Happy Birthday: Micky Maus

Auch wenn die Comicmaus aller Comicmäuse keine konkret dedizierte Videospielfigur ist, hat Micky Maus doch mit Sicherheit auch eine große Bedeutung für die digitale Spielwelt.

Am 18ten November 1928 erblickte der umtriebige Nager aus dem Hause Disney das Licht der Welt im Cartoonklassiker Steamboat Willie und mauserte sich über die Jahrzehnte zur größten Ikone der Zeichentrickwelt mit einem schwer messbaren Marktwert. Mit Beginn des Videospielzeitalters schaffte es Micky dann auch immer wieder in zahlreiche digitale Fantasiewelten und verzückte dabei Zocker auf Atari, SEGA– und Nintendo-Konsolen mit seinem Charme.

Ich persönlich bin bis heute vor allem von den Mausflügen auf die 8 Bit-Konsolen von SEGA begeistert und spiele diese bis heute immer wieder gerne, aber auch andere Systeme wurden mit toller Software versorgt.

Herzlichen Glückwunsch Micky Maus für 90 Jahre Cartoon- Comic- und Videospielspaß. Du wirkst in deinen Comics zwar oft wie ein kleiner Klugscheißer, bist mir aber ein treuer Begleiter durch die Kindheit gewesen und zauberst mir auch heute noch oft ein Lächeln ins Gesicht!

Micky Maus Videospiele

PIXELKITSCH RETROFLASH 228: Arcade-Hoarding in Japan

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Bereits zehn Jahre alt, aber deswegen nicht weniger sehenswert ist dieser dreiteilige Videoausflug in eine der beeindruckendsten Sammlungen von Arcade-PCBs und Automaten im Land der aufgehenden Sonne.

Moderator Onitama nimmt uns hier mit in die heiligen und wenig staubig wirkenden Archivhallen von Takai Shokai, einem traditionsreichen Verleih und Handel für Arcade-Platinen. Die beeindruckende Sammlung findet sich in der Kleinstadt Ina in der Präfektur Nagano und entlockt auch dem erfahrenen Moderator einige unterhaltsame Laute der Verzückung. Die Videos sind vor allem für Freunde des gepflegten Hortens und Archivierens von Videospielen und alter Technik spannend, ganz allgemein ist aber auch der Youtube-Kanal Onionsoftware sehr empfehlenswert.

Brainstorm Boy – Objektkunst

Viele retroaktive Zocker halten es für pure Ketzerei, originale Konsolenhardware zu etwas anderem als vorgesehen zu verarbeiten. Ich persönlich freue mich jedoch immer, wenn jemand aus Elektroschrott etwas eventuell Unverhersehbares kreiert und damit einem Massenartikel individuellen Charme verleiht.

Für eine Ausstellung in Düsseldorf habe ich nun auf Basis eines klassischen Game Boys in Kombination mit einem Röntgenbild, Farbe und ein bisschen Technik ein kleines Objekt gefertigt. Herausgekommen ist ein trag- und hängbares Objekt mit zuschaltbarer Hintergrundbeleuchtung unter dem Titel Brainstorm, welches sich stilistisch in meine Reihe von Tape-Art-Portraits eingliedert.

Brainstorm Game Boy

Die Ausstellung läuft noch täglich 18-20 Uhr bis einschließlich Freitag, den 16ten November im Düsseldorfer Kulturbahnhof Gerresheim. Mehr Infos zu meinen künstlerischen Aktivitäten gibt es auch nach dem Klick auf meiner Webseite.

Brainstorm Game Boy

ATARI – Kunst und Design der Videospiele

Die Grenzen zwischen Kunst und Design verschwimmen vor allem in Illustrationen für Bücher, Kinoplakate oder Verpackungen immer wieder. Bis in die frühen neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts sind diese Gebrauchsgraphiken oft wahre Kunstwerke gewesen und auch im Videopsielsektor wurde eifrig gezeichnet, gekleckst und gepinselt.

Freunde des klassischen ATARI-Spielens haben entsprechend häufig im Einzelhandel vor dem Regal mit den bunten Verpackungen gestanden und sich von spektakulären Welten manipulieren und zu Hause von oft arg abstrakten Pixelsümpfen ernüchtern lassen. Das englischsprachige Buch Art of ATARI aus dem Jahr 2016 widmet sich diesen auffälligen Werbegrafiken, dem Übergang zwischen Kunst und Design und der historischen Einordnung in die bunte Welt des Videospielens. Der Autor Tim Lapetino hat hier einen herrlich bunten Wälzer mit mehr als 350 gut gefüllten Seiten geschaffen, der Freunde vom digitalen Spielen ebenso anspricht, wie Anhänger des feinen Pinselstrichs.

Nun hat sich der deutsche Gameplan-Verlag unter der Regie von Stephan Freundorfer und Winnie Forster dem Mammutprojekt angenommen, eine lokaliserte Fassung mit dem Titel ATARI – Kunst und Design der Videospiele für den deutschen Markt aufzubereiten. Das Buch soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2018 in den Buchläden stehen und kann derzeit noch vorbestellt werden. Mehr Infos gibt es natürlich auf der Webseite von Gameplan.

Ich freue mich schon, zur kalten Jahreszeit in dem eingedeutscheten Nachschlagewerk zu einem der spannendsten Themen zwischen Pixeln und Pinselstrichen ausgiebig schmökern zu können!

ATARI Kunst und Design

RetroGamer Mega Drive-Sonderheft

In meiner letzten Liebeserklärung an das Mega Drive habe ich anlässlich des dreißigsten Geburtstages bereits ausführlich meine Beziehung zu der 16 Bit-Konsole aus dem Hause SEGA kundgetan.

Auch andere Medien ließen es sich natürlich nicht nehmen, dem Geburtstagskind zum Jubiläum zu gratulieren. Bereits im Sommer hat sich in seiner Ausgabe 182 auch das britische Magazin Retro Gamer dem schwarzen Tausendsassa ausführlich gewidmet. Neben einem längeren Artikel im Magazin mit Kurzinterviews liegen auch ein Sonderheft sowie ein Stickerbogen bei, die der Konsole Ehrerbietung erweisen sollen.

Der Artikel im Heft ist wenig spannend und bringt nur wenig Erhellendes mit sich und auch das Sonderheft glänzt nicht unbedingt mit Neuigkeiten. Im A5 großen Extrablatt werden 30 Spiele aus verschiedenen Genres vorgestellt, die nach Meinung der Redaktion das System definiert haben. Über die Auswahl kann sicher gestritten werden, das Heft ist aber eine flott zu lesende Ergänzung und sicher eine nette Lektüre für den Gang auf das stille Örtchen. Etwas besser gefällt mir da noch der Stickerbogen, der mit einigem Sprites aus der umfangreichen Mega Drive-Bibliothek daherkommt und sich gut an Kühlschränken oder Zockerbudentürchen verkleben lässt – mit einem besseren Arrangement hätten sich auf dem Bogen aber noch deutlich mehr Aufkleber platzieren lassen.

Im britischen Webshop des Verlages ist die Ausgabe leider inzwischen ausverkauft, antiquarisch sollte sie sich aber noch finden lassen.

Meg Drive Retrogamer-Special