200 mal pixeliger Videokitsch

Unnütze Hardware, Printmedien, Hausbesuche,  Veranstaltungen, Interviews, Merchandise, Pixeliges und Kitsch – auf meinem Youtube-Kanal haben sich seit 2010 gut 200 Videos von durchaus schwankender Qualität rund um das weitgefasste Feld des Retrospielens angesammelt.

Während für viele größere Youtuber 200 Videos in acht Jahren eher lächerlich klingen mögen, ist dies für mein nicht monetarisiertes Hobbyprojekt eine Hausnummer, die ich noch vor wenigen Jahren für abgehoben gehalten hatte. Da ich die Videos als Nebenschauplatz zum Projekt Pixelkitsch sehe und auch den Blog sowie die sozialen Kanäle wie Instagram oder Facebook mit Inhalten füttere, freue ich mich sehr, endlich diese Marke erreicht zu haben.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.57: Kiste oder Regal?

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Das Sammlen von Videospielen ist schwierig abzuschließen und fühlt sich an, wie ein dauerhafter Prozess von Umstrukturierungen, Verlagerungen und Umschichtungen – mit zocken hat das oftmals nicht mehr viel zu tun!

In den letzten Jahren ist es mir stets wichtig gewesen, möglichst viele Konsolen zugleich am Fernsehgerät angeschlossen zu haben. Es wäre ja gut möglich, dass ich spontan total Lust bekomme, Modul Nummer fünf (Mathematik 1) in den Schacht des Interton VC 4000 zu werfen und ein paar knifflige Hausaufgaben zu lösen. Alternativ hätte ich auch jahrelang die Chance gehabt, jederzeit eine Runde Cybermorph am Atari Jaguar oder die Fratzen des Bösen am Philips CD-I zu daddeln. Auch das Nintendo 64 und das Commodore Amiga CD32 standen zu jeder Tag- und Nachtzeit parat, um mich zu unterhalten und hatten nur darauf gewartet von mir mit Besuchern bei Bier und Chips bespielt zu werden.

Wie sich der geneigte mitlesende Nerd jedoch sicher denken kann, habe ich all diese Systeme natürlich kaum genutzt, obwohl ich sie wirklich für ihre Besonderheiten schätze – bis auf das N64, der Nebelwerfer steht hier tatsächlich nur der Vollständigkeit halber – und habe nun Nägel mit Köpfen gemacht.

Da ich mir zwar sicher bin, auch in Zukunft kaum mit den Konsolen zu zocken, mir aber die Option und Illusion erhalten möchte dies doch irgendwann tun zu können, habe ich eine für mich adäquate Lösung gefunden. Die Konsolen wurden mitsamt des passenden Zubehörs und dem Großteil der Spiele in formschöne Kisten eines schwedischen Wohnalptraums verpackt, die ich in der Sammlung gut stapeln kann und die mir so im Fall der Fälle sofort zur Verfügung stünden. Damit verweilen die famosen Daddelkisten zwar nicht mehr jederzeit spielbereit unter dem TV-Empfangsgerät, machen aber Platz für anderen sinnlosen Kram, YEAH!

N64 und Interton VC4000

Der Monat in Spielen: Mai 2015

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Im Wonnemonat Mai habe ich die sonnigen Stunden gut genutzt und reichlich in der heimischen Höhle gezockt. Als Neuankömmling in meiner Sammlung durfte der sehr unterdurchschnittliche Shooter Space Castle auf dem ebenfalls äußerst unterdurchschnittlichen Game Master-Handheld dran glauben. Sowohl Spiel, als auch Hardware sind nur etwas für ganz hartgesottene Handheldsammler mit Hang zur Selbstgeißelung. Ebenfalls nur ganz abgebrühte Zelda-Fans dürften wirklich Spaß am CD-i-Klassiker Link: Die Fratzen des Bösen haben. Mir persönlich hat die Action-Adventure-Gurke keine Freude bereitet und mich mit schlechter Kolisionsabfrage, kruder Levelarchitekter und kryptischen Instruktionen komplett abgeschreckt. Ein klein wenig besser hat mir der Arcade-inspirierte Lizenzspaß Hotel Mario für die Philips-Konsole gefallen. Im Akkord müsst Ihr auf mehreren Etagen Türen zuschlagen und vor Gumbas, Koopas und Wigglern fliehen. Die Steuerung und der hohe Schwierigkeitsgrad machen das Spiel aber nach einiger Zeit dennoch arg frustig und langweilig, die tolle Musik kann daran leider nicht mehr viel ändern. Ebenfalls im Mai konnte ich nun auch das erste mal Hand an den Plattformer Flink für das Mega Drive legen. Der Hüpfer sieht ganz fantastisch aus und bietet schöne Rätselelemente. Die Steuerung ist mir jedoch auch hier ein wenig zu träge gewesen, dennoch werde ich dem Spiel aber sicherlich noch mehr Zeit widmen. Nach längerer Zeit habe ich auch dem Kinect-System auf der XBox 360 eine zweite Chance gegeben. Bei Star Wars Kinect habe ich mich mit der Macht vertraut gemacht, die Rebellen verteidigt und gegen das Imperium gekämpft. Die Atmosphäre ist wirklich schön eingefangen und die Bewegungssteuerung geht zumindest in den meisten Fällen gut von der Hand. Leider trüben zu wenig Licht und Platz im Spielezimmer das Vergnügen doch ganz erheblich und Stellen an denen man zum Springen gezwungen wird, sind den Nachbarn dann dann auch eher weniger zuzumuten. Den Monatsabschluss machte bei mir erneut LEGO Herr der Ringe, welches ich nun endlich zu Ende gebracht habe. Nach wie vor ist der Tolkien-Ableger eines der atmosphärisch dichtesten LEGO-Spiele und vor allem mit dem dem Open-World-Ansatz auch längerfristig ordentlich motivierend.

PIXELKITSCH Mai 2015

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.25: Cola, Cartridges und Kollegen

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Es gibt viele Konsolen mit denen man gesellige Zockabende verbindet, das Philips G7000 findet jedoch selten Erwähnung. Auch ohne Bomberman, Mario Kart und Goldeneye lässt es sich auf der Konsole mit Heimcomputer-Anmutung dennoch ganz vortrefflich in Gesellschaft zocken. Mit einem Kumpel, Cola und Knabberkram habe ich einen G7000-Abend durchgezockt und hier ein paar kleine Highlights für die Philips-Konsole zum nachspielen für euch zusammen gefasst:

01 Autorennen
Aus der Draufsicht weichen wir abwechselnd entgegen kommenden Fahrzeugen aus und versuchen im Zeitlimit möglichst wenige Unfälle zu bauen. Im zweiten Spielmodus beharken wir uns zu zweit gleichzeitig wie bei Micro Machines und weisen freuen uns über häufige Crashs. Defintiv trotz simpler Technik eines der besseren G7000-Spiele!
04 See- und Luftkrieg / Panzerschlacht
Grandiose Duelle im Zweispielermodus mit Luft-Seekämpfen und einem netten Combat-Klon. Ebenfalls eines der zwar simpleren aber besser zu spielenden Spiele für das graue System.
06 Bowling / Basketball
Beim Bowling langweilen wir uns sieben Würfe lang über ödes Gameplay und geben schnell der Korbleger-Simulation den Vorzug. Hier ist die Freude über alberne Ballphysik und mangelnde Ballwechsel riesig, spielerisch ist das aber ziemlich mau!
08 Baseball
Ebenfalls eine positive Überraschung ist das adäquat umgesetzte Baseball, das mit erstaunlich korrekten Baseballregeln überzeugt. Dank meines Kumpels, der das Regelwerk beherrscht auch eine grandiose Bereicherung der G7000-Sammlung!
14 Revolverhelden
Sehr spaßiges Duellspiel mit herrlich hampeligen Animationen der Spielersprites. Spielt sich ebenfalls ein wenig wie ein buntes Combat im Westernsetting.
20 Burgenschlacht
Auf gewisse Art und Weise kann die extrem primitve Steinschleuderschlacht tatsächlich Spaß machen. Mit nur einer Stickbewegung den Gegner zu plätten bringt einfach Laune.
38 Supermampfer
Sehr nett gemachter Pac-Man-Klon der zumindest die Heimversion auf dem Atari 2600 auf jeden Fall alt aussehen lässt. Grafisch und spielerisch sehr schön inszeniert und präzise zu steuern. Leider jedoch nicht zu zweit, bzw. nur abwechselnd zu spielen und deshalb nur bedingt Multiplayer-tauglich.

Sind mir eventuell bislang Highlights entgangen? Was sollte ich noch unbedingt mal anspielen? Ich freue mich auf Anregungen! 🙂

G7000

Schlecker Trash-TV auf dem CD-i

Das CD-i aus dem Traditionshaus Philips wird wohl auf ewig für mich ein wenig spielbares, aber dennoch sehr lustiges Stück Hardware bleiben. Um ihm zumindest noch den Nutzen eines Standart CD-Players abzutrotzen, habe ich mir endlich eine Version mit Frontlader ins Heim geholt. Das Gerät kam nackig für schmale 8 Euro inklusive Porto zu mir und ohne Erwartungen öffnete ich das Laufwerk. Zu meiner großen Entzückung entdeckte ich darin eine Video-CD der in Frieden ruhenden Drogeriemarktkette Schlecker aus dem Jahre 2002. Zu dem Zeitpunkt war das Gerät eigentlich schon längst von Philips eingestampft worden, aber ganz offensichtlich ist die Hardware für Vorführzwecke noch gut genug gewesen. Das Video ist vollgepackt mit doofen Verkaufssendungen und individualisierter Werbung und ein fantastischer Spaß für Trash-Freunde. Ich wusste zwar von der ausgiebigen Nutzung der Konsole in Fahrschulen, in Drogermärkten hätte ich das Gerät aber nicht vermutet! Ob wohl noch bis heute ein paar Philips-Konsolen in Baumärkten, Verkaufsdisplays oder Fahrschulen ihren Dienst verrichten? Durch solche Kuriositäten wächst mir die Hardware auf jeden Fall immer mehr ans Herz 🙂

CD-i Schlecker