ATARI – Kunst und Design der Videospiele / Pressespiegel vol. 23

Als Freund des gedruckten Wortes und Anhänger klassischer Videospiele-Gazetten, freue ich mich, euch an dieser Stelle regelmäßig Einblicke in Presseerzeugnisse vergangener Tage bieten zu können. Zeitschriften und Bücher zum Thema Videospiele sollen hier im Pressespiegel beleuchtet werden.

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Freud und Leid lagen bei Besitzern eines Atari VCS 2600 in den frühen Achtzigern oft nah bei einander. Der Freude über ein neues Spiel mit aufregendem Coverartwork wich meist das Leid der Ernüchterung über die tatsächlich geringe Spieltiefe und das nüchterne Erscheinungsbild der Ingamegrafik. Talentierte Grafiker haben fabulös ausgestaltete Luftschlösser kreiert, die die Verkäufe im selben Maße ankurbelten, wie sie Hoffnungen zerstörten. Kunden des einstiegen Versandhausriesen Quelle kannten dieses Problem glücklicherweise nicht, hier sahen die Illustrationen auf den Verpackungen meist mindestens ähnlich gruselig aus wie die Spielgrafiken selber.

Das englischsprachige Buch Art of Atari aus dem Jahr 2016 von Tim Lapetino trägt diesen zum Teil fantastischen Illustrationen auf rund 350 Seiten Rechnung und widmet sich der Entstehung der handwerklichen Meisterstücke. Das Buch wurde nun nach längerer Vorarbeit vom Gameplan-Verlag in einer lokalisierten Fassung veröffentlicht und von den videospieljournalistischen Urgesteinen Stephan Freundorfer und Winnie Forster für den germanischen Retropöbel übersetzt. Für den deutschsprachigen Markt wurde der etwas sperrige, aber inhaltlich durchaus passende Titel ATARI – Kunst und Design der Videospiele gewählt.


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