Auf Wiedersehen Tronimal

Bereits im letzten Jahr hatte sich so etwas erahnen lassen, nun hat das Tronimal es aber wahr gemacht: Einer der umtriebigsten Chiptuner Deutschlands wird seinen geräuschvollen Job an den verpixelten Nagel hängen und in diesem Frühjahr das liebgewonnene Projekt Videospielkonsolenmusik auslaufen lassen.

Wer mag, kann sich die genauen Gründe und einige Abschiedszeilen auf der Facebookseite von Tronimal durchlesen, auf Details gehe ich hier nicht ein. Ich persönlich mochte den Sound von Tronimal stets sehr gerne, auch zuvor unter dem Namen Low Bit Revolte. In Erinnerung bleiben tolle Konzerte bei der Games People Play, auf Retrobörsen und beim Open Source Festival in Düsseldorf.

Da man niemals so ganz geht, bedanke ich mich bei Tronimal für alles was war und freue mich, wenn es in zwanzig Jahren zum Revival kommt auf alles, was dann ist!

PS: Seine Musik bleibt uns zunächst erhalten und wer mag, kann seinen Stuff und Bastelkram auch bei ihm im Shop erwerben.

PIXELKITSCH RETROFLASH 211: Atari Promotion

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Werbespots und Promotionvideos für Händler sind tolle Zeitzeugnisse unserer industrialisierten Welt und der Entwicklung der Mediennutzung. Auch Atari hat natürlich viele Spots und Kurzflime produzieren lassen und damit die Konsumenten beeinflußt.

Eine schöne, kleine Zusammenstellung einiger Videos rund um das Atari VCS 2600 die ich teilweise noch nicht kannte, habe ich kürzlich auf einem bekannten, weltweit agierenden Videoportal gefunden. Die Zusammenstellung der Videos wirkt ein wenig willkürlich, Spaß macht diese aber trotzdem. Vor allem das Material in den ersten Minuten des Clips hat mir gut gefallen. Herrlich, diese Zeitreisen im weltweiten Datennetz.

Retrospektive 2017

Das Jahr 2017 liegt hinter uns und bei PIXELKITSCH widme ich mich meinem obligatorischen Rückblick auf die vergangenen 365 Tage aus der nostaligsch verklärten Sicht eines Retrozockers und Sammlers. Das vergangene Jahr bot mir viele Highlights für mein Archiv und auch das eine oder andere interaktive Televisionsunterhaltungsprogramm wurde freilich aktiviert.

Neben einigem Elektroschrott und Videospielbeifang für diverse Konsolen gab es für mich natürlich auch ein paar persönliche Höhepunkte. Lange von mir erwartet und 2017 endlich bei mir in den aktiven Dienst übernommen, habe ich mich sehr über den Game Gear– und Master System-Adapter für das Retron 5 gefreut. Hiermit kann ich nun nicht nur wie bislang über den offiziellen Adapter von SEGA sämtliche Master System-Spiele über die Klonkonsole genießen, sondern mich auch an der herrlichen Pixelpracht der Game Gear-Bibliothek am großen Bildschirm erfreuen. Zudem habe ich zwei Rollenspiellücken im SEGA-Archiv schließen können und mir nach langer Zeit wieder Phantasy Star für das Master System und Panzer Dragoon Saga für den Saturn in die heimische Bibliothek holen können. Endlich konnte ich da wieder anknüpfen, wo ich vor fast zwanzig Jahren mit meinen Spielständen aufgehört habe.

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Phantasy Star – Liebeserklärung vol.7

Unnütze Hardware ist hin und wieder schön und gut. Am liebsten nutze aber auch ich die wirklich schönen Dinge der Videospielwelt. Deshalb stelle ich euch in der PIXELKITSCH Liebeserklärung hin und wieder Hard- oder Software vor, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist.

Herz Emblem

Am 20ten Dezember 1987 veröffentlichte SEGA das Rollenspiel Phantasy Star auf dem japanischen Videospielmarkt und brachte den heute als Genreklassiker gefeierten Titel in englischer Sprache 1988 in den Westen. Damit präsentierte der Sonic-Konzern eines der ersten Videospiele mit umfangreicher Geschichte außerhalb Japans und führte eine ganze Generation von Zockern in das Genre der Rollenspiele ein. Auch für mich war Phantasy Star der erste Kontakt mit dieser Spielgattung und zeigte mir, dass ein Videospiel gekonnt Faszination, Frust und Freude kombinieren kann.

Im Sonnensystem Algol, dass aus den drei Planeten Palma, Motavia und Dezoris besteht, herrscht König Lassic mit eiserner Hand, unterdrückt die Bevölkerung und tötet den Rebellenführer Nero Landale. In der Rolle von Alis, ihres Zeichens 15-jährige Schwester des verstorbenen Rebellenkommandanten, machen wir uns auf den Weg, Lassic das Handwerk zu legen und dem geknechteten Sonnensystem Frieden zu bringen. Auf dem Weg zum Frieden stellen sich euch zahlreiche Gegner in den Weg und viele Städte und Höhlen wollen auf den drei Planeten erkundet werden. Im Laufe der Geschichte schließen sich euch drei Begleiter an, das katzenartige Fellknäuel Myau, der Krieger Odin und der Magier Noah.

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Pixelkitsch zu Gast im Ohrbit-Adventskalender

Die netten Kollegen des Youtube-Kanals Ohrbit haben mich gefragt, ob ich nicht ein wenig Schrott in ihren Adventskalender wichteln mag – habe ich gemacht, tut mir echt leid.

Heute hat sich mein Türchen im Kalender geöffnet und herausgekommen ist das Katzenspiel Neko Dai Suki für den SEGA Game Gear. Das Spiel aus der Kids Gear-Reihe ist bei mir bereits häufiger in den Modulslot der tragbaren Konsole gewandert, hat mich wegen seiner Sprachbarriere aber immer wieder abgeschreckt. Nun habe ich mich etwas länger damit abgequält und komme zum Schluss, dass ich mit Haustiersimulationen sicher nicht glücklich werde – Freunde haariger Pussys kommen hier aber bestimmt auf ihre Kosten.