G-LOC Air Battle / PIXELQUICKIE vol.33

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Wenn über gute Heimumsetzungen klassischer SEGA-Automaten gesprochen wird, findet G-LOC Air Battle eher selten Erwähnung. Unter der Leitung von Yu Suzuki wurde der inoffizielle Nachfolger zu After Burner 2 von AM2 entwickelt und 1990 in die Spielhallen gebracht. Konvertierungen folgten ab 1991 für diverse Heimcomputer und natürlich auch die damals obligatorischen, hauseigenen SEGA-Konsolen Mega Drive, Master System und Game Gear.

Ich selber habe die Mega Drive-Version nie besessen, generell genießen die Heimumsetzungen des Spieles jedoch nicht den besten Ruf. Dennoch hatte ich als Kind überraschend viel Freude an der Game Gear-Fassung des Fliegerspaßes und werfe nun einen Blick zurück nach vorn auf die portable Version und die für den heimischen 8Bit Flugzeugträger Master System.

In beiden Umsetzungen schwingt Ihr euch in Top Gun-Manier ins Cockpit eines Hightech-Düsenjets und müsst wechselnde Missionen bestehen. Es gilt Flugzeuge, Panzer, Bodenstationen oder Schlachtschiffe abzuknallen und feindlichen Geschossen auszweichen. Die nächsten Missionsziele können selbst gewählt werden, von lächerlich einfachen Aufgaben bis hin zu tödlichen Luftgefechten wird alles geboten. Auf dem Master System blättert Ihr dazu durch ein Handbuch, auf dem Game Gear wählt Ihr die nächste Mission über über eine übersichtliche Karte, Maverick wäre begeistert.

In der stark an After Burner erinnernden Master System-Fassung können Flugzeug-Spiel-erfahrene Zocker die Steuerung invertieren, die Game Gear-Fassung verzichtet leider auf dieses Feature. Diese bietet dafür ein Shopsystem, dass es Hobbypiloten erlaubt, den Flieger manuell aufzurüsten und nach eigenem Ermessen mit neuen Raketen und Treibstoff zu versorgen. Das bringt ein gutes Stück Taktik in die portable Fassung, die zudem auch mit der einsteigerfreundlicheren Kollisionsabfrage aufwarten kann.

PIXELKITSCH G-Loc Air Battle

Grafisch sind beide Fassungen des Spiels nicht sonderlich beeindruckend und teilweise ist die Optik erschreckend langweilig. In der Game Gear-Fassung gefallen die polygonalen Elemente gut mit ihrem cleanen Look, das Spiel fühlt sich aber wesentlich langsamer an als die stationäre Version. Die Akustik ist alles andere als brachial, weiß aber immerhin mit ein paar netten Geräuschen und ein paar Loops kurzweilig zu unterhalten. Sowohl Game Gear als auch Master System wären audiovisuell sicherlich zu mehr in der Lage gewesen, bieten aber solide Kost für die Wohnzimmer-Spielhalle.

Fazit: Auch nach mehr als zwanzig Jahren seit dem ersten Anspielen von G-LOC Air Battle auf dem Game Gear gefällt mir das Spiel immer noch recht gut und auch Iceman hätte hier sicher seinen Spaß gehabt. Zwar hat sich SEGA bei der Konvertiereung wahrlich nicht selbst übertroffen, dennoch bereiten mir beide Himmelsabenteuer durchaus Freude. Dank der freundlicheren Kollisionsabfrage und der Polygonoptik bevorzuge ich klar die Game Gear-Fassung, kann aber auch Master System-Piloten einen Ritt in den Himmel durchaus empfehlen.

G-Loc Air Battle Game Gear

2 Gedanken zu “G-LOC Air Battle / PIXELQUICKIE vol.33

  1. Wieder ein schönes und informatives Video!
    Bis vor einem Jahr oder so kannte ich das Spiel gar nicht. Aber dann gab es die GG-Version für den 3DS sehr, sehr günstig und da habe ich es ungesehen gekauft.
    Es ist nett. Aber nun bin ich nicht so ein großer AFTERBURNER-Fan und mag Shooter lieber in 2D-Ansichten. Aber nun ist es ja eigentlich nicht wirkich nur ein Shooter… na, irgendwie doch. Jedenfalls hatte mich das Spiel doch ein paar mal wieder vor den 3DS-Bildschirm g-loc(k)t, aber so richtig begeistern konnte ich mich dafür nicht.
    So schlecht finde ich die Grafik nicht, wenn man die Limitierung des GG bedenkt. So geht es mir auch mit der OUT RUN – Version für den GG (wo ich heute noch neidisch bin, das es nie eine GB- oder GBC-Version gegeben hat… aber dann eine GBA-Version… und dann noch eine richtig gute!).

    • Ach, dass es einen GG-Port gibt, war mir garnicht so bewußt. Ist denn der 3D-Effekt manierlich und das Spiel flüssig?

      Outrun auf dem GameGear finde ich auch toll, das hat ja auch wirklich sauberes Scrolling und ein paar nette Zoom-Effekte. Spiele ich tatsächlich recht häufig zwischendurch. 🙂

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