Pinball – Revenge of the Gator / PIXELQUICKIE vol.30

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Bissige Echsen und Flipperspiele – eine seltene aber durchaus spaßbringende Kombination zweier toller Themen vereint in einem Videospiel auf Nintendos gräulichem Backstein. Mit Pinball – Revenge of the Gator bescherte Hal Laboratory dem damals jungen Game Boy einen echten Hit und zeigte, dass für großen Spielspaß keine große Konsole und vor allem kein schnelles Scrolling nötig sind. Groteske Comic-Krokodile reichten damals wie heute dem jungen oder inzwischen alten PIXELKITSCH für eine gepflegte Flippergaudi, mutierte Schildkröten konnten bei mir nie dagegen anstinken.

Ob das Spiel auch fast 30 Jahre später noch zum kugeln ist, erfahrt Ihr nach dem Klick im Review und hier direkt im Video.

Der bissige Flippertisch erschien in Fernost Ende 1989 und kam ein Jahr später auch in den Westen. Während Hal Laboratory den meisten Zockern vor allem mit den Kirby-Spielen eine bleibende Erinnerung spendierte, ist mein intensivster Kontakt mit den Japanern tatsächlich dieser knuffige Flippersimulator. Genretypisch geizt das Spiel mit einer ausgefeilten Story, kann dafür aber mit bissigem Spielwitz glänzen.

Das Spiel besteht aus nur einem einzigen Flippertisch mit vier Abschnitten und drei Bonus Stages. Während die unterste Ebene den Start markiert, spielt sich das meiste Geschehen doch auf Ebene zwei ab, da hier die Kugel nach dem Einwurf als erstes aufkommt. In jeder Ebene finden sich unterschiedliche Elemente für Bonuspunkte, Hilfsmittel oder Abkürzungen. Gesteuert wird das Spiel einfach über die beiden Flipper links und rechts – am Tisch rütteln, wie in anderen Flipperspielen, darf der Spieler leider nicht. Die Ballphysik ist dabei wenig authentisch und oft genug nervt einen das Verhalten des rolligen Stahls mit wenig nachvollziehbaren Manövern. Viele Ballbewegungen verkommen damit leider zum Glücksspiel, oft genug ist die Kollisionsabfrage aber auf eurer Seite.

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Grafisch ist das Spiel damals wie heute eine knuffige Alligatorenwucht. Jede Ebene des Tisches ist mit zahlreichen Details gespickt, überall wuseln verniedlichte Jagdtiere herum und warten darauf, angekugelt zu werden. Die Animationen sind dabei eher reduziert, die einzelnen Phasen dafür aber perfekt gepixelt. Auf Scrolling verzichtet das Spiel und tut dem Bildschirm des ergrauten Game Boy und den Augen des Spielers damit einen großen Gefallen. Die einzelnen Abschnitte des Flippertisches blättern beim Wechsel um und das Spielgeschehen bleibt stets übersichtlich. Der Sound ist ebenfalls vorbildlich und kann mit eingängigen Melodien begeistern.

2013 ist das Spiel auch als Download für den 3DS erschienen, bei einem Gebrauchtpreis von rund drei Euro für ein loses Modul und maximal 15 Euro für ein komplettes Spiel in OVP würde ich aber stets zum Original greifen.

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Fazit: Pinball – Revenge of the Gator ist aus meiner Sicht hervorragend gealtert und grade für kurze Runden zwischendurch perfekt geeignet. Der Umfang ist zwar eher dürftig, der Spielwitz dafür aligatorenstark. Auch wenn das Spiel seine Macken hat, ist es doch ein unterhaltsamer Spaß mit Charakter und eine tolle Ergänzung für jede virtuelle Flippersammlung oder Freunde von Tierexperimenten mit Riesenechsen.

3 Gedanken zu “Pinball – Revenge of the Gator / PIXELQUICKIE vol.30

  1. Ich liebe dieses Spiel! Nach Supermarioland (naja, und natürlich Tetris) war das Spiel mein zweites also drittes Spiel gewesen das ich für meine geliebte kleine Kiste gekauft hatte. Ich lege es immer noch mindestens einmal im Monat ein. Allerdings liebe ich ja auch Video-Pinball-Spiele. Und dieses ist eines der besten in dem Subgenere.

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