Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.23: Der Fluch des Schlosses der Illusionen

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Disney-Spiele gelten auf SEGA-Konsolen meist als großer Genuß, mit viel Liebe zum Detail wurden hier nicht nur diverse Filme wie Aladdin oder das Dschungelbuch vorzüglich versoftet, sondern auch Donald Duck und Mickey Mouse eine digitale Heimat geboten. Sowohl die Ente als auch die Maus glänzen auf den 8- und 16-Bit Systemen mit vielen guten Spielen und lieferten sich regelmäßig Schlachten um den Plattform-Thron im Lizenzbereich. Mit Castle of Illusion wurde vor einiger Zeit ein Maus-Klassiker vom Mega Drive auf (fast) aktuelle Konsolen konvertiert und machte auch dabei noch eine gute Figur. Da ich selber als Kind nur die Game Gear– und Master System-Version des Spiels besessen habe, musste ich natürlich auch die 16-Bit-Version noch nachholen. Da eine Emulation nicht in Frage kam, musste selbstredend ein funktionierendes Modul her – eine Mission, die zunächst leichter klang als sie letztlich gewesen ist! Das erste Modul, welches mir in die Finger gefallen ist, wurde bereits beim Kauf als defekt deklariert, ich habe mir jedoch gedacht, dass es mit einer ordentlichen Reinigung wieder seine Arbeit aufnehmen würde. Leider ein Irrtum, das Spiel verweigert bis heute den Dienst und schlummert in meiner „Defekt“-Kiste. Die zweite Version bekam ich wohl in einem Paket mit anderen Spielen und war ungetestet, stellte sich jedoch trotz optischer Unversehrtheit als technisches Trauerspiel heraus. Das Dritte Modul habe ich explizit als funktionierend gekauft und läuft entgegen meiner Befürchtung auch problemlos. Da ich nun eine leere Hülle des Spieles zu bestücken hatte, wollte ich ein kürzlich erworbenes viertes Exemplar in die (bislang durch ein defektes Modul belegte) Verpackung verfrachten. Auch mein viertes Castle of Illusion stellte sich aber als wenig funktionell dar und verweigert trotz gründlicher Reinigung beharrlich seinen Dienst!
Inzwischen habe ich also vier Exemplare des Maus-Spieles, wovon drei Stück schlicht und ergreifend defekt sind. Warum gerade dieses Spiel? Bei keinem anderen Spiel auf keinem anderen System habe ich eine derart hohe Ausfallquote, erwartet uns in Zukunft also eine systematische Verknappung an Nagerspielen? Was bedeutet dies für die Menschheit? Ich weiß es leider nicht, aber eventuell kann ja jemand meine Angst entkräftigen und mir von zehn funktionierenden Castle of Illusion-Cartridges berichten!? 😉

Castle of Illusion MD

3 Gedanken zu “Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.23: Der Fluch des Schlosses der Illusionen

  1. Pingback: Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.24: Der Fluch des Dschungelkindes | PIXELKITSCH

  2. Vom ästhetischen Standpunkt rechtfertigt das Cover-Artwork sicher noch mehr Module. Ich würde jedenfalls meinen, dass das Spiel sich gut verkauft hat und hat sicher viele Konsolen gesehen. Folglich wird der eine oder andere das Modul bei eingeschalteter Konsole entfernt haben, keine Nachschubprobleme. Hast du schon einmal reingeschaut und den Lötkolben daran ausprobiert?
    Das Master System kennt ja den Software Error wenn was korrupt ist und die Hardware Bugs führen ja meistens zum laden des Builtin-Spiel.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.