PIXELKITSCH Retrospektive 2018

Das Jahr 2018 liegt hinter uns und ich blicke zurück auf ein paar vollkommen subjektiv und undemokratisch ausgewählte Retrogaminghighlights. Bei mir wurde etwas weniger gezockt als in den vorherigen Jahren, aber dennoch durften einige Spiele in den Modulschacht oder ins Laufwerk der Konsolen wandern. Zudem konnte ich trotz meines geringen Outputs endlich auch die 200te Episode meiner Pixelkitsch-Videoreihe feiern und habe mich über meinen 500ten Abonnenten bei Instagram gefreut – Social Media ist eben doch geiler als das echte Leben. Neben vielen Umstrukturierungen in meinem Spielarchiv und dem Aussortieren zahlreicher Staubfänger aus allen Bereichen des sammelbaren Spektrums gab es natürlich auch ein paar schöne Neuzugänge.


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ATARI – Kunst und Design der Videospiele / Pressespiegel vol. 23

Als Freund des gedruckten Wortes und Anhänger klassischer Videospiele-Gazetten, freue ich mich, euch an dieser Stelle regelmäßig Einblicke in Presseerzeugnisse vergangener Tage bieten zu können. Zeitschriften und Bücher zum Thema Videospiele sollen hier im Pressespiegel beleuchtet werden.

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Freud und Leid lagen bei Besitzern eines Atari VCS 2600 in den frühen Achtzigern oft nah bei einander. Der Freude über ein neues Spiel mit aufregendem Coverartwork wich meist das Leid der Ernüchterung über die tatsächlich geringe Spieltiefe und das nüchterne Erscheinungsbild der Ingamegrafik. Talentierte Grafiker haben fabulös ausgestaltete Luftschlösser kreiert, die die Verkäufe im selben Maße ankurbelten, wie sie Hoffnungen zerstörten. Kunden des einstiegen Versandhausriesen Quelle kannten dieses Problem glücklicherweise nicht, hier sahen die Illustrationen auf den Verpackungen meist mindestens ähnlich gruselig aus wie die Spielgrafiken selber.

Das englischsprachige Buch Art of Atari aus dem Jahr 2016 von Tim Lapetino trägt diesen zum Teil fantastischen Illustrationen auf rund 350 Seiten Rechnung und widmet sich der Entstehung der handwerklichen Meisterstücke. Das Buch wurde nun nach längerer Vorarbeit vom Gameplan-Verlag in einer lokalisierten Fassung veröffentlicht und von den videospieljournalistischen Urgesteinen Stephan Freundorfer und Winnie Forster für den germanischen Retropöbel übersetzt. Für den deutschsprachigen Markt wurde der etwas sperrige, aber inhaltlich durchaus passende Titel ATARI – Kunst und Design der Videospiele gewählt.


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ATARI – Kunst und Design der Videospiele

Die Grenzen zwischen Kunst und Design verschwimmen vor allem in Illustrationen für Bücher, Kinoplakate oder Verpackungen immer wieder. Bis in die frühen neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts sind diese Gebrauchsgraphiken oft wahre Kunstwerke gewesen und auch im Videopsielsektor wurde eifrig gezeichnet, gekleckst und gepinselt.

Freunde des klassischen ATARI-Spielens haben entsprechend häufig im Einzelhandel vor dem Regal mit den bunten Verpackungen gestanden und sich von spektakulären Welten manipulieren und zu Hause von oft arg abstrakten Pixelsümpfen ernüchtern lassen. Das englischsprachige Buch Art of ATARI aus dem Jahr 2016 widmet sich diesen auffälligen Werbegrafiken, dem Übergang zwischen Kunst und Design und der historischen Einordnung in die bunte Welt des Videospielens. Der Autor Tim Lapetino hat hier einen herrlich bunten Wälzer mit mehr als 350 gut gefüllten Seiten geschaffen, der Freunde vom digitalen Spielen ebenso anspricht, wie Anhänger des feinen Pinselstrichs.

Nun hat sich der deutsche Gameplan-Verlag unter der Regie von Stephan Freundorfer und Winnie Forster dem Mammutprojekt angenommen, eine lokaliserte Fassung mit dem Titel ATARI – Kunst und Design der Videospiele für den deutschen Markt aufzubereiten. Das Buch soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2018 in den Buchläden stehen und kann derzeit noch vorbestellt werden. Mehr Infos gibt es natürlich auf der Webseite von Gameplan.

Ich freue mich schon, zur kalten Jahreszeit in dem eingedeutscheten Nachschlagewerk zu einem der spannendsten Themen zwischen Pixeln und Pinselstrichen ausgiebig schmökern zu können!

ATARI Kunst und Design