Fünf Freunde #36: USA USA USA

In Der Rubrik Fünf Freunde werden an dieser Stelle zukünfitg zu verschiedenen Themen jeweils fünf Spiele vorgestellt. Thematisch sortiert bringe ich euch hier hin und wieder fünf Empfehlungen, die euren Alltag verschönern oder verändern sollen.

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Fünf Freunde: USA USA USA
Genau wie Homer Simpson sind viele Menschen auf dieser schönen weiten Welt große Anhänger der fünfzig Vereinigten Staaten von Amerika. Auch wenn ich kein uneingeschränkter Anhänger dieser dominanten, föderalen Republik bin, so hat dieses Land doch ein paar wirklich vorbildlich patriotische Videospiele hervorgebracht. Passend zum Unabhängigkeitstag heute am vierten Juli gibt es fünf Tipps für Freunde echt amerikanischen Videospielspaßes.

Independence Day / Playstation, PC und Saturn
Genauso durchschnittlich wie der überfrachtete Kinokracher selben Namens aus dem Jahr 1996 ist auch die Versoftung aus dem Hause Fox Interactive. Der 3D-Fugshooter spielt sich aus heutiger Sicht noch weniger gut als bei Release und bietet vor allem eines: Langeweile.

California Games / Multiplattform
Kalifornien ist genauso wenig exemplarisch für die USA, wie Bayern für Deutschland. Bei Epyx´ Sportspielsammlung aus dem Jahr 1987 schnuppern wir trotzdem den Duft der Freiheit und erquicken uns an der bunten Grafik. Mein persönlicher Favorit unter den Disziplinen ist bis heute das Footbag- oder Hacky-Sack-Spiel in der Master System Fassung und damit eines der wenigen Sportspiele in meiner Sammlung.

Custer´s Revenge / Atari 2600
Die Unabhängigkeit der Amerikaner und die Abspaltung vom britischen Königshaus lässt sich kaum besser begehen als mit einem Spiel, in dem man als George Armstrong Custer Frauen indianischer Asbtammung vergewaltigen muss. Das Spiel ist inhaltlich an Geschmacklosigkeit kaum zu unterbieten und dürfte jedem aufgeklärten Amerikaner hoffentlich die Schamesröte ins Gesicht treiben.

Cruis´n USA / Arcade, N64
Arcaderacer sind immer für eine Runde gut und so wissen auch der Midway-Raser Cruis´n USA und seine Heimumsetzung auf dem N64 bis heute durchaus zu unterhalten. Die Umgebungen orientieren sich dabei stark an geografischen Vorlagen aus den Staaten, übermäßige Genauigkeit bei der Streckenplanung sollte der Spieler hier aber lieber nicht erwarten.

Fallout 3 / PC, XBox 360 und PS3
Für mich findet sich in fast jeder Highlight-Liste ein Platz für den Bethesda-RPG-Shooter aus dem Jahr 2008. Selten zeigen sich die USA so von ihrer strahlenden Seite wie in diesem postapokalyptischen Meisterwerk. Ihr durchstreift im Jahr 2277 die atomar versuchte Innenstadt und das Umland von Washington D.C, grillt Mutanten, legt euch mit durchgeknallten Raidern an und helft NPCs beim Überleben. Mit einer frischen Nuka Cola auf die USA anstoßen ist doch immer noch der beste Weg, die Unabhängigkeit zu feiern.

Unabhängigkeitstag Illustration

Fallout Helau

Im Rheinland sieht die närrische Meute ihrem Höhepunkt entgegen, Altweiber und Rosenmontag ziehen wie jedes Jahr hunderttausende Jecken in die Hochburgen Köln und Düsseldorf um sich mehr oder minder kreativ zu verkleiden und Unmengen flüssige Nahrung zu vernichten. Auch im Hause PIXELKITSCH wird traditionell dem bunten Treiben gefröhnt und mindestens ein frisches Kostüm gehört jedes Jahr zum Pflichtprogramm.

Bereits 2016 wollte ich mit einem schniecken Jumpsuit aus dem Fallout-Vault glänzen, organsistorische Gründe haben mir jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dieses Jahr wurde nun endlich ein blauer Arbeitsoverall ein wenig umgenäht und mit diversen Elementen straßentauglich gemacht. Meine Vorfreude, den Vault 106 endlich verlassen zu dürfen und das karnevalistische Ödland zu erkunden ist riesig.

Ich wehre mich ja gerne gegen die Cosplay-Schublade, für mich ist es einfach ein auf einem Videospiel basierendes Karnevalskostüm. Verkleidet Ihr euch auch an Karneval oder Fasching, habt Ihr gar ein Game bezogenes Kostüm in petto?

Fallout Cosplay

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.4

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Die Gattung der Sandboxspiele hat in den letzten Jahren sonderbare und zugleich fantastische Blüten getrieben und Wurzeln in vielen anderen Genres geschlagen. In postapokalyptischen Gefilden haben wir Mutanten getötet, in Fantasywelten Trolle geprügelt und in Großstädten Verbrecher umgenietet. Wir haben Autos geknackt, Truhen geöffnet und Bunker erforscht, Diktatoren gestürzt, Könige entthront und Gangsterbosse entmachtet. Spiele wie Fallout 3, Oblivion, Just Cause 2 oder GTA 4 haben uns Freiheiten gegeben, ohne die andere Spiele fast unweigerlich schlauchig und langweilig wirken. Bietet ein Spiel heute weniger als die totale Kontrolle über das gesamte Spielterrain und nimmt mich zu sehr an die Hand, fühle ich mich gegängelt und eingeengt. Nicht gegängelt aber etwas im Stich gelassen fühlte ich mich zuletzt bei Risen 2, dass mich mit schöner Piratenkulisse und stimmiger Atmosphäre gut vierzig Stunden fesseln konnte. Dann war jedoch recht plötzlich alles entdeckt, jede Mission gelöst und jeder Gegner getötet. Selbst die kostenpflichtigen Add-ons wirkten nur wie Placebos und konnten den Tod des Spielspaßes nur wenige Momente hinaus zögern. Ich muss sagen, hier hat das Spiel für mich versagt und das Prinzip der ultimativen Freiheit leider verfehlt. Oder bin ich, geprägt durch besser Vertreter des Genres, mittlerweile nicht mehr in der Lage das Ende eines Spieles zu akzeptieren? Muss es wirklich immer weiter gehen? Ich bin verwirrt, Ihr auch?