Der Golem von Bilk – ein interaktives Kunstwerk

Abseits des Videospielens beschäftige ich mich unter dem Pseudonym Bartotainment mit dem Schaffen freier Kunst sehr intensiv. Vor allem Rauminstallationen und Tape Art stehen bei mir seit sehr vielen Jahren hoch im Kurs und mit dem Golem von Bilk habe ich zur Nacht der Museen in Düsseldorf am 14ten April 2018 ein lang geplantes Projekt umgesetzt. Mit der interaktiven Installation konnte ich auch spielerische Elemente in meine Kunst einbeziehen und freue mich, dass der blitzende, dampfende, denkende und angsteinflößende Golem so gut beim Publikum angekommen ist.

Hier gibt es nun einen kleinen Einblick in das Projekt Der Golem von Bilk, welches mich viele Wochen stark auf Trab gehalten hat. Eventuell kann der ein oder andere Mitleser hier ja auch etwas damit anfangen.

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.38: Sind Videospiele Kunst?

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Neu ist die Diskussion nicht, aber hin und wieder kommt jeder Zocker in Verlegenheit mit anderen Videospielenthusiasten darüber zu reden, ob Computergames Kunst sind. Im Nachgang des Next Level Festivals in Düsseldorf haben Andreas Lange vom Computerspielmuseum in Berlin, Sven von den Konsolenkindern und meine Wenigkeit genau darüber gestritten gesprochen – zu einem eindeutigen Ergebnis sind wir freilich nicht gekommen.

Für mich ganz persönlich ist das Medium Videospiel keine Kunst. Videospiele sind industriell gefertigte Produkte, sowohl Hard-, als auch Software werden in teils fließbandähnlichen Produktionsprozessen seit vierzig Jahren in Masse hergestellt. Der kreative Prozess zu Beginn und während der Entwicklung eines Spieles fußt meist auf Erkenntnissen der Marktforschung, Zielgruppen wollen bedient und Publisher sowie Aktionäre monetär entlohnt werden. Eine Person oder ein kleines Team besitzt zu Beginn eine mehr oder weniger kreative Idee auf der der potenzielle Superhit basieren soll, im Anschluss greifen typische Mechanismen des Produktdesigns. Damit sind Videospiele am Ende keinen Deut künstlerischer als das Ergebnis der Arbeit einer Werbeagentur in der zwar künstlerisch ambitionierte Menschen arbeiten, jedoch stets einem Auftrag folgen und einen gewissen Markt mit einem kommerziellen Produkt bedienen müssen.

Spiele wie Okami, Flower oder Vib Ribbon die nicht hundertprozent marktkonforme Spielelemente oder Ästhetiken verwenden, mögen zwar künstlerische Elemente enthalten, sind jedoch auch nur Teil eines industriellen Fertigungsprozesses. Wird ein Spiel von einem Menschen geschaffen, der ohne finanziellen Auftrag zum Beispiel als Homebrew-Entwickler ein interessantes, andersartiges Spiel entwickelt und sein Ergebnis selber als Kunst bezeichnet, spreche ich ihm nicht ab, ein Kunstwerk geschaffen zu haben. Ein einzelnes Spiel kann für mich also durchaus Kunst sein, das Medium als solches aber als museumsreif neben der freien Malerei zu sehen, ist aus meiner Sicht überzogen. Das Medium Videospiel kann umgekehrt jedoch eine große Inspiration für Künstler sein, die Elemente, Techniken oder Bildsprachen in ihren Arbeiten übernehmen und in künstlerische Arbeiten umsetzen.

Video- und Computerspiele sind für mich generell museal erhaltenswert, jedoch weniger unter künstlerischem, sondern allenfalls unter designerischen, technologischen und kulturhistorischen Gesichtspunkten.

Was ist eure Meinung zum Thema?
Gehören Videospiele ins Museum?
Sind Computerspiele Kunst?
Was hätte Joseph Beuys dazu gesagt?

Rambo PIXELKITSCH

Der König im Wohnzimmer

Nicht ganz passend zum Retrogaming, aber vor kurzem habe ich im Rahmen einer Ausstellung im Düsseldorfer Schloss Kalkum eine kleine Videoinstallation angefertigt und diese jetzt in Ton und Bild noch für die Nachwelt aufbereitet. Mit der Installation „Audienz bei Hofe“ wünsche ich euch einen entspannten Sonntag vor der Glotze im heimischen Thronsaal, ich gehe jetzt erstmal die Sendung mit der Maus gucken! 😉

Abrechnung / Tape-Installation und Chiptunes live

Wer in der Nähe von Düsseldorf wohnt, sich für Kunst und Chiptunes interessiert und am kommenden Wochenende zudem bislang noch nichts vor hat, darf sich folgenden Termin gerne merken. Am Samstag, den 13.9.2014 und Sonntag, den 14.9.2014 findet im ehemaligen Finanzamt Nord im schönen Stadtteil Derendorf die traditionelle jährliche Gemeinschaftsausstellung des Düsseldorfer Künstler e.V. statt. Hier werde auch ich unter meinem Künstlernamen BARTOTAINMENT mit einem eigenen Ausstellungsraum vertreten sein und mich des Themas Abrechnung wie bei mir üblich, mit farbigem Klebeband annehmen. Zudem wird es ein Konzert von, beziehungsweise eine kleine Kooperation mit dem guten Tronimal geben, der uns feinste Chiptunes live auf dem Game Boy kredenzen wird. Geboten werden euch an dem Wochenende rund 50 Künstler unterschiedlicher Stilrichtungen, der Eintritt kostet drei schmale Euro, welche der Unkostendeckung des Künstlervereins dienen und zur Finanzierung zukünftiger Ausstellungsprojekte genutzt wird.

Abrechnung / Ausstellung des Düsseldorfer Künstler e.V. im ehemaligen Finanzamt Nord
Roßstraße 68 / Düsseldorf / Derendorf
Samstag, 13.9.2014, 11-20h / Sonntag, 14.9.2014, 11-18h

Mehr Tape Art von BARTOTAINMENT gibt es nach dem Klick!

Ausstellung-Finanzamt-Plakat-BARTO-klein

Tape Art und Straßengrafik

Geht es auf PIXELKITSCH normaler Weise ja um Videospiele und verpixelten Lebensstil, möchte ich euch heute auf mein Projekt BARTOTAINMENT hinweisen. Unter diesem Namen fabriziere ich seit fast 15 Jahren Grafiken, Installtionen, Streetart und Malerei und habe nach gut zwei Jahren vollkommenen Stillstandes endlich meine Webseite renoviert. Wer mag, kann gerne sich gerne durch mein Schaffen scrollen, welches vor allem in den letzten acht Jahren durch Klebeband bestimmt wurde. Tape Art hat sich bei mir zur Passion entwickelt und wenn man mich lässt, tobe ich mich am liebsten an großen Fassaden aus. Also viel Spaß in der klebrigen Welt von BARTOTAINMENT! 🙂

BARTO Tape Art