, freue ich mich auf den Termin im Zentrum Altenberg in Oberhausen. Alleine die Aussicht, dass es am Samstag 30 sommerliche Grade erreichen könnte, erfüllt mich mit Freude, nicht im schwitzigen Falkenheim auf Spielejagd gehen zu müssen.

Ich suche nichts Konkretes und freue mich einfach darauf, auf der Börse zu fachsimpeln, eventuell ein paar Zufallsfunde zu machen und die gewohnt nette Börsenatmosphäre genießen zu können.

23. Retrobörse im Ruhrgebiet
Samstag / 26.05.2018 / 11-16 Uhr
Oberhausen / Zentrum Altenberg

Quarth / PIXELQUICKIE vol.37

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Quarth – Game Boy – 1990 – Konami/Ultra

Irreführende Coverartworks waren nicht nur eine Spezialtät der Atari-Ära, auch minderjährige Anhänger des Nintendo Game Boy wurden mit aufwändigen Illustrationen hinter das graugrün schimmernde Licht geführt. Quarth für Nintendos Taschenspaß aus dem Jahr 1990 aus dem Hause Konami begeistert mit einem spektakulär bunten Cover und wirft euch im Anschluss in die wenig aufregende virtuelle Realität grauer Quadrate.

Wie in der Arcadevorlage von 1989, die im Westen auch unter Blockhole mehr oder minder bekannt gewesen ist, steuern wir auf dem Game Boy ein kleines Raumschiff am unteren Bildschirmrand und erwehren uns entgegenkommender Klötze. Was hier unspektakulär klingt, entwickelt sich beim Daddeln tatsächlich zu einer kurzweilig unterhaltsamen Spielmechanik.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.57: Kiste oder Regal?

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Das Sammlen von Videospielen ist schwierig abzuschließen und fühlt sich an, wie ein dauerhafter Prozess von Umstrukturierungen, Verlagerungen und Umschichtungen – mit zocken hat das oftmals nicht mehr viel zu tun!

In den letzten Jahren ist es mir stets wichtig gewesen, möglichst viele Konsolen zugleich am Fernsehgerät angeschlossen zu haben. Es wäre ja gut möglich, dass ich spontan total Lust bekomme, Modul Nummer fünf (Mathematik 1) in den Schacht des Interton VC 4000 zu werfen und ein paar knifflige Hausaufgaben zu lösen. Alternativ hätte ich auch jahrelang die Chance gehabt, jederzeit eine Runde Cybermorph am Atari Jaguar oder die Fratzen des Bösen am Philips CD-I zu daddeln. Auch das Nintendo 64 und das Commodore Amiga CD32 standen zu jeder Tag- und Nachtzeit parat, um mich zu unterhalten und hatten nur darauf gewartet von mir mit Besuchern bei Bier und Chips bespielt zu werden.

Wie sich der geneigte mitlesende Nerd jedoch sicher denken kann, habe ich all diese Systeme natürlich kaum genutzt, obwohl ich sie wirklich für ihre Besonderheiten schätze – bis auf das N64, der Nebelwerfer steht hier tatsächlich nur der Vollständigkeit halber – und habe nun Nägel mit Köpfen gemacht.

Da ich mir zwar sicher bin, auch in Zukunft kaum mit den Konsolen zu zocken, mir aber die Option und Illusion erhalten möchte dies doch irgendwann tun zu können, habe ich eine für mich adäquate Lösung gefunden. Die Konsolen wurden mitsamt des passenden Zubehörs und dem Großteil der Spiele in formschöne Kisten eines schwedischen Wohnalptraums verpackt, die ich in der Sammlung gut stapeln kann und die mir so im Fall der Fälle sofort zur Verfügung stünden. Damit verweilen die famosen Daddelkisten zwar nicht mehr jederzeit spielbereit unter dem TV-Empfangsgerät, machen aber Platz für anderen sinnlosen Kram, YEAH!

N64 und Interton VC4000

Alex Kidd in Miracle World 2 – das Kind ist zurück!

Für eine kurze Zeit in den Achtzigern hat das (sicher allseits beliebte) Videospielunternehmen SEGA versucht, verschiedene Charaktere am hart umkämpften Maskottchenmarkt zu etablieren. Eine der erfolgreicheren Figuren ist Alex Kidd gewesen, der mit dem ersten Ausflug in die Welt der Plattformer die Spieler direkt begeistern konnte. Bis heute spielt sich Alex Kidd in Miracle World wirklich gut und kann als einer der besten Serienteile angesehen werden.

Vergeblich mussten Fans des Faustfickerskämpfers auf eine Rückkehr in die Miracle World warten und haben die Hoffnung aufgegeben, von SEGA selbst eine Fortsetzung zum ersten Teil zu bekommen. Als Hack des ersten Teiles entstand Alex Kidd in Miracle World 2 und wurde sogar ins Deutsche übersetzt, damit auch wir Kartoffeln ohne Fremdsprachenkenntnisse bei Schere, Stein, Papier den Gegnern das Fell über die pixeligen Ohren ziehen können. Über das circuit-board war es kürzlich möglich, das Spiel käuflich zu privaten Zwecken zu erwerben und ich musste mir das Fanprojekt nach Hause holen. Das Spiel kommt mit tollem Artwork, Poster, Soundtrack und weiteren Goodies daher und wirkt hochprofessionell.

Ich bin gespannt, ob die gutaussehende Verpackung von Alex Kidd 2 nur ein Blender ist, oder ob das Spiel ebenso begeistern kann – ich muss jetzt weg, mein Motorrad in die Miracle World wartet 🙂

Alex Kidd in Miracle World 2

Der Monat in Spielen: April 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der April machte wettertechnisch zumeist eine gute Figur und präsentierte sich 2018 bis auf wenige nasse Ausnahmen von seiner sonnigen Seite. Ein paar Spiele haben mich aber dennoch an den Bildschirm und aus dem Sonnenschein locken können.

In der Vergangenheit hatte ich bereits versucht, mich mit Pac-Mania anzufreunden, konnte der 3D-Variante des Klassikers aber nie so viel abgewinnen, wie dem Arcade-Original. Nun habe ich mich ein wenig mit der Mega Drive-Version beschäftigt und hatte durchaus meinen Spaß mit der Variation des gelben Pillenfressers. Aus der Isoperspektive futtert Ihr wie gewohnt Kügelchen, weicht Geistern aus und könnt neuerdings auch springen. Da das Spielfeld nie komplett zu sehen ist, fehlt mir leider ein wenig das taktische Element der Vorgänger. Ebenfalls am Mega Drive konnte mich Dragons Fury an den Bildschirm fesseln. Der Flipper von Tengen ist fantastisch inszeniert, bietet viel Abwechslung und tolle Details. Leider jedoch scheint die Steuerung einen Inputlag am Retron 5 zu haben und so reagierten die Trigger bei mir stets ein wenig verzögert – bei einem Flipper äußerst ungünstig. Dieser wirklich gravierende Lag ist mir bisher bei keinem anderen Spiel am Retron so stark aufgefallen, ich bin also leider nicht sicher, ob es am Spiel oder an der Konsole gelegen hat.

Im Rahmen eines Highscorecontests im circuit-board habe ich mich nach längerer Zeit mal wieder ein wenig mit SEGA Rally am Saturn gewidmet. Leider habe ich hierfür nicht genug Zeit gefunden und eine wirklich mäßige Zeit eingefahren. Da ich nach all den Jahren aber immer noch viel Freude an der Matschraserei habe, hoffe ich, demnächst noch ein paar Runden durch den Arcadesumpf drehen zu können.

Für die meisten Leser hier sicher weniger attraktiv ist das kostenlose Mobilegame Tsum Tsum, welches mich jetzt seit mehr als einem Jahr abnervt. Immer und immer wieder lockt mich der Disney-knuddel-Puzzler an das Mobiltelefon und verzückt mich mit süßer Optik und simpelstem Spielprinzip. Für eine schnelle Runde zwischendurch ist mir eben selbst der Griff zum Game Boy manchmal zu mühsam!

Spielemonat Mai 2018