Slider aka Skweek / PIXELQUICKIE vol.39

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Slider/Skweek – Game Gear – 1991 – Loriciel/Victor

Was 1989 auf Heimcomputern mit dem bizarr aussehenden Fellknäuel Skweek in Frankreich begann, wanderte als verniedlichte Form nach Japan und wieder zurück in den Westen mit einem aggressiv dreinblickenden Critterverschnitt in sonnigem Zitronengelb, der für die verwirrten Europäer und Amis trotz seiner ohnehin westlichen Herkunft in Slider umbenannt wurde. Auf dem Lynx durfte das Spiel im selben Jahr weiterhin seinen ursprünglichen Namen Super Skweek (tatsächlich die Fortsetzung von Skweek) behalten, eventuell gab es hier lizenzrechtliche Probleme.

Das Spiel stammt ursprünglich aus dem Hause Loriciel und wurde auf zahlreichen Systemen um- und fortgesetzt, vertrieben wurde es ursprünglich von Infogrames. Die kompakte Game Gear-Version erblickte 1991 das Licht der pixeligen Welt und wurde in Japan von der Firma Victor Musical Industries für das energiehungrige SEGA-Handheld umgesetzt und auch die PC-Engine bekam einen Port spendiert.

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Der Monat in Spielen: August 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Nur wenig gezockt wurde bei PIXELKITSCH im Monat August 2018 und auch die Qualität der Spielauswahl war nicht unbedingt berauschend.

Am Game Boy stand das für mich persönlich recht exotische Family Jockey aus dem Hause Namco auf dem Spielplan. Die Pferderennsimulation aus dem Jahr 1991 wurde nur in Japan veröffentlicht und glänzt entsprechend mit unverständlichen Menüs und Optionen. Dennoch lässt sich das relativ simple Pixelpferdetreten gut spielen und schnell stellen sich erste Erfolge ein. Der Gaul will Ausdauer schonend zum Sieg gepeitscht werden und springt auf Befehl über Hindernisse. Rempelnde Gegner wollen verdrängt werden, dem Sieger der kurzen Rennen winken Ruhm Ehre. Für eine gute halbe Stunde ein echt netter Spaß, danach wird das Spiel aber doch recht eintönig.

An meinem kürzlich neu erhaltenen roten Game Gear mussten natürlich auch Spiele getestet werden. Hierzu mussten zwei Titel herhalten, beide von eher mäßiger Qualität. Den Anfang machte das zweite Solospiel von Fuchs Tails auf dem tragbaren SEGA-System mit dem Titel Tails Sky Patrol. Während der erste Ausflug vom fliegenden Raubtier noch ein wirklich spaßiger Plattformer mit Adventure-Elementen gewesen ist, kann diese Luftnummer auf fast ganzer Linie erfolgreich enttäuschen. Mit unseren zwei Schwänzen fliegen wir in geradlinigen Stages von A nach B und sammeln unterwegs Ringe ein – das ist alles. Grafisch ist das durchaus ansprechend gemacht, spielerisch aber arg langweilig, wenn auch durchaus fordernd. Für´s Archiv ein netter Titel, aber sicher nichts für ausgedehnte Daddelsessions.

Etwas besser hat mir nach einer Eingewöhnung das denglisch betitelte Out Run Europa gefallen. Wie ein echtes Out Run spielt es sich nicht, es fühlt sich mehr wie ein simples Need for Speed oder Chase HQ an. Der Schwierigkeitsgrad ist durchaus hoch, das Auswendiglernen der Strecken und Platzierungen von Extras hilft aber ungemein. Insgesamt sicher kein Totalausfall aber auch nicht unbedingt ein krönender Abschluss für diesen eher mauen Spielemonat!

PIXELKITSCH Spielemonat September 2018

Magic Knight Rayearth Game Gear

Leser dieses rückwärtsgewandten Blogs wissen sicher bereits, dass der Game Gear von SEGA einen ganz besonderen Platz in meinem verpixelten Herzen inne hat.

Neben den im letzten Jahr erworbenen bunten Varianten des Gerätes in gelb und hellblau durfte meine Sammlung nun um eine ganz besondere Edition erweitert werden. Zum Manga Magic Knight Rayearth aus dem Clamp-Camp erschienen nicht zwei Spiele für SEGAs Handheld, sondern auch eine rote Gehäusevariante mit passendem Labelprint. Der Game Gear ist ansonsten technisch natürlich identisch mit dem klassisch schwarzen Basismodel und kann nichts anderes auffälliges, außer sehr gut auszusehen!

Das schönste am Model im leuchtenden Signalrot ist jedoch für mich der Preis gewesen. Vollkommen überraschend und anscheinend ohne großen Grund habe ich die tolle Edition geschenkt bekommen. Mit dem User Glalaxy aus dem circuit-board hatte ich zuvor schon häufig geschrieben und gehandelt, aus heiterem Himmel hat er mir aber das limiterte Zeitzeugnis aus den Neunzigern per Paket geschenkt! Einfach so! Ich bin (fast) sprachlos und freue mich sehr über den sensationellen Neuzugang in meiner Sammlung!

Vielen Dank Glalaxy für das schöne Sammlerstück! 🙂

Magic Knight Rayearth Game Gear

Der Monat in Spielen: Juni 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Auch wenn ich mir Anfang des Jahres noch vorgenommen hatte, weniger Lizenzschrott zu zocken, habe ich mich im heißen Juni auf´s pixelige Glatteis gewagt.

Den Anfang machte bei mir die Versoftung der Öko-Cartoonserie Captain Planet für das geschundene Mega Drive. Die Konsole wird mir diesen Ausflug auf die Lizenzmüllhalde wohl nicht verzeihen, ich wollte dem Titel aber schon länger mal eine Chance geben. Da kaufe ich mir doch lieber eine Bionade mit Kompostgeschmack…

Für den Game Gear stand die Filmumsetzung zur Peter Pan-Fortsetzung Hook auf dem Spielplan, welche ich kürzlich in Box geschenkt bekommen habe – darauf habe ich 25 Jahre gewartet. Die Grafik ist durchaus solide und das Spiel hat gute Ansätze, krankt jedoch etwas am stellenweise recht unfairen Schwierigkeitsgrad. Mit der tollen Lizenz wäre sicher mehr drin gewesen, der Game Gear hat hier jedoch leider einen recht unfertig wirkenden Port der Lizenz von Sony spendiert bekommen.

Die Spiele des Monats Juni wurden von Titel zu Titel besser und mit der kompakten Arcade-Portiertung von Ms. Pac-Man habe ich auf dem Game Boy viel Vergnügen gehabt. Trotzdem der Bildschirm hier im Gegensatz zum Automaten scrollt, geht die Übersicht über die zu sammelnden Pillen nicht komplett verloren und das Spielgeschehen bleibt angenehm überschaubar. Technisch ist die Tablettenjagd unspektakulär, aber für eine Runde zwischendurch wunderbar geeignet.

Den krönenden Abschluss durfte mir im Juni 2018 die Filmumsetzung Jagdfieber für den Game Boy Advance von Ubisoft bescheren. Ohne Erwartungen habe ich die Cartridge angezockt und bin direkt von der hübsch gepixelten Grafik begeistert gewesen. Der Plattformer erfindet das Genre nicht neu und ist relativ flott durchgespielt, macht aber einfach Freude und zeigt, dass nicht jede Lizenzversoftung Bärenkacke sein muss!

Pixelkitsch Spielemonat Juni 2018

Happy Birthday: Space Invaders

Auch wenn ich das Datum nicht 100% exakt auf den 19ten Juni 1978 fixieren konnte, möchte ich es natürlich nicht versäumen, dem Urgroßvater des Vertikalshootergenres zum 40. Geburtstag zu gratulieren

Mit simpler Grafik, reduziertem, aber eingängigem Sound und packendem Spielprinzip begeisterte Space Invaders von Taito gleich mehrere Spielergenerationen und besitzt auch vierzig Jahre nach Release einen ganz eigenen Charme. Die grob aufgelösten Außerirdischen sind in viele Bereiche der Alltagskultur eingedrungen und haben ihre Spuren in Kunst, Musik und natürlich Videospielen hinterlassen.

Die bedrohlich auf den Spieler herunterblickenden Invasoren fanden Ihren Weg zur Erde nicht nur am Spielautomaten, sondern auch auf vielen Konsolen. Mir persönlich gefällt die Version für das Atari VCS 2600 bis heute sehr gut, weil sie auch einen ausgezeichneten Modus für zwei Spieler bietet.

Happy Birthday an Toshihiro Nishikado für seine Space Invaders!

Space Invaders