The Ottifants / Zack Bleep Bumm #3

In der Rubrik Zack Bleep Bumm widmet sich PIXELKITSCH den spielgewordenen Comics und Cartoons auf unterschiedlichen retroaktiven Konsolen und Handhelds!

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Kinder der siebziger, achtziger und wohl auch noch der neunziger Jahre kennen Otto Waalkes als einen der dominantesten und streitbarsten Komödianten der Republik. Sein Klamauk verbindet Generationen und spaltet die Spaßgesellschaft. Nicht jeder kann etwas mit ihm und seinen Ergüssen auf Leinwand, Papier und Tonträger anfangen, aber er hat ein Imperium aus Kalauern und kleinen Ottifanten geschaffen, auf dass man als Künstler durchaus stolz sein kann. Während ich als Kind noch großer Fan seines Klamauks gewesen bin, ist heute leider nicht mehr viel von der Faszination für seinen Humor übrig geblieben.

Otto Waalkes erblickte 1948 im norddeutschen Emden das Licht der Welt und versuchte diese in den folgenden siebzig Jahren mit seinem selten feinsinnigen, aber  vor allem zu Karrierebeginn noch durchaus amüsanten Ostfriesenhumor ein Stück fröhlicher zu machen. Auch ich habe seinen ersten Filme gerne geschaut und die Bühnenprogramme auf Video, Schallplatte und CD verschlungen. Der Comedian brilliert als Multitalent und verquickt Schauspiel, Musik und Zeichentrick zu seinem eigenständigen Otto-Universum. Auch die von ihm kreierten Ottifanten genießen bis heute Kultstatus und wurden nicht nur im Comicstrip verwewigt, sondern im Jahr 1993 auch in einer Serie für RTL auf die Mattscheibe gebracht. In nur einer einzigen Staffel mit 13 Folgen begleiten wir die Ottifantenfamilie Bommel auf ihren realweltnahen Alltagsabenteuern.

Im selben Jahren wurde die Familie Bommel auch als Videospiel exklusiv auf die drei SEGA-Konsolen Mega Drive, Master System und Game Gear portiert und sollten dem Otto-Imperium damit den Weg ins Videospielbusiness ebnen – dass wir bis heute keine weiteren Otto-Videospiele bekommen haben, möchte ich hier nur am Rande erwähnen und nicht als verfrühte Wertung verstanden wissen. Verantwortlich für die Versoftungen ist der britische Softwareentwickler Graftgold, der alle drei Versionen für SEGA entwickelte.

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Bucky O’Hare / Zack Bleep Bumm #2

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Lizenzvideospiele gibt es auf dem Nintendo Entertainment System in rauhen Mengen. Ein Großteil davon ist der absolute Ramsch, einige brauchbare Spiele finden sich darunter und nur wenige Titel sind auch abseits der Lizenz als Spiel zu gebrauchen. Eine löbliche Ausnahme stellte hier die Versoftung des Comic- und Cartoon-Helden Bucky O’Hare für das NES dar.

Der grüne Weltraumhase Bucky O’Hare erblickte 1984 im Continuity Comics Verlag das Licht der Sprechblasenwelt und wurde von Larry Hama und Michael Golden entwickelt. Zusammen mit seinem Team aus tierischen Spezialisten bekämpft der Karottennascher das böse Imperium der Kröten, welche vom Computersystem KOMPLEX gehirngewaschen wurden. Unterstützung bekommt der langohrige Raumschiffpilot dabei unter anderem vom menschlichen Jungen Willy DuWitt, der vierarmigen Augenklappenente Deadeye Duck und dem Roboter Blinky.

1991 wurde die Comicreihe als Cartoonserie über 13 Episoden ins TV gebracht, in Deutschland wurde die kompakte Serie im Jahr 1992 bei Sat 1 ausgestrahlt. Die Serie ist in sich geschlossen und heute auf DVD erhältlich. Der Cartoon ist sehr actionorientiert und effektvoll inszeniert, großartig ist auch die treibende Titelmusik. Zusätzlich hat man es sich natürlich nicht nehmen lassen, das Franchise weiter auszuschlachten und Actionfiguren auf den Markt zu werfen. Die Figuren von Hasbro orientieren sich sehr gut an der Vorlage und sind heute überraschend günstig auf dem Gebrauchtmarkt zu schießen. Wie damals üblich durften natürlich auch Versoftungen nicht fehlen und so erschienen von Entwickler Konami je ein Spiel in der Spielhalle und eines für das NES, welches wir uns im Folgenden einmal näher anschauen.

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The Lucky Dime Caper starring Donald Duck / Zack Bleep Bumm #1

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Donald Duck erblickte das Licht der Welt im Jahr 1934 im Cartoon Silly Symphony The Wise Little Hen unter der Regie von Wilfred Jackson und sollte Gerüchten zufolge eine Ergänzung zu Mickey Mouse sein, der seinem Schöpfer Walt Disney zu populär wurde. In der Folge durfte sich der Erpel immer wieder in Zeichentrickfilmen und Comics seinen Wutausbrüchen hingeben und erfreut sich bis heute einer großen Beliebtheit. In den Achtzigern und Neunzigern bekam der Enterich zudem eine Vielzahl an Videospielumsetzungen auf den Bürzel geschneidert und auch SEGA-Systeme wurden natürlich nicht verschont.

Auf Game Gear und Master System erschien 1991 The Lucky Dime Caper starring Donald Duck, welches vom SEGA-Team AM7 exklusiv für die beiden Achtbitter entwickelt wurde. Gundel Gaukelei, die im englischen Original Magica de Spell heißt, hat Onkel Dagoberts Kreuzer Nummer eins geklaut und eure Neffen Tick, Trick und Track entführt. Da Donald ohnehin arbeitslos ist und er unter der Fuchtel seines geizigen Onkels steht, macht er sich auf den Weg, die glückbringende Münze und seine Neffen zurück nach Entenhausen zu bringen. Wie es der programmierte Zufall so will, schlüpft Ihr nicht aus dem Ei, sondern in die Rolle der vom Pech verfolgten Ente mit Vorliebe für Matrosenhüte.

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