PIXELKITSCH RETROFLASH 203: Nintendo Quest

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Seit ein paar Tagen findet sich die deutsche Übersetzung des Films Nintendo Quest in der Bibliothek von Amazon Prime. Da ich den Film zwar in den letzten Monaten zwar schon wahrgenommen aber noch nicht gesehen habe, musste ich dem Film nun natürlich eine Chance geben, auch wenn meine Erwartungen recht gering gewesen sind.

Jay Bartlett ist ein knapp 30-jähriger kanadischer Videospielsammler mit Vorliebe für schrabbelige Gitarrenmusik und bekommt von seinem besten Freund die Aufgabe, in 30 Tagen alle in Nordamerika offiziell veröffentlichten 678 NES-Spiele als loses Modul zu kaufen ohne das Internet zu nutzen. Die Dokumentation begleitet nun also besagten Jay bei seiner Suche nach den Spielen in diversen Videospielläden und bei Sammlern im Norden Amerikas. Der Zuschauer wird Zeuge zäher Verhandlungen, netter Tauschaktionen und einiger Rückschläge bei Jays Sammelvorhaben. Zwischendurch gibt es ein paar Fakten zu den Spielen und sentimentale Schnippsel des Jägers und seines Umfelds.

Der Film geht gut 90 Minuten und verlässt leider kaum das Niveau einer durchschnittlichen Youtube-Retro-Dokumentation. Hier waren die Ambitionen der Filmmacher auf jeden Fall größer als ihre Fähigkeiten, eine abendfüllende und packend inszenierte Dokumentation auf die wackeligen Beine zu stellen. Dennoch ist der Film kein Totalausfall, ein paar nette Anekdoten und Einblicke in private Sammlungen heben den Film ganz knapp über das gewohnte Youtube-Mittelmaß. Wer einen Pausenfüller zwischen neuen Episoden von Game Sack und dem AVGN sucht, wird hier einen netten Snack finden.

Anmerkung des nicht enttäuschten, aber auch nicht begeisterten Autors dieser Zeilen:
Ein echter Pluspunkt des Films ist für mich, dass kaum Preise für die Spiele genannt werden – der Film hat so sicher eine höhere Halbwertzeit und weniger Leute kommen auf die Idee, astronomische Summen für Ihre NES-Multimodule mit Mario Bros zu verlangen.

Flipper- und Arcademuseum Seligenstadt – das Video

Nachdem ich vor ein paar Tagen bereits Fotos aus dem Flipper- und Arcademuseum Seligenstadt gepostet habe, gibt es nun noch einen Nachschlag in Form bewegter Bilder.

Arcade-Games als Umsetzungen für die heimischen Spielstationen zu genießen ist meist ein leicht getrübtes oder oft genug gar schreckliches Vergnügen. Zwar muss sich der geneigte Zocker nicht mit dem Nachwerfen von Münzen rumplagen, jedoch oft genug Abstriche bei Grafik, Sound oder Spielumfang hinnehmen. Der gemeinnützige Verein For Amusement Only im hessischen Seligenstadt macht hier mit seinem Flipper- und Arcademuseum möglich, was lange Jahre in Deutschland kaum zu erleben war. Daytona USA, Donkey Kong oder OutRun können hier in voller Spielhallenpracht genossen werden und laden zum ultimativen Arcadegaming in den vollgepackten Museumsräumen ein.

Weiterlesen

G-LOC Air Battle / PIXELQUICKIE vol.33

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Wenn über gute Heimumsetzungen klassischer SEGA-Automaten gesprochen wird, findet G-LOC Air Battle eher selten Erwähnung. Unter der Leitung von Yu Suzuki wurde der inoffizielle Nachfolger zu After Burner 2 von AM2 entwickelt und 1990 in die Spielhallen gebracht. Konvertierungen folgten ab 1991 für diverse Heimcomputer und natürlich auch die damals obligatorischen, hauseigenen SEGA-Konsolen Mega Drive, Master System und Game Gear.

Ich selber habe die Mega Drive-Version nie besessen, generell genießen die Heimumsetzungen des Spieles jedoch nicht den besten Ruf. Dennoch hatte ich als Kind überraschend viel Freude an der Game Gear-Fassung des Fliegerspaßes und werfe nun einen Blick zurück nach vorn auf die portable Version und die für den heimischen 8Bit Flugzeugträger Master System.

Weiterlesen

PIXELKITSCH RETROFLASH 201: Sonic Mania ohne Sonic Mania

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Die in der Gegenwart lebende Retrogemeinde dreht am Rad und scheinbar alle SEGA-Fanboys da draußen spielen bereits Sonic Mania und erfreuen sich an ihren opulenten und vor Fanservice triefenden Collectors-Box.

Alle SEGA-Fanboys? Nein, nicht alle SEGA-Fanboys. Ein unbeugsamer…

Da ich technisch bei der WiiU stehen geblieben bin und sich keine der aktuellen Konsolen Switch, XBox One oder PS4 in meinem Besitz befindet, habe ich auf die Vorbestellung der limitierten Edition verzichtet. Zeitweise hatte es mich noch im Bestellfinger gejuckt, aber am Ende siegte die langweilige Vernunft. Nun habe ich diverse Unboxings und Let´s Plays von Sonic Mania angeschaut und bereue doch ein klein wenig, auf den Igel-Wahnsinn verzichtet zu haben.

Aller Verdruss hilft aber natürlich nichts und so empfehle ich allen Sonic Maniacs ohne Sonic Mania diesen Sonic Flash mit einem dicken Paket an Sonic The Hedgehog Werbespots. Aus meiner Sicht lohnt sich nur das erste Drittel des Videos, aber wer sich das komplette Video antut, wird wohl ohnehin nur noch Igelmüsli in der Birne haben.

Pokemon Pikachu Kamera – Pixel Merch #2

In der Rubrik Pixel Merch schauen wir in unregelmäßigen Abständen auf schöne, kuriose oder seltene Merchandise-Artikel aus dem Bereich des Videospielmarketings.

Pixel Merch Banner

Zugegeben, die Pokémon-Spiele waren noch nie mein Fall und befinden sich nur aufgrund von kapitalistischem Besitztumsdenken in meinem Archiv. Dennoch führt in der Welt der Videospiele kein Weg an dem Franchise vorbei und auch die an Liebe und Geld interessierten Hersteller von Merchandise kennen das Potenzial der Taschenmonster.

Seinen Urspung hat die Spielereihe rund um die Taschenmonster im Jahr 1996 in der roten und grünen Edition auf dem Nintendo Game Boy, welche von GAME FREAK Inc. entwickelt wurden. Den Spielen folgten eine Anime-Serie, Filme, Sammelkarten, Nudelgerichte, Kosmetik, Comics und anderer taschengeldfressender Massenmerch für die kapitalgeschwängerten Kids dieser Welt. Dabei hat Nintendo all die tollen Plastikartikel und todesekligen Lebensmittel natürlich nicht selbst hergestellt, sondern die Lizenz an andere Firmen vergeben. Auch Tiger Toys wollte etwas Geld mit den Taschenmonstern verdienen und veröffentlichte passend zum N64-Spiel Pokémon Snap aus dem Jahr 1999 eine Kompaktkamera im trendigen Pikachu-Look.

Weiterlesen