PIXELQUICKIE vol.6: Wonder Boy

In der Rubrik Pixelquickies gibt es ab sofort in unregelmäßigen Abständen kleine Spiele- tipps für verschiedene Plattformen zu schmalem Kurs.

Weder in der Spielhalle noch auf SEGA´s Achtbittern ist Wonder Boy das schönste Spiel und auch spielerisch hat der Titel auf den ersten Blick nicht sonderlich viel unter der Haube. Wer dem Spiel jedoch eine Chance gibt erkennt unter der klischeehaften Fassade einen tollen Plattformklassiker, der in diesem kleinen Pixelquickie gebührend gewürdigt werden soll. Vorhang auf für Wonder Boy auf dem Game Gear!


Im 1986 für die Spielhalle veröffentlichten und 1990 auf den Game Gear umgesetzten Wonder Boy müsst Ihr als kleiner Junge Tom-Tom eure geliebte Tanja aus den Fängen des bösen Drancon retten. Dazu sammelt Ihr zur Erhaltung eures Lebens Früchte ein, bewerft Gegner mit Äxten und heizt im Affenzahn auf eurem Skateboard durch die bunten Level. Bemühen sich die Stages auf der einen Seite um Abwechslung, fällt schnell auf, dass sich alle Szenarien nach jedem Bosskampf extrem ähneln, die Level jedoch zunehmend schwerer werden. An manchen Stellen hilft da nur stures Auswendiglernen, ein gewisser Suchtfaktor entwickelt sich so bereits nach wenigen Spielminuten. Als erster Teil in der sechs Episoden umfassenden Spielreihe wirkt das Spiel zunächst sehr reduziert und schöpft seine Qualität tatsächlich vor allem durch die entstehende Sogwirkung in den sich wiederholenden Settings.

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Fazit:
Mit dem ersten Teil der Wonder Boy-Reihe erhaltet Ihr zwar nicht unbedingt den besten der Serie, aber einen wichtigen Grundstein für das gesammte Jump´n Run-Genre. Den Ursprung in der Spielhalle kann und will der Titel garnicht erst leugnen und lädt immer wieder zu schnellen Runden zwischendurch ein. Wer sich vom repetiven Spielablauf nicht abschrecken lässt, erhält einen süchtig machenden Plattformklassiker, der lose bereits für weniger als fünf und komplett verpackt rund 10 euro kostet. Die Version für´s Master System unterscheidet sich nur minimal und ist sogar noch günstiger zu haben!

7 Gedanken zu “PIXELQUICKIE vol.6: Wonder Boy

  1. Wonder Boy habe ich auch zuerst auf dem C64 kennengelernt und sehr häufig gespielt. Heutzutage lege ich immer noch ab und zu eine Runde ein. Die GG-Version ist übrigenas in einer Collection vertreten, die für die PS2 rauskam. In einem meiner Uraltvideos stelle ich sie vor: http://pixelor.de/?p=2752

    • Hab mir mal das Video angeschaut. Irgendwie habe ich den Eindruck der Macher kennt dieses Mark III nicht bzw. seinen wesentlichen bekannteren Pendant das Master System. Viel Erfahrung mit der Reihe hat er im jeden Fall nicht.

        • Jupp den mein ich. Deine Beiträge sind immer stimmig strahlen eine Kompetenz aus die beeindruckt. Aber das gesehene Video von Pixelor wirkt stellenweise arg improvisiert. Manchmal fast sprachlos, teilweise skurril. Es gibt nicht viele Leute die das Master System als Master bezeichnen oder Leute beneiden die ein Mark III besessen habe. Gerade weil das Mark III nicht besonders lange auf dem Markt war, nur in Japan, Korea, Taiwan erhältlich und sich mäßig verkauft hat. Kurz darauf kam auch noch das Master System heraus.

          • Also mir ist jetzt nicht schlimmes an dem Video vom Acrid bezüglich Ländernormen und Unterschieden zwischen Mark3 und Master System aufgefallen. Er hat halt das Mark 3 erwähnt, weil er die Arcade-Version mit dieser verglichen hat. Dass diese mit der Master System Version identisch ist, wird hier zwar nicht erwähnt, ist aber eigentlich auch zweitrangig. Ich fand das Video informativ, sorry! 😉

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