PIXELKITSCH RETROFLASH 213: He-Man liebt Barbie

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Neben Videospielen gibt es auch viele andere Möglichkeiten, sich mit seiner von Marken und Trends bestimmten Kindheit und Jugend zu befassen. Stickeralben, Serien oder Actionfiguren sind ebenfalls für viele Kinder der Siebziger oder Achtziger emotionale Ankerpunkte mit denen sie sich an der Vergangenheit festhalten können.

Der Online–Fernsehsender Netflix versorgt Sofakartoffeln nicht nur mit exklusiven Serien und Filmen, sondern hin und wieder auch mit Dokumentationen, die in dieser Form ihren Weg sicherlich nicht ins traditionelle TV schaffen würden. Auch die Reihe The Toys that made us ist so ein Kandidat, der allenfalls auf DMAX eine Heimat finden könnte, 2017 jedoch von Netflix veröffentlicht und auch hier in Deutschland zugänglich gemacht wurde. Die achtteilige Reportage deckt in den ersten vier verfügbaren Episoden die Spielzeugreihen GI Joe, He-Man, Barbie und Star Wars ab und bietet in typischer US-Manier angenehm seichte Unterhaltung. Die Reportagen mögen nicht 100% akkurat sein, sind aber durchaus einen Blick für Netflix-Abonnenten wert und auch abseits der Videospielthematik sehr interessant.

PIXELKITSCH RETROFLASH 203: Nintendo Quest

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Seit ein paar Tagen findet sich die deutsche Übersetzung des Films Nintendo Quest in der Bibliothek von Amazon Prime. Da ich den Film zwar in den letzten Monaten zwar schon wahrgenommen aber noch nicht gesehen habe, musste ich dem Film nun natürlich eine Chance geben, auch wenn meine Erwartungen recht gering gewesen sind.

Jay Bartlett ist ein knapp 30-jähriger kanadischer Videospielsammler mit Vorliebe für schrabbelige Gitarrenmusik und bekommt von seinem besten Freund die Aufgabe, in 30 Tagen alle in Nordamerika offiziell veröffentlichten 678 NES-Spiele als loses Modul zu kaufen ohne das Internet zu nutzen. Die Dokumentation begleitet nun also besagten Jay bei seiner Suche nach den Spielen in diversen Videospielläden und bei Sammlern im Norden Amerikas. Der Zuschauer wird Zeuge zäher Verhandlungen, netter Tauschaktionen und einiger Rückschläge bei Jays Sammelvorhaben. Zwischendurch gibt es ein paar Fakten zu den Spielen und sentimentale Schnippsel des Jägers und seines Umfelds.

Der Film geht gut 90 Minuten und verlässt leider kaum das Niveau einer durchschnittlichen Youtube-Retro-Dokumentation. Hier waren die Ambitionen der Filmmacher auf jeden Fall größer als ihre Fähigkeiten, eine abendfüllende und packend inszenierte Dokumentation auf die wackeligen Beine zu stellen. Dennoch ist der Film kein Totalausfall, ein paar nette Anekdoten und Einblicke in private Sammlungen heben den Film ganz knapp über das gewohnte Youtube-Mittelmaß. Wer einen Pausenfüller zwischen neuen Episoden von Game Sack und dem AVGN sucht, wird hier einen netten Snack finden.

Anmerkung des nicht enttäuschten, aber auch nicht begeisterten Autors dieser Zeilen:
Ein echter Pluspunkt des Films ist für mich, dass kaum Preise für die Spiele genannt werden – der Film hat so sicher eine höhere Halbwertzeit und weniger Leute kommen auf die Idee, astronomische Summen für Ihre NES-Multimodule mit Mario Bros zu verlangen.