PIXELKITSCH RETROFLASH 209: Miniatureisenbahnen und Tele-Spiele

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Modelbahnen gehören eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Sammelgebieten, obwohl ich als Kind stolzer Besitzer einer kleinen Anlage der Spur N gewesen bin. In einem Trödelladen habe ich aber aus reiner Neugierde kürzlich einen Blick in eine Ausgabe des offenbar bei Kleinbahnern nicht ganz unbekannte Magazins Miniaturbahnen geworfen.

Miniaturbahnen Heft

Zu meiner Überraschung habe ich beim schnellen Durchblättern der Ausgabe Nummer vier des Jahres 1975 einen kurzen Bericht über ein Philips Tele-Spiel entdeckt. Offenbar handelt es sich hier einen Prototypen oder zumindest eine Gehäusevariante eines PONG-Klons, der so nicht in den Handel gekommen ist. Die Autoren scheinen sichtlich Freude am Bildschirm-Federball gehabt zu haben und sind im Artikel voll des Lobes für das damals 150 DM teure Fernsehunterhaltungs-System für das heimische Wohnzimmer. Laut Artikel sollte das System damals übrigens erweiterbar gewesen sein, zusätzliche Spiele sollten dann 25 deutsche Mark gekostet haben, meines Wissens nach ist das so nicht umgesetzt worden. Wer möchte, kann das komplette Heft beim Verlag bis heute erwerben, wenn auch nur in digitaler Form als eBook oder einfach schnell einen Blick in den Artikel auf der Webseite Bundesrepublik Pong werfen.

Tele-Spiel von Philips

Pixelkitsch zu Gast im Ohrbit-Adventskalender

Die netten Kollegen des Youtube-Kanals Ohrbit haben mich gefragt, ob ich nicht ein wenig Schrott in ihren Adventskalender wichteln mag – habe ich gemacht, tut mir echt leid.

Heute hat sich mein Türchen im Kalender geöffnet und herausgekommen ist das Katzenspiel Neko Dai Suki für den SEGA Game Gear. Das Spiel aus der Kids Gear-Reihe ist bei mir bereits häufiger in den Modulslot der tragbaren Konsole gewandert, hat mich wegen seiner Sprachbarriere aber immer wieder abgeschreckt. Nun habe ich mich etwas länger damit abgequält und komme zum Schluss, dass ich mit Haustiersimulationen sicher nicht glücklich werde – Freunde haariger Pussys kommen hier aber bestimmt auf ihre Kosten.

Der Monat in Spielen: November 2017

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Das Jahr neigt sich dem Ende und ich blicke zurück auf den verspielten Monat November im Hause PIXELKITSCH.

Den Monat begonnen habe ich am SEGA Saturn mit der Minispielsammlung der vor allem in Nippon bekannten Werbeikone Segata Sanshiro. Lange Zeit hatte ich das Spiel auf der Einkaufsliste und vor ein paar Monaten durfte der krawallige Japaner endlich in meine Sammlung einziehen. Die Menüs sind für mich zwar nicht entzifferbar, spielbar ist der Titel mit etwas Trial and Error trotzdem. Der Großteil der kurzweiligen Spielchen ist aus meiner bescheidenen Sicht eher mittelprächtig, ein paar gute Kleinigkeiten sind jedoch in der Sammlung enthalten. Der Humor und die namensgebende Figur entschädigen für die Belanglosigkeit so mancher Disziplin auf dem Silberling, wirklich besitzen muss man dieses Machwerk jedoch sicher nicht.

Um dem Igelkonzern treu zu bleiben habe ich mir die SEGA Classics Collection für den Nintendo 3DS ins Haus geholt. Die Sammlung vereint diverse Klassiker von SEGA und würzt diese mit dem systemtypischen 3D-Effekt. Das funktioniert bei manchen Spielen besser als bei anderen, insgesamt empfinde ich diese Art der Darstellung jedoch als eher kontraproduktiv. Mein Highlight auf der Cartridge ist der Arcaderacer Power Drift. Am 3DS empfinde ich die Steuerung als eher suboptimal und so komme ich auf lange Sicht wohl doch nicht um die Anschaffung des inzwischen arg teuren Saturn-Ports herum.

Am Super Nintendo musste der Puzzlebastard Tetris & Dr. Mario für ein paar launige Multiplayerrunden in den Slot wandern. Das Modul vereint die beiden nicht ganz unbekannten Tüftelklassiker und lässt euch unterschiedliche Spielmodi der Titel miteinander kombinieren. Die Idee dahinter ist sehr gut, leider jedoch ist der Zweispielermodus eher ein Highscorebattle und kein klassischer Schrott-zum-Gegner-schubsen-Spaß. Dennoch eine tolle kleine Compilation die die zeitlosen Versionen auf Game Boy und NES aber nicht ersetzen kann.

Den Monatsabschluss habe ich an der XBox 360 auf einer lateinamerikanischen Insel bei Tropico 4 verzockt. Den Vorgänger der Diktatorensimulation hatte ich bereits sehr ausgiebig gezockt und mich entsprechend auf Teil vier gefreut. Die Änderungen oder gar Verbesserungen scheinen mir zwar eher marginal zu sein, dennoch habe ich auch dieses mal wieder schöne Stunden auf meiner Unterdrückerinsel verbracht – meine Bürger waren jedoch wohl nicht immer so glücklich…

Spielemonat November 2017

Kölner Retrotreff 2017 – Das Video

Vor ein paar Tagen habe ich bereits lobende Worte in Kombination mit ein paar Fotos zum Kölner Retro Treff 2017 veröffentlicht.

Da mir das privat organisierte Treffen so gut gefallen hat, habe ich noch ein kleines Video dazu geschnitten. Hier gibt es weitere Infos zum gemütlichen Event in Köln Poll mit Impressionen aus der alten Schule.

Der Kölner Retro Treff fand im November 2017 bereits zum fünften mal statt und bot rund 60 Gästen in der Ahl Poller Schull noch mehr Platz als zuvor. Gezockt wurde an Heimcomputern und Konsolen, Wettbewerbe buhlten mit Ruhm, Ehre und Gewinnen um die Gunst der Besucher und das Buffet war wie erwartet erneut eine kulinarische Wucht. Ebenfalls wieder vorhanden war eine kleine Tauschbörse und natürlich der dieses Jahr noch größere Reparatur- und Bastelbereich der vom erweiterten Platzangebot deutlich profitieren konnte. Ich freue mich schon auf den Kölner Retro Treff 2018 und bin gespannt, welche Überraschungen die umtriebigen Veranstalter für das kommende Event parat halten werden.

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.52: Retrobörsenoverkill

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Am kommenden Sonntag bin ich zum ersten mal mit einem Stand bei der düsseldorfer Pixelbörse im Zakk vertreten. Da ich schon länger nicht mehr auf einer Börse verkauft habe, hat sich bei mir schon einiges angesammelt und ich freue mich auf das Event.

Meine erste Börse dieser Art habe ich um das Jahr 2000 herum in Berlin besucht, wann und wo genau das war, kann ich leider nicht mehr genau eingrenzen. Nachdem ich mich dann ein paar Jahre weniger um Videospiele gekümmert habe, folgte der nächste Besuch einer solchen Veranstaltung erst 2008 im Falkenheim in Bochum auf der einfach benannten Retrobörse.

In den Folgejahren habe ich kaum eine Börse im Ruhrgebiet der Veranstalter verpasst und würde mich als großen Fan der Eventreihe bezeichnen. Der Retrohype kannte in der letzten Dekade keine Gnade und holte so ziemlich jedes Lieschen Müller und ihren Cousin Moritz Musterzock ab. Der Bedarf an alten Spielen stieg, keine Marios und Zeldas waren mehr vor den frisch geschlüpften Retrofans sicher. Viele Veranstaltungen, Magazine und Webseiten befeuerten das Thema und so kennt der Markt sicher auch die nächsten Jahre kaum Grenzen. Ich selber freue mich über das gestiegene Interesse an alten Spielen und vor allem die damit verbundene Akzeptanz in der Gesellschaft, sich mit dem Elektroschrott als Hobby zu befassen.

Auch die Retrobörsencrew hat in den letzten Jahren ordentlich expandiert und den Veranstaltungstakt stark erhöht. Einige der Börsen haben nur wenige Male stattgefunden, vor allem die beiden Börsen im Ruhrgebiet sind aber echte Publikumsmagnete – NRW ist einfach ein guter Standort für das ehemalige Nischenthema. Auch andere Veranstalter sind in den letzten Jahren auf den Zug aufgesprungen, haben das Börsenkonzept (sonderlich ausgefeilt ist es nicht, ich weiß) häufig kopiert und ein paar wenige Veranstaltungen am Markt etabliert. Auch ich kann mich nicht ganz davon freimachen und habe mit den Konsolenkindern mehrfach in der Vergangenheit kleine Tauschbörsen organisiert, bei denen wir allerdings weder Standmiete noch Eintritt verlangt und eher den Austausch und das Treffen Gleichgesinnter in den Vordergrund gestellt haben.

Ich muss allerdings sagen, dass mich die vielen und ständig stattfindenden Börsen so langsam etwas anöden. Das Konzept wird in jedem Kuhkaff von Trittbrettfahrern adaptiert, selten um innovative eigene Elemente ergänzt und oft verschwinden die Veranstaltungen schnell wieder, wenn die Organisatoren das Interesse an der Thematik verloren oder nicht genug Umsatz generiert haben. Sicher haben all die Veranstaltungen ihre Daseinsberechtigung und Fans, mich persönlich holt das Thema in der Masse aber inzwischen leider kaum mehr ab… Um am Sonntag selber mal wieder auf so einer kopierten Börse zu verkaufen, reicht meine Motivation aber noch und ich freue mich auf ein paar bekannte Gesichter!

PS: Schade, dass sich die Betreiber der Retrobörse den Namen damals offenbar nicht haben schützen lassen, der Begriff ist heuer ein eigenständiges Synonym wie Tempo für Taschentücher. 😉

Retro Handheld Convention in Köln