23. Retrobröse im Ruhrgebiet – das Fazit

Am 26ten Mai 2018 fand bereits zum 23ten mal die Retrobörse im Ruhrgebiet statt – zu diesem Termin erneut im Zentrum Altenberg in Oberhausen.

Dank der sommerlichen Temperaturen und der Pfingstferien ist es bei der Börse etwas weniger wuselig gewesen als gewohnt und zumindest in Halle zwei war die meiste Zeit genug Platz zum gucken. Heiß genug ist es in der Veranstaltungshalle aber dennoch geworden und der ein oder andere Aufguss hat die Massen zum schwitzen gebracht. Neben den Standards für Nintendo, SEGA und Atari fanden sich auch ein paar Exoten auf der Börse. Spiele für das Interton VC4000-verwandte Rowtron T.C.S. waren ebenso zu finden wie ein recht komplett anmutendes Odyssey-System.

Für mich persönlich gab es tatsächlich nur ein paar Kleinigkeiten, da ich aber inzwischen ohnehin nur noch wegen der netten Fachsimpeleien auf die Börse fahre, bin ich damit vollkommen zufrieden!

Die nächste Retrobörse im Ruhrgebiet findet wieder im Falkenheim in Bochum statt, alle anderen Börsentermine findet Ihr auf der offiziellen Webseite.

Retrobörse Oberhausen

PIXELKITSCH RETROFLASH 212: In China kopieren sie Enten

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

In China essen sie nicht nur Hunde, sondern sie machen auch skurrile Kopien von Produkten aller Art. Vor allem Videospiele hat es bei der Produktpiraterie zum Teil hart getroffen und ich freue mich immer, wenn hier seltsame Exemplare in meine Sammlung kommen.

Bei vorliegendem Exemplar bin ich mir fast nicht sicher, welches das Original sein könnte. Duck Tales für das NES aus dem Hause Capcom hat hier eine hervorragende Famicom-Kopie erhalten und glänzt mit tollem Artwork, stilvoller Typografie und stimmungsvoller Bildkomposition.

Vielen Dank an den Schöpfer im fernen und mysteriösen Asien für dieses grafische Meisterwerk. Ich muss jetzt los, Ente süßsauer essen.

Ducktales NES

 

PIXELKITSCH RETROFLASH 203: Nintendo Quest

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Seit ein paar Tagen findet sich die deutsche Übersetzung des Films Nintendo Quest in der Bibliothek von Amazon Prime. Da ich den Film zwar in den letzten Monaten zwar schon wahrgenommen aber noch nicht gesehen habe, musste ich dem Film nun natürlich eine Chance geben, auch wenn meine Erwartungen recht gering gewesen sind.

Jay Bartlett ist ein knapp 30-jähriger kanadischer Videospielsammler mit Vorliebe für schrabbelige Gitarrenmusik und bekommt von seinem besten Freund die Aufgabe, in 30 Tagen alle in Nordamerika offiziell veröffentlichten 678 NES-Spiele als loses Modul zu kaufen ohne das Internet zu nutzen. Die Dokumentation begleitet nun also besagten Jay bei seiner Suche nach den Spielen in diversen Videospielläden und bei Sammlern im Norden Amerikas. Der Zuschauer wird Zeuge zäher Verhandlungen, netter Tauschaktionen und einiger Rückschläge bei Jays Sammelvorhaben. Zwischendurch gibt es ein paar Fakten zu den Spielen und sentimentale Schnippsel des Jägers und seines Umfelds.

Der Film geht gut 90 Minuten und verlässt leider kaum das Niveau einer durchschnittlichen Youtube-Retro-Dokumentation. Hier waren die Ambitionen der Filmmacher auf jeden Fall größer als ihre Fähigkeiten, eine abendfüllende und packend inszenierte Dokumentation auf die wackeligen Beine zu stellen. Dennoch ist der Film kein Totalausfall, ein paar nette Anekdoten und Einblicke in private Sammlungen heben den Film ganz knapp über das gewohnte Youtube-Mittelmaß. Wer einen Pausenfüller zwischen neuen Episoden von Game Sack und dem AVGN sucht, wird hier einen netten Snack finden.

Anmerkung des nicht enttäuschten, aber auch nicht begeisterten Autors dieser Zeilen:
Ein echter Pluspunkt des Films ist für mich, dass kaum Preise für die Spiele genannt werden – der Film hat so sicher eine höhere Halbwertzeit und weniger Leute kommen auf die Idee, astronomische Summen für Ihre NES-Multimodule mit Mario Bros zu verlangen.

Bucky O’Hare / Zack Bleep Bumm #2

In der Rubrik Zack Bleep Bumm widmet sich PIXELKITSCH den spielgewordenen Comics und Cartoons auf unterschiedlichen retroaktiven Konsolen und Handhelds!

Zack Bleep Bumm Emblem

Lizenzvideospiele gibt es auf dem Nintendo Entertainment System in rauhen Mengen. Ein Großteil davon ist der absolute Ramsch, einige brauchbare Spiele finden sich darunter und nur wenige Titel sind auch abseits der Lizenz als Spiel zu gebrauchen. Eine löbliche Ausnahme stellte hier die Versoftung des Comic- und Cartoon-Helden Bucky O’Hare für das NES dar.

Der grüne Weltraumhase Bucky O’Hare erblickte 1984 im Continuity Comics Verlag das Licht der Sprechblasenwelt und wurde von Larry Hama und Michael Golden entwickelt. Zusammen mit seinem Team aus tierischen Spezialisten bekämpft der Karottennascher das böse Imperium der Kröten, welche vom Computersystem KOMPLEX gehirngewaschen wurden. Unterstützung bekommt der langohrige Raumschiffpilot dabei unter anderem vom menschlichen Jungen Willy DuWitt, der vierarmigen Augenklappenente Deadeye Duck und dem Roboter Blinky.

1991 wurde die Comicreihe als Cartoonserie über 13 Episoden ins TV gebracht, in Deutschland wurde die kompakte Serie im Jahr 1992 bei Sat 1 ausgestrahlt. Die Serie ist in sich geschlossen und heute auf DVD erhältlich. Der Cartoon ist sehr actionorientiert und effektvoll inszeniert, großartig ist auch die treibende Titelmusik. Zusätzlich hat man es sich natürlich nicht nehmen lassen, das Franchise weiter auszuschlachten und Actionfiguren auf den Markt zu werfen. Die Figuren von Hasbro orientieren sich sehr gut an der Vorlage und sind heute überraschend günstig auf dem Gebrauchtmarkt zu schießen. Wie damals üblich durften natürlich auch Versoftungen nicht fehlen und so erschienen von Entwickler Konami je ein Spiel in der Spielhalle und eines für das NES, welches wir uns im Folgenden einmal näher anschauen.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.39: Piratenspaß aus China

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Spiele als Originale zu horten kann eine Mammutaufgabe und Last sein. Die Titel wollen archiviert, gelagert und gezockt werden. In den Achtzigern waren mir Originale noch nicht so wichtig, eine kopierte Diskette vom Schulhof hat gereicht, mich stundenlang mit James Pond an den Amiga 500 zu fesseln. Zwar habe ich damals durchaus auch ein paar Originale besessen, das waren aber zumeist Budgettitel oder Spiele ohne Verpackung. Erst in den frühen Neunzigern habe ich dann mehr darauf geachtet, Spiele immer Original mit Box und Anleitung zu besitzen, bis heute lege ich bei den meisten Systemen durchaus Wert auf einen kompletten Zustand.

Dennoch hege ich eine große Leidenschaft für die vor allem beim Game Boy und Famicom stark verbreiteten Chinapiratenmodule. Hinter den phantastischen Multimodulen mit klangvollen Namen wie 99999 in 1, Gear 23 in 1 oder auch Multi 4 in 1 verbergen sich vermeintlich endlos gefüllte Schatztruhen mit spielbarem Gold. Die Ernüchterung ist oft groß wenn man nach dem Einschalten feststellt, dass statt der angepriesenen Hundertschaft an Spielen oft nur ein Dutzend Titel tatsächlich zur Verüfung steht. Spiele erhalten im Menü neue Namen um Masse vorzutäuschen und aus Super Mario Land wird plötzlich Super Jump Land oder Mario Land Extra.

Zwischendrin verstecken sich vor allem bei den Klonmodulen für das Famicom trotzdem manchmal echt interessante Titel. Zwischen all den dreist kopierten Originalen finden sich hin und wieder spannende Hacks, seltenere Titel oder schlicht Spiele, die nie den westlichen Markt erreicht haben. Vor allem auf Trödelmärkten lassen sich die kleinen Lizenzräubereien immer wieder für wenige Euro auftreiben, zwischendurch wandern diese bei mir entsprechend flott in meine Sammlung. Vor allem am Game Boy dürfen die Piratenmodule dann ab und an für eine heitere Stunde sorgen. Aus meiner Sicht sind diese Module einfach Teil des industriell geprägten Hobbies Videospiel und immer auch ein spannendes Zeugnis von chinesischem Geschäftssinn.

Bereits vor einige Zeit hatte ich die Seite schon mal vorgestellt, möchte aber dennoch noch einmal JensMas Bibliothek für Piratenmodule hervorheben wo sich einzelne Titel auf Multimodulen finden lassen. Viel Spaß als beim Stöbern und Zocken im Piratenparadies.

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