pong.mythos / Pressespiegel vol. 19

Als Freund des gedruckten Wortes und Anhänger klassischer Videospiele-Gazetten, freue ich mich, euch an dieser Stelle regelmäßig Einblicke in Presseerzeugnisse vergangener Tage bieten zu können. Zeitschriften und Bücher zum Thema Videospiele sollen hier nun häufiger beleuchtet werden.

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Videospiele haben wie jedes Medium seit Ihrer Geburt einen großen Einfluss auf Kunst und Kultur gehabt. Als Urvater des modernen Videospieles hat natürlich auch der Automaten- und Fernsehspielklassiker PONG einen enormen Fußabdruck im künstlerischen Schaffen vieler Akteuere der modernen Kunst hinterlassen.

In der Wanderausstellung pong.mythos aus dem Jahr 2006 wurde diesem Einfluss Rechnung getragen und eine Vielzahl spannender Exponate zusammen getragen. Unter der Leitung von Andreas Lange, dem Kopf des Computerspiele Museums Berlin, entstand nicht nur die Ausstellung, sondern auch der dazu gehörige Ausstellungskatalog mit selbem Namen. Was das achtzigseitige Werk zum kunsttheoretischen Diskurs beitragen kann, erfahrt Ihr im Video und natürlich dem kompletten Review.

Der Katalog pong.mythos fasst auf rund 80 Seiten im A5-Format die Exponate der Ausstellung zusammen und rollte die Geschichte des Arcade- und Heimvideospiels von hinten auf. Dabei ist die Publikation nicht nur als Geschichtsbuch wirklich brauchbar, sondern auch als unterhaltsame Lektüre zum Querlesen zwischendurch. In fünf Kapiteln befasst sich das Buch analog zur namensgebenden Ausstellung zunächst mit der historischen Einordnung der Tennissimulation und im Anschluss mit seinen Einflüssen auf Kunst und Kultur im allgemeinen.

PONG Mythos

Vor allem der künstlerische Einfluss des Spieles wird umfangreich beleuchtet und bietet einen hervorragenden Einblick auf zeitgenössische Kunst bis zum Jahr 2006. Spannende Exponate wie die Pain Station, die auch heute noch im Computerspiele Museum Berlin anzutesten ist, oder das Kakerlaken betriebene Bio PONG werden dem Leser vorgestellt. Darüber hinaus finden sich diverse Ausflüge in den Bereich der wissenschaftlichen Forschung und Darstellung in Kombination mit den Möglichkeiten die das Spiel offeriert. Generell bietet das Buch mit vielen Fotos und gut zu lesenden Texten einen interessanten Überblick über Ansätze, sich vor allem künstlerisch mit dem Medium Videospiel auseinander zu setzen. Auch zehn Jahre nach der Ausstellung ist das Buch im Museumsshop in Berlin zu erwerben und kostet dort nur wenige Euro.

PONG Mythos

Fazit:
Auch ohne die dazugehörige Ausstellung zu kennen ist der Katalog pong.mythos nicht nur für Fans des Spieles einen Blick wert. Die achtzig Seiten verschaffen dem Leser einen guten Überblick über Einflüsse des Urvaters des kommerziellen Videospiels auf Kunst und Kultur bis zum Jahr 2006. Wer in Berlin verweilt und dem Computerspielemuseum einen Besuch abstattet, sollte hier definitiv zuschlagen.

PONG Mythos

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