Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.55: Goodbye C64

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Wie viele andere Kinder Achtziger auch, hatte ich dereinst viel Freude am C64 und durfte eben diesen Rechner meinen ersten eigenen Heimcomputer nennen. Mein damaliger Brotkasten war wohl eine Mischanschaffung aus Taschengeld, Erspartem und elterlichem Zuschuss. Das Argument, man würde ja nicht nur damit spielen, sondern auch den Umgang mit Computern lernen, zog sicherlich sehr gut bei meiner Familie.

Meiner Erinnerung nach durfte der Rechenknecht nicht übermäßig lange bei mir verweilen und wurde alsbald durch den Amiga 500 ersetzt. Bereits damals zeichnete sich wohl meine latente Ungeduld bei Ladezeiten ab und es war zu erkennen, dass ich eher der Plug and Play-Typ bin, als Hybrid aus Konsole und Heimcomputer hatte ich mit dem Amiga 500 tatsächlich noch wesentlich mehr Vergüngen als mit dem Commodore 64.

Die Erinnerungen sind in der Zwischenzeit natürlich etwas verblasst und  so wurde 2014 wieder ein C64 ins Archiv geholt um der angeblich guten, alten Zeit noch einmal habhaft werden zu können. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2018 und ich bin mit Datasatte, einer handvoll Modulen und einem Floppydrive gut ausgestattet gewesen, allerdings wurde der Rechenknecht nur selten aus seiner Box geholt. In den vergangenen vier Jahren habe ich das Gerät geschätzte vier mal angeschlossen und mich daran erquickt – das ist tatsächlich eine dürftige Bilanz. Für das Regal ist mir das Gerät am Ende einfach nicht hübsch genug und nicht ohne Trauer habe ich mich nun zum zweiten mal in meinem Leben vom Commodore 64 getrennt. Als Trost bleibt mir, dass ich den Cevi in guten Händen weiß und der neue Besitzer sicher mehr Zeit damit verbringen wird.

Ich bin gespannt, ob es mein letzter C64 gewesen sein wird…

Commodore 64

Unnützes Videospielwissen vol.63: Rambo-Karaoke

Es gibt Dinge, die braucht man nicht zu wissen, schaden aber auch nicht, wenn man sie mit sich rumträgt. In den Nerd-Facts gibt es bereits seit 2009 Videospielwissen, das niemand braucht, damit ist die Rubrik auf PIXELKITSCH selber schon fast Retro!

FAKT-EMBLEMIn der Heimcomputerversoftung des Actionkrachers Rambo: Firstblood part 2 aus dem Jahre 1986 geht es grob an der Handlung der Filmvorlage orientiert ordentlich zur Sache. Das Spiel aus dem Hause Ocean bietet neben der Daueraction zudem ein hörenswert komponierten Soundtrack, der die grobe Optik aus heutiger Sicht klar aussticht. Als großartiges Easteregg hat Mister Galway zudem einen waschechten Morsecode in die Titelmelodie implementiert. Er enthält zwar ein paar kleine Fehler, aber wer den Code auflöst, bekommt die Credits des Teams hinter dem Spiel kredenzt.

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B E L L B A R N A (Bill Barna)

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D A V E D C O L L E E R (David Collier)

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M A R T E N G A L W A Y (Martin Galway)

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T O N Y P O M F R E T (Tony Pomfret)

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S T E V E W A H E D (Steve Wahid)

Rambo Sprite

PIXELKITSCH – Retrospektive 2014

Pixelkitsch Retrospektive 2014

Das Jahr 2014 geht seinem Ende entgegen und es wird Zeit für einen kleinen Rückblick auf ein verspieltes Jahr. Mich haben dabei vor allem Dark Souls auf der XBox 360 und Laufrythmus DS begeleitet. Ersteres wegen seiner wirklich fesselnd simplen Spielmechanik und Atmosphäre, letzteres wegen der einfachen Handhabung und der Tatsache, dass ich das Spiel spielen kann ohne wirklich zu spielen! 😀
Ansonsten gab es dieses Jahr einige Geburtstage, die Erwähnung finden müssen: Fable wurde zehn Jahre, Elite dreißig und Asteroids sogar schon 35 Jahre jung. Weniger erfreulich ist der Tod von Ralph Baer, dem Großvater des modernen Videospiels, der im Dezember im Alter von 92 Jahren verstarb. Auf Seiten der Anschaffungen habe ich mich dieses Jahr vor allem über meinen „neuen“ C64 und einen Schneider CPC 464 gefreut, womit auch ich nun wieder ein klein wenig näher an die Heimcomputer herangerückt bin. Was waren denn eure Highlights dieses Jahr? 🙂

Happy Birthday: Elite

Dreißig Jahre wird das Weltraum-Epos Elite heute alt, Grund genug, Ian Bell und David Braben herzlich zu ihrem Klassiker zu gratulieren. Das Space-Abenteuer erfreut sich damals wie heute einer lebendigen Fangemeinde die nun schon seit drei Jahrzenten schurkische Weltraumpiraten abknallt, interstellaren Handel betreibt und den schier endlosen dunklen Raum erkundet. Dabei hat sich Commander Jameson vom Ursprungssystem BBC Micro auch tief in die Dimensionen weiterer Heimcomputer wie den Commodore 64 und sogar auf das NES gewagt. Ich selber habe leider nie den Weg in das Cockpit der Cobra Mark 3 gewagt, sollte dies aber spätestens jetzt zum Geburtstag wohl endlich einmal nachholen!
Also Elite, herzlichen Glückwunsch zu dreißig Jahren Weltraumpiraterie! 🙂

ELITE Illustration

Load: Brain / oder was ist ein C64?

Als Kind war er mein erster eigener Heimcomputer, er bereitete mir viele Stunden voller Spielspaß sowie einige Wartezeit an der Datasette und sollte sich rückblickend als prägender Einstieg in ein lebensbegleitendes Hobby erweisen. Der Commodore 64 war damals jedoch nicht lange in meinem Besitz, nach rund einem Jahr wurde er bereits durch einen verheißungsvollen Amiga 500 ersetzt und meine Erinnerungen an den Brotkasten sind daher arg verschwommen. Fast 25 Jahre später wollte ich nun eine kleine Rückkehr zum Spaß verheißenden 64er machen, musste jedoch feststellen, dass all meine damaligen Kenntnisse um das Gerät verschwunden zu sein scheinen. Die kürzlich von mir erworbene Hardware kommt beinahe nackt wie die Fabrik sie schuf zu mir nach Hause, nur gekleidet in Styropor und etwas Karton, jedoch ohne Anleitungen, Floppydrive, Programmen oder Datasette. Ein kurzer Test mit einem Antennenkabel hat immerhin ergeben, dass sich der graue Kasten durchaus bemüht ein wunderbar blaues Bild auf den Schirm zu zaubern, es fehlt nur die passende Software oder generell ein Abspielgerät für Speichermedien. Zudem fand sich in der Verpackung ein schwarzes Modul, welches sich offenbar im User Port sehr wohl fühlt, dessen Funktion mir aber unbekannt ist. Ebenfalls mysteriös erscheint mir die Shift Lock Taste, welche als einzige nicht vergilbt ist und der Videostecker-Adapter, der sich mit einem S-Videokabel nicht zu vertragen scheint.
Welche Abspielgerät sollte ich mir nun also zulegen, eine Datasette, ein Floppydrive, die Cartridges für den Modulslot oder doch direkt der Einfachheit halber ein SD-Kartenleser? Warum ist die Shift Lock Taste weiß, hat sie ein bastelwütiger Zwerg ausgetauscht oder vergilben Shift Lock Tasten bedingt durch göttliche Fügung einfach nicht? Und was ist dies für ein nebulöses Modul mit dem roten Schalter, lässt sich damit eventuell mit sofortiger Wirkung der Weltfrieden einleiten?
Über Antworten, Tipps und Hilfestellungen würde ich mich sehr freuen, haut in die Tasten! 😉

C64-Start-up-Mockup