PIXELKITSCH RETROFLASH 219: Lazy Game Reviews

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Mit PC-Spielen und Hardware habe ich für gewöhnlich nur wenig am pixeligen Hut. Ich konnte mich einfach nie so richtig mit den vielen Konfigurationsmöglichkeiten (und -zwängen) anfreunden, das simple Plug and Play Prinzip bei Konsolen hat mir persönlich immer mehr zugesagt.

Kürzlich bin ich überraschander Weise jedoch beim Heimcomputer-Youtubekanal LGR / Lazy Game Reviews hängen geblieben und habe mich in den Unmengen von spannendem Videocontent verloren. Der sympathische US-Amerikaner Clint Basinger stellt seit 2008 auf seinem Kanal  auf unterhaltsam trockene Weise Spiele, Zubehör und Absurditäten vor. Darüber hinaus gibt es noch witzig besprochene Ausflüge in Trödelläden und persönliche Anekdoten obendrauf. Wer abseits von Konsolen im Retrosegment gute Unterhaltung sorgt, sollte dem vor Content nur so berstenden Kanal durchaus mal einen Besuch abstatten.

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.50: Bit-90

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Heimcomputer sind bis auf wenige Ausnahmen eigentlich nicht mein Sammelgebiet und erst recht nicht mein Spielplatz. Ab und an hole ich mir aus verschieden Gründen aber dennoch einen alten Rechenknecht nach Hause – Nostalgie, Design, Spielebibliotheken oder besondere Merkmale verleiten mich gelegentlich zum Kauf eines solchen neuzeitlichen Abakus.

Vor ein paar Tagen durfte ein kleiner Exot Einzug in mein Archiv halten, der mit einem besonderen Merkmal bei mir punkten konnte. Der Bit-90 der Firma Bit Corporation aus Taiwan ist mit seiner Gummitastatur, der geringen Verbreitung in Deutschland und seinem 18kb kleinen Speicher zwar sicher keine bekannte Größe, aber für mich durchaus interessant. Das Gerät mit Z80A-Prozessor bietet die Möglichkeit Colecovision-Spiele zu verarbeiten und da mir die Konsole bislang fehlt, ich aber seit fast zwanzig Jahren einen Stapel Spiele für die Hardware besitze, durfte der Bit-90 bei mir Unterschlupf finden.

Der Bit-90 erschien 1984 und wurde in verschiedenen Gehäusevarianten veröffentlicht, die mir vorliegende Version in Alu-Look gefällt mir persönlich sehr gut. Die Tastatur mit dunkelgrünen Gummitasten ist überraschend stabil und bietet angenehme Druckpunkte. Insgesamt ist die Verarbeitung des Rechners bis auf einen sehr sensiblen Power-Schalter relativ solide. Serienmäßig bietet das Gerät einen Modulslot für Colecovision-Spiele und kann per Adapter auch Atari VCS 2600-Module verarbeiten. Im Lieferumfang enthalten ist ein Netzteil, ein deutschsprachiges Handbuch, ein Antennenkabel, sowie ein Videokabel mit integriertem Anschluss für eine seperat erhältliche Datasette. Plug and Play wurde hier also bereits 1984 praktiziert, die Taiwaner haben damit also schon früh in den Achtzigern echten Kundenservice praktiziert.

Da für mich die Eigenschaften als Computer eher zweitrangig sind, habe ich mich in erster Linie dem Modulslot für Coleco-Spiele gewidmet. Der Slot ist stabil verarbeitet und schluckt die Module ohne viel Widerstand. Ein gutes Dutzend Spiele habe ich am Gerät getestet und alle Cartridges wurden zunächst erkannt und bis zum ersten Menü geladen. Leider jedoch scheint das Gerät arge Kompatiblitätsprobleme zu haben, wenn es darum geht die Spiele korrekt zu starten. Bis auf Donkey Kong und Donkey Kong Junior ist kein einziges Spiel vollständig korrekt geladen worden. Antarctic Adventure lässt nach dem Titelscreen die Farben vermissen, Cabbage Patch Kids kommt über den Titel nicht hinaus und Omega Race krankt daran, dass die Hardware offenbar keinen zweiten Actionbutton des Original Controllers unterstützt. Das von mir benutzte Mega Drive-Pad wurde über den 9-poligen Stecker zwar erkannt, allerdings kann nur einer der Button aktiviert werden. Bei Donkey Kong ist dies kein Problem, bei anderen Spielen jedoch bereitet dies große Schwierigkeiten. Da aber kaum Spiele vom Gerät korrekt ausgelesen werden – ca. 70% meiner Module kommen über den ersten Screen garnicht hinaus – ist dieser beklagenswerte Umstand eigentlich auch beinahe irrelevant.

Was bleibt ist ein kompakter Heimcomputer, der bei mir mit dem einzig spannenden Feature leider nicht überzeugen kann weil es schlicht nicht gut funktioniert. Die Idee hinter dem Rechner ist durchaus lobenswert, ich werde mich jedoch wohl weiter nach einem ausgewachsenen Colecovision umschauen und in der Zwischenzeit immerhin einen tollen Konsolenport von Donkey Kong auf dem Bit-90 genießen.

Bit 90

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.41: Apple

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Meinen ersten Kontakt mit Apple-Produkten hatte ich um 1998 herum bei einem Praktikum in einer Werbeagentur. Wie damals in der Branche üblich schwor die komplette Belegschaft auf Produkte mit Apfellogo und ich fügte mich als Besitzer eines altersschwachen PCs den Gepflogenheiten. Auch ein Macintosh Classic 2 war zu dem Zeitpunkt dort noch für Netzwerkadministration im Betrieb und wusste mich mit seinem kompakten Design zu begeistern.

In den Folgejahren arbeitete ich immer wieder an Apple-Geräten und habe vor allem am G3 und G4 meine Freude an der Grafikbearbeitung mit Adobe Produkten gefunden. Auch die geschrumpfte Form des G4 in Gestalt des Cube war durchaus spannend und sollte nur ein Vorgeschmack auf den kompakten Mac Mini sein. Letztgenannter wanderte im Jahr 2007 in seiner güsntigsten Form auch in meinen Besitz und steht bis heute auf meinem Schreibtisch, kommt jedoch kaum mehr zum Einsatz. Das kompakte Gerät leistete bei mir jedoch jahrelang hervorragende Dienste und war im Vergleich zu vielen anderen Apple-Produkten mit einem recht manierlichen Preis-Leistungsverhältnis gesegnet. In den letzten Jahren habe ich mich sehr weit von Steve Jobs entfernt und arbeite inzwischen lieber am PC – für weit weniger Geld bekommen auch Menschen im grafischen Gewerbe heuer einfach mehr am Personalcomputer geboten.

Vor wenigen Wochen schloss sich nun der Kreis und ich kam durch einen glücklichen Umstand in den Besitz des kompakten Macintosh Classic 2. Das Design ist nach wie vor sehr gelungen und begeistert mit robusten Zubehörteilen. Das Betriebssystem lässt noch einige komfortable Kniffe vermissen, macht jedoch schon Appetit auf mehr. Nun muss ich mich nur mit den spielerischen Qualitäten des hellgrauen Kastens auseinander setzen, meine Hoffnung wirklich gute Exklusivtitel zu finden ist jedoch gering.

Apple Macintosh 2

PIXELKITSCH RETROFLASH 120

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Der WDR hat in seinem langen Bestehen schon einige sehenswerten Reportagen rund um das Thema Computer produziert. Leider darf der Sender aus rechtlichen Gründen seine Werke nicht dauerhaft online zur Verfügung stellen, obwohl wir Gebührenzahler die Machwerke eigentlich finanzieren. Vor einigen Monaten gab es jedoch die lange Nacht der Computer und Youtube sei Dank können wir diese auch in voller Länge genießen. Dabei sind einige echt interessante Reportagen und das Material ist schon allein aus historischen Gründen sehr sehenswert!