Spaß mit Computern – Computerspiele / Pressespiegel vol. 20

Als Freund des gedruckten Wortes und Anhänger klassischer Videospiele-Gazetten, freue ich mich, euch an dieser Stelle regelmäßig Einblicke in Presseerzeugnisse vergangener Tage bieten zu können. Zeitschriften und Bücher zum Thema Videospiele sollen hier im Pressespiegel beleuchtet werden.

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Um Spaß mit seinem Heimcomputer zu haben, brauchte der interessierte Konsument des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts nicht zwingend einen Computer.

Die kompetente Redaktion des Elektronenhirnfachmagazins CHIP und der Otto Maier Verlag Ravensburg haben in den frühen achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Buchreihe unter eben diesem Namen Spaß mit Computern veröffentlicht – ganz analog und natürlich systemübergreifend auf Papier gedruckt! Eines der für Kinder und Jugendliche konzipierten Bücher befasst sich mit dem Thema Computerspiele und in eben dieses werfen wir beim heutigen Pressespiegel mal einen Blick.

Das Buch erschien 1984 in der Büchersparte von Ravensbuger und wurde im britischen Original aus dem Jahr 1982 von Ian Graham geschrieben. Die deutsche Übersetzung stammt von Martin Stübs und wurde um einige Texte von Tom Werneck ergänzt. Inklusive Umschlag umfasst das Buch gut 50 Seiten, wovon die erste Hälfte farbig und die zweite Hälfte in schlichtem Schwarz-weiß produziert wurde. Der erste Teil glänzt dadurch mit wirklich tollen, mehrfarbigen Illustrationen von Spielen, Computern, Konsolen und technischen Bauteilen.

Das Buch ist in viele kurze Kapitel aufgeteilt, die auf zwei bis vier Seiten einzelne Bereiche von Computerspielen abdecken. In den kurzen Texten wird erklärt, wie ein Computer denkt, wie das pixelige Bild auf den Bildschirm kommt, wie eine Konsole Geräusche erzeugt und sogar, wie Spiele produziert werden. Der Autor geht dabei nicht zu sehr ins Detail, sondern beschreibt alle Prozesse sehr plastisch und macht die Inhalte damit für Kinder wie Erwachsene greifbar. Auch mit 35 Jahren Abstand haben viele der Texte nichts von ihrer Aktualität verloren und sind noch immer sehr anschaulich für das grundsätzliche Verständnis der Funktionalität eines Computers.

Neben diesen allgemeinen Themen werden auch einzelne Arcade- und Computerspiele kurz vorgestellt, die kompakten Artikel decken dabei viele Systeme und Genres ab. Angereichert werden die Reviews zudem um leider etwas bemüht wirkende Ratschläge zum Meistern der Spiele – diese hätte man sich doch eher sparen können.

Spaß mit Computern

Fazit:
Für mich persönlich ist das Buch insgesamt ein toller Zufallsfund vom Trödelmarkt. Die Texte sind schön knackig und die bunten Illustrationen liebevoll und detailverliebt gezeichnet. Im Vergleich zu vielen trockenen Computerbüchern ist dieses Machwerk eine echte Wohltat und der pädagogisch niederschwellige Ansatz kommt einem Techniknoob wie mir sehr entgegen.

Gebraucht ist das Buch häufiger für einen geringen einstelligen Eurobetrag zu finden. Zum Schmökern zwischendurch, oder um Kindern die Funktionsweise eines Rechners zu erklären ist das kompakte Buch aus meiner Sicht sehr empfehlenswert. Ich selber werde mein kürzlich ertrödeltes Exemplar sicher in Ehren halten.

Spaß mit Computern

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