Fünf Freunde #37: Affentheater an der Konsole

In Der Rubrik Fünf Freunde werden an dieser Stelle zukünfitg zu verschiedenen Themen jeweils fünf Spiele vorgestellt. Thematisch sortiert bringe ich euch hier hin und wieder fünf Empfehlungen, die euren Alltag verschönern oder verändern sollen.

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Fünf Freunde: Affentheater an der Konsole
Tiere und Videospiele sind eine tolle Kombination. Auch abseits von Knuddelgames auf dem Nintendo DS oder der Wii finden sich in der Videospielgeschichte zahlreiche Titel, die uns unseren plüschigen, vierbeinigen, bellenden oder wilden Freunden näher bringen. Auch unser Verwandten mit der angeblichen Vorliebe für Bananen sind immer wieder Helden von Videospielen gewesen und diesen widme ich die heutigen fünf Empfehlungen abseits der klasschichen Donkey Kong Titel.

Toki / Multiplattform
In Japan als JuJu Densetsu bekannt, kam Toki 1989 in die Spielhalle und zwei Jahre später auf Heimcomputer und Konsolen. Verwandelt in einen spuckenden Affen müsst Ihr dem Zauberer ans Leder, damit er euch zurück verwandelt. Die Mega Drive Fassung ist weitgehend erschwinglich und ein hübsch anzusehender aber eher gemächlicher Plattformspaß für das Wohnzimmer.

Amidar / Arcade, Atari 2600
Amidar als simplen Pac Man Klon zu bezeichnen würde dem launigen Arcade-Spiel nicht gerecht werden. Im ersten Level färbt Ihr Kästchen auf dem Spielfeld ein und geht Jägern aus dem Weg, die euch das Fell über die Ohren ziehen möchten. In den späteren Stages werden Affe und Gegner gegen andere Figuren ausgetauscht, das Spielprinzip bleibt aber stets gleich. Die Atari 2600-Fassung ist zwar fern ab von Perfektion, hat mir aber immer viel Freude bereitet.

Ape Escape / Playstation
Nicht als Affe selber, aber dafür mit einer ganzen Horde an pelzigen Kletterfreunden bekommt Ihr es in Ape Escape auf bislang allen SONY Konsolen seit 1999 zu tun. Mit allerlei Gadgets müsst Ihr versuchen der Affenbande Herr zu werden und euch in den teils weitläufigen Arealen zurecht zu finden.

Super Monkey Ball / Game Cube, PS2, XBox
Auf dem Game Cube haben mich nur wenige Spiele so gut unterhalten wie Super Monkey Ball von SEGA. Als Affe AiAi rollt Ihr in einer Kugel über schmale Balken einen Parcour hinab ins Ziel und sammelt Bananen ein – that´s it. Das Spielprinzip könnte kaum simpler sein, macht jedoch mit seinem Affenzahn und bunter Grafik echt Laune.

Samba de Amigo / Arcade, Dreamcast, Wii
Musik- und Rythmusspiele sind eher selten mein Fall, die Aufmachung von Samba de Amigo hat mich auf Dreamcast aber seit Release begeistert. Bewaffnet mit zwei Maracas rasselt Ihr euch als Affe durch die Stages und erquickt an der treibenden Musik und der überfrachteten Bon Bon-Optik. Dazu kommt das Spiel ganz Arcade-nah zusammen mit zwei Plastikrasseln in erfrischendem Latinlook.

Monkey Videogame Illustration

Capcom 30th Anniversary Character Encyclopedia / Pressespiegel vol. 21

Als Freund des gedruckten Wortes und Anhänger klassischer Videospiele-Gazetten, freue ich mich, euch an dieser Stelle regelmäßig Einblicke in Presseerzeugnisse vergangener Tage bieten zu können. Zeitschriften und Bücher zum Thema Videospiele sollen hier im Pressespiegel beleuchtet werden.

Pressespiegel Banner

Im Jahr 1983 wurde die Videospielschmiede Capcom in Osaka auf Basis der I.R.M. Corporation gegründet und brachte der spielenden Gemeinde in den folgenden Jahrzehnten zahllose Hits und auch ein paar Flops für Heimkonsolen, Computer und die Spielhalle. Große Namen wie Street Fighter, Mega Man oder Resident Evil dürften den meisten Zockern aller Alterstufen ein Begriff sein, aber auch Darkstalkers, Knights of the Round und Rival Schools gehen auf das prallgefüllte Lizenzkonto des Konzerns.

Wer rechnen kann, stellt fest, dass Capcom damit im Jahr 2013 schon dreißig Jahre jung geworden ist und anlässlich dieses Geburtstages veröffentlichten Brady Games, der DK Verlag und Capcom das Buch Capcom 30th Anniversary Character Encyclopedia.

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Data Discs Records – SEGA Soundtracks auf Vinyl

Vor allem in den letzten Jahren haben es viele Videospielesoundtracks auf analoge Musikmedien geschafft und auch das britische Label Data Discs trägt einen guten Teil zur analogen Archivierung digitaler Musik bei und hat sich auf Soundtracks von SEGA-Spielen spezialisiert.

In meine eigene Plattensammlung haben die beiden Soundtracks zu den Spielen Out Run und Streets of Rage Einzug gehalten. Alle Releases des Labels erscheinen auf unterschiedlich farbigem Vinyl in wechselnden Auflagehöhen, standartmäßig gibt es die Soundtracks immer auch auf klassischem, schwarzem Vinyl. Neben den heißen Scheiben enthalten die Schuber meist auch noch schön gemachte Goodies wie Kunstdrucke oder andere nette Details und Dreingaben. Die Releases sind keine Bootlegs, sondern offiziell von SEGA lizensierte Pressungen. Was die Pressungen taugen, erfahrt Ihr nach dem Klick und hier direkt im Video.

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Happy Birthday: Frogger

Kurz vor Ablauf des Jahres 2016 gilt es noch einem fantastischen Aracde-Klassiker zu huldigen der bereits am fünften Juni seinen 35ten Geburtstag feiern konnte. Frogger wurde von Konami entwickelt und kam 1981 durch SEGA in die weltweiten Spielhallen.

In den Folgejahren schaffte es der hüpfende Vierbeiner auch auf zahlreiche Heimkonsolen und Computer und wurde dutzendfach kopiert. Das simple Spielprinzip des Straße-Überquerens erfreute sich zum Beispiel am Atari VCS 2600 im heimischen Wohnzimmer der gleichen Beliebtheit wie in der Spielhalle. In den letzten zwanzig Jahren wurde immer wieder versucht, der Lizenz auf verschiedenen Konsolen neues Leben einzuhauchen, an die simple Brillanz des Originals konnten die Aufgüsse jedoch nie anschließen.

Herzlichen Glückwunsch zum fünfundreißigsten Geburtstag Frogger!

Frogger PIXELKITSCH

QIX / PIXELQUICKIE vol.27

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

In Gestalt einer Raute Linien über ein weißes Spielfeld ziehen und einem nervigen Zini von Spaß am Dienstag ausweichen – das klingt nicht unbedingt nach einem spannenden Spielkonzept, sondern eher nach einem mißlungenen Tripp. Qix aus dem Hause Taito wurde von Randy und Sandy Pfeiffer entwickelt und die scheinen weniger Bedenken gehabt zu haben, was die Zugkraft ihrer Spielidee angeht.

Auf dem Game Boy gibt es viele unscheinbare Titel, die wenig Beachtung finden und meist im Schatten von cartoonigeren und actionorientierteren Spielen stehen. Auch Qix ist so eine Software, die nicht unbedingt als erstes genannt wird, wenn es um Spaßgranaten auf Nintendos Batterie betriebenem Backstein geht. Ob der Titel eventuell etwas mehr Beachtung verdient hätte, erfahrt Ihr nach dem Klick im Review und natürlich hier direkt im Video!

Eure Aufgabe bei der Umsetzung aus dem Jahre 1990 ist es, als kleine Raute mindestens 75% des zu Beginn weißen Spielfeldes einzufärben und den Gegnern auszuweichen. Am Spielfeldrand tummeln sich diverse Funken, während die Spielfläche selber vom namensgebenden Qix beherrscht wird. Dieses aus Strichen bestehende Objekt versucht euch durch Kontakt mit euch oder der grade gezogenen Linie daran zu hindern, den Raum für euch zu gewinnen und kann nicht getötet werden. Dies geschieht entweder schnell mit geringem Punktegwinn oder langsam mit höherer Punktzahl. Gesteuert wird euer Objekt natürlich nicht wie am Automaten mit einem Trackball, sondern dem Steuerkreuz, sowie zur Temporegulierung den beiden Actionknöpfen.

Im weiteren Spielverlauf wird der Schwierigkeitsgrad ordentlich erhöht, das Tempo angezogen und ein weiterer Qix lauert euch auf. Was zu Beginn noch einfach wirkt, wird sehr schnell extrem fordernd, aber selten unfair. Zwischensequenzen erfreuen den Spieler mit kleinen Feuerwerken, je nachdem wie weit Ihr im Spiel bekommt, bringt euch Mario noch ein Ständchen zum Ableben. Die Game Boy Fassung hat zudem einen kleinen Linkmodus spendiert bekommen, bei dem abwechselnd um Punkte das Spielfeld erobert wird – für einen Runde zwischendurch ist der Modus durchaus zu gebrauchen.

Qix für Game Boy

Fazit: Trotz der drei Buchstaben im Namen ist Qix ganz sicher kein Triple-A-Titel auf dem Game Boy. Bei mir steht der ruhig inszenierte und dennoch hochspannende Strategie-Geschicklichkeitsmix hoch im Kurs. Grund dafür ist für mich neben dem tollen Coverartwork vor allem das bis heute recht unverbrauchte Spielprinzip, abseits von den sonst auf dem Game Boy üblichen Plattformern oder Puzzlern und die dezente, aber effektvolle Optik und der atmosphäre kühle Sound.

Qix für Game Boy