Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.57: Kiste oder Regal?

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Das Sammlen von Videospielen ist schwierig abzuschließen und fühlt sich an, wie ein dauerhafter Prozess von Umstrukturierungen, Verlagerungen und Umschichtungen – mit zocken hat das oftmals nicht mehr viel zu tun!

In den letzten Jahren ist es mir stets wichtig gewesen, möglichst viele Konsolen zugleich am Fernsehgerät angeschlossen zu haben. Es wäre ja gut möglich, dass ich spontan total Lust bekomme, Modul Nummer fünf (Mathematik 1) in den Schacht des Interton VC 4000 zu werfen und ein paar knifflige Hausaufgaben zu lösen. Alternativ hätte ich auch jahrelang die Chance gehabt, jederzeit eine Runde Cybermorph am Atari Jaguar oder die Fratzen des Bösen am Philips CD-I zu daddeln. Auch das Nintendo 64 und das Commodore Amiga CD32 standen zu jeder Tag- und Nachtzeit parat, um mich zu unterhalten und hatten nur darauf gewartet von mir mit Besuchern bei Bier und Chips bespielt zu werden.

Wie sich der geneigte mitlesende Nerd jedoch sicher denken kann, habe ich all diese Systeme natürlich kaum genutzt, obwohl ich sie wirklich für ihre Besonderheiten schätze – bis auf das N64, der Nebelwerfer steht hier tatsächlich nur der Vollständigkeit halber – und habe nun Nägel mit Köpfen gemacht.

Da ich mir zwar sicher bin, auch in Zukunft kaum mit den Konsolen zu zocken, mir aber die Option und Illusion erhalten möchte dies doch irgendwann tun zu können, habe ich eine für mich adäquate Lösung gefunden. Die Konsolen wurden mitsamt des passenden Zubehörs und dem Großteil der Spiele in formschöne Kisten eines schwedischen Wohnalptraums verpackt, die ich in der Sammlung gut stapeln kann und die mir so im Fall der Fälle sofort zur Verfügung stünden. Damit verweilen die famosen Daddelkisten zwar nicht mehr jederzeit spielbereit unter dem TV-Empfangsgerät, machen aber Platz für anderen sinnlosen Kram, YEAH!

N64 und Interton VC4000

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.55: Goodbye C64

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Wie viele andere Kinder Achtziger auch, hatte ich dereinst viel Freude am C64 und durfte eben diesen Rechner meinen ersten eigenen Heimcomputer nennen. Mein damaliger Brotkasten war wohl eine Mischanschaffung aus Taschengeld, Erspartem und elterlichem Zuschuss. Das Argument, man würde ja nicht nur damit spielen, sondern auch den Umgang mit Computern lernen, zog sicherlich sehr gut bei meiner Familie.

Meiner Erinnerung nach durfte der Rechenknecht nicht übermäßig lange bei mir verweilen und wurde alsbald durch den Amiga 500 ersetzt. Bereits damals zeichnete sich wohl meine latente Ungeduld bei Ladezeiten ab und es war zu erkennen, dass ich eher der Plug and Play-Typ bin, als Hybrid aus Konsole und Heimcomputer hatte ich mit dem Amiga 500 tatsächlich noch wesentlich mehr Vergüngen als mit dem Commodore 64.

Die Erinnerungen sind in der Zwischenzeit natürlich etwas verblasst und  so wurde 2014 wieder ein C64 ins Archiv geholt um der angeblich guten, alten Zeit noch einmal habhaft werden zu können. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2018 und ich bin mit Datasatte, einer handvoll Modulen und einem Floppydrive gut ausgestattet gewesen, allerdings wurde der Rechenknecht nur selten aus seiner Box geholt. In den vergangenen vier Jahren habe ich das Gerät geschätzte vier mal angeschlossen und mich daran erquickt – das ist tatsächlich eine dürftige Bilanz. Für das Regal ist mir das Gerät am Ende einfach nicht hübsch genug und nicht ohne Trauer habe ich mich nun zum zweiten mal in meinem Leben vom Commodore 64 getrennt. Als Trost bleibt mir, dass ich den Cevi in guten Händen weiß und der neue Besitzer sicher mehr Zeit damit verbringen wird.

Ich bin gespannt, ob es mein letzter C64 gewesen sein wird…

Commodore 64

Neues Dreamcast-Futter: Fruit’Y – Playing With Edibles

Neue Spiele für SEGAs letzten Versuch im Hardware-Markt zu bestehen gibt es in den letzten Jahren wie Sand am Meer. Zumindest gefühlt wird der Dreamcast heuer besser mit Software versorgt als in den letzten Monaten die er in den Händlerregalen fristen musste. Frisch auf auf dem Markt ist der nette Puzzler Fruit’Y – Playing With Edibles vom Homebrew-Team Retroguru welcher sich im Dragon Box Shop bestellen lässt. Für schlappe drei Euro bekommt Ihr einen sehr bunten Klon des Klassikers Gem’X mit Chiptune-Mucke und für Dreamcastverhältnisse sehr pixelige Pixeloptik. Wer sich von dem aus meiner Sicht wenig ansehnlichen Cover nicht abschrecken lässt und sich auf das Rätseln einlässt bekommt einen wirklich kniffligen Tüftelspaß bei dem mich vor allem der schöne Soundtrack und die clever gestalteten Level begeistern konnten. Für den sehr günstigen Kurs sollte jeder Dreamcast-Nutzer sowieso zugreifen und eventuell folgen diesem schönen Projekt ja bald weitere preiswerte Veröffentlichungen dieser Güteklasse?!

Fruity Dreamcast

Pressespiegel vor 22 Jahren: November 1992 in der ASM

Im Pressespiegel vor 22 Jahren schaue ich mir im monatlichen Wechsel Magazine aus vergangenen Tagen an und lasse die einst aktuellen Spiele Revue passieren.

Pressespiegel 22

Der November 1992 bot überraschend wenig spannende Highlights, das kommende Weihnachtsgeschäft lag wohl noch im Winterschlaf. Die ASM kürte das Point & Click Curse of Enchantia zum Spiel des Monats, ließ sich in epischer Breite über die britische ECTS-Messe aus und huldigte ausgiebig dem Schaffen von Chipsound-Urgestein Chris Hülsbeck. In die Testsektion schafften es zudem die wirklich brauchbaren Plattformer Zool und BC Kid auf dem Amiga, sowie die akzeptable Actionlizenz Alien 3 für das Mega Drive. Darüber hinaus erfreute sich die ASM über zwei Seiten am gerade top aktuellen Philips CD-i und versorgte wie üblich den geneigten Leser über weit mehr als zwanzig Seiten mit mal mehr, mal weniger nützlichen Tipps und Tricks. Gesundheitsbewußte Kinder erfreuten sich zudem an männlicher Zigarettenwerbung und zündeten sich erstmal einen Glimmstengel auf dem Schulklo an. Einfach herrlich, dieser November 1992!

Lange Nacht der Computerspiele – Leipzig 2014

Meist poste ich hier ja Termine die den Westen der Republik betreffen, gerade weil wir in NRW eine recht ordenliche Dichte an Retro-Events haben. Dieses Mal soll aber auch das schöne Leipzig im Freistaat Sachsen berücksichtigt werden. Dort findet am 10ten Mai Die lange Nacht der Computerspiele statt, ein wirklich groß angelegtes Event zum Zocken und Fachsimpeln. Das Ganze findet im Rahmen der Leipziger Nacht der Museen an der HWTK von 16 bis 3 Uhr in der Nacht statt und deckt ein extrem breites Spektrum an elektronischen Interessen ab. Wer also in der Nähe wohnt sollte sich das Happening wohl mal anschauen und zuvor das umfangreiche Programm auf der offiziellen Webseite begutachten! 🙂

Plakat lange Nacht der Computerspiele