SEGA Mega Drive – Liebeserklärung vol.8

Unnütze Hardware ist hin und wieder schön und gut. Am liebsten nutze aber auch ich die wirklich schönen Dinge der Videospielwelt. Deshalb stelle ich euch in der PIXELKITSCH Liebeserklärung hin und wieder Hard- oder Software vor, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist.

Herz Emblem

Mein liebes Mega Drive,

am 29. Oktober 1988 erblicktest du im Land der aufgehenden Sonne das Licht der videoverspielten Welt und hast auch uns Europäer zwei Jahre später mit deinem schwarzen Gehäuse beglückt. Zum ersten mal sahen wir uns bei Woolworth auf der Wilmersdorfer Straße in Berlin, wo du den mäßigen Tetris-Klon BlockOut zum Besten geben musstest. Als Nachfolger zum vor allem in Europa und Brasilien erfolgreichen Master System und in Konkurenz zum NES und der PC Engine hattest du es nicht ganz leicht als neumodisches 16 Bit-Heimvideospielsystem. Dein Herzschlag wurde bestimmt vom MC 68000 und deine Stimme bekam seinen wundervollen Klang vom druckvollen Yamaha YM 2612. Deine Nähe zum Master System manifestierte sich mit der sekundären Nutzung des Zilog Z80 und ermöglichte es uns Spielern, per Adapter auch die umfangreiche Softwarebibliothek deines Urahns mit dir zusammen zu nutzen.


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PIXELKITSCH RETROFLASH 224: Double Dragon

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Double Dragon von 1987 gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbrawlern, aber der Arcade-Klassiker aus dem Hause Technos und Taito ist definitiv ein Mitbegründer des unterhaltsamen Genres und damit ein Großvater der fantastischen Streets of Rage-Reihe.

Zahllose Umsetzungen haben die beiden Brüder Jimmy und Billy Lee (aka Jimmy und Bimmy) mitmachen müssen und nicht immer haben die Entwickler der Qualität des Originals Rechnung tragen können. Ich selber habe einzig die Version für das Master System früher recht gerne gespielt, die Fassung für den Game Gear zum Beispiel ist aus meiner Sicht grotesk schlechter Sondermüll.

Der gute Oxx vom Youtube-Kanal Die Pixelspieler hat anscheinend ein befremdliches Schmerzemfpinden oder ist schlicht masochistisch veranlagt, denn im neuen Video hat er sich sämtliche Umsetzungen von Double Dragon vorgeknöpft. Wie gewohnt ein hervorragendes Video, welches ich euch hiermit ans verprügelte Herz legen möchte.

Alex Kidd in Miracle World 2 – das Kind ist zurück!

Für eine kurze Zeit in den Achtzigern hat das (sicher allseits beliebte) Videospielunternehmen SEGA versucht, verschiedene Charaktere am hart umkämpften Maskottchenmarkt zu etablieren. Eine der erfolgreicheren Figuren ist Alex Kidd gewesen, der mit dem ersten Ausflug in die Welt der Plattformer die Spieler direkt begeistern konnte. Bis heute spielt sich Alex Kidd in Miracle World wirklich gut und kann als einer der besten Serienteile angesehen werden.

Vergeblich mussten Fans des Faustfickerskämpfers auf eine Rückkehr in die Miracle World warten und haben die Hoffnung aufgegeben, von SEGA selbst eine Fortsetzung zum ersten Teil zu bekommen. Als Hack des ersten Teiles entstand Alex Kidd in Miracle World 2 und wurde sogar ins Deutsche übersetzt, damit auch wir Kartoffeln ohne Fremdsprachenkenntnisse bei Schere, Stein, Papier den Gegnern das Fell über die pixeligen Ohren ziehen können. Über das circuit-board war es kürzlich möglich, das Spiel käuflich zu privaten Zwecken zu erwerben und ich musste mir das Fanprojekt nach Hause holen. Das Spiel kommt mit tollem Artwork, Poster, Soundtrack und weiteren Goodies daher und wirkt hochprofessionell.

Ich bin gespannt, ob die gutaussehende Verpackung von Alex Kidd 2 nur ein Blender ist, oder ob das Spiel ebenso begeistern kann – ich muss jetzt weg, mein Motorrad in die Miracle World wartet 🙂

Alex Kidd in Miracle World 2

Der Monat in Spielen: Februar 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der kürzeste Monat des Jahres hat seine Pflicht erfüllt und mir vier Anspielstationen hinterlassen.

Den Monat begonnen habe ich mit dem Game Boy-Tüftler Dexterity von SNK, dessen Name kreativer Weise nichts weiter bedeutet als Geschicklichkeit. Auf einem rechteckigen Spielfeld wollen alle Bodenkacheln umgefärbt und Gegner geplättet werden. Der Titel ist nicht sonderlich aufregend und während des Zockens habe ich mir oft gewünscht, stattdessen lieber einen zünftigen SNK-Titel auf dem Neo Geo zu zocken…

Weiter ging es bei mir am Master System mit Ultima 4, welches mir freundlicher Weise gestiftet wurde um eine Videospiel-Wissenslücke zu schließen. Nach einem tollen Intro in dem wir verschiedene Charakterentwicklungen bestimmen können, geht es auf der recht hübsch gepixelten Karte in die ersten Ortschaften und die ersten Kämpfe. Mit den Eindrücken der ersten Stunde konnte ich mich noch nicht so ganz mit dem Spiel anfreunden, hoffe aber, dem Rollenspiel-Opa noch etwas mehr Zeit widmen zu können. Einige Gestaltungselemente haben mich immerhin schon sehr angesprochen, ein zweiter Blick kann also sicher nicht schaden.

Weiter ging es mit dem Urgestein von EAs Need for Speed auf dem SEGA Saturn. Diese Fassung ist anders gestaltet als die 3DO-Version, aber markiert dennoch den Startpunkt für die Erfolgsserie, dessen angebliche Faszination sich mir nie wirklich erschlossen hat. Die Saturn-Version habe ich nun zum ersten mal ins Laufwerk gelegt und bin angenehm überrascht gewesen. Sicher gibt es auf SEGAs 32-Bitter bessere hauseigene Rennspiele, auf seltsame Art und Weise hat mir der wenig rasante Poygonflitzer aber Spaß gemacht. Auf lange Sicht wohl kein Spiel das ich regelmäßig zocken werde, aber ich habe es nicht bereut, den angestaubten Titel endlich einmal aus dem Regal geholt zu haben.

Ebenfalls auf dem Asphalt habe ich den Monat Februar am Game Boy Advance beendet und Simpsons Road Rage von der Retrobörse in Bochum angezockt. Der Crazy Taxi-Klon hat mir nach anfänglicher Skepsis echt gut gefallen und begeistert mit viel Fanservice die Anhänger der gelben Familie. Die Navigation im leider wie beim ersten F-Zero ähnlich flach dargestellten Springfield fällt zunächst recht schwer, mit der Zeit finden sich hartnäckige Taxifahrer aber gut in der Stadt zurecht. Für mich ein gelungener Monatsabschluss und sicher bislang der beste von mir angezockte Simpsons-Titel für die Hosentasche.

Spielemonat 2018 Februar

Phantasy Star – Liebeserklärung vol.7

Unnütze Hardware ist hin und wieder schön und gut. Am liebsten nutze aber auch ich die wirklich schönen Dinge der Videospielwelt. Deshalb stelle ich euch in der PIXELKITSCH Liebeserklärung hin und wieder Hard- oder Software vor, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist.

Herz Emblem

Am 20ten Dezember 1987 veröffentlichte SEGA das Rollenspiel Phantasy Star auf dem japanischen Videospielmarkt und brachte den heute als Genreklassiker gefeierten Titel in englischer Sprache 1988 in den Westen. Damit präsentierte der Sonic-Konzern eines der ersten Videospiele mit umfangreicher Geschichte außerhalb Japans und führte eine ganze Generation von Zockern in das Genre der Rollenspiele ein. Auch für mich war Phantasy Star der erste Kontakt mit dieser Spielgattung und zeigte mir, dass ein Videospiel gekonnt Faszination, Frust und Freude kombinieren kann.

Im Sonnensystem Algol, dass aus den drei Planeten Palma, Motavia und Dezoris besteht, herrscht König Lassic mit eiserner Hand, unterdrückt die Bevölkerung und tötet den Rebellenführer Nero Landale. In der Rolle von Alis, ihres Zeichens 15-jährige Schwester des verstorbenen Rebellenkommandanten, machen wir uns auf den Weg, Lassic das Handwerk zu legen und dem geknechteten Sonnensystem Frieden zu bringen. Auf dem Weg zum Frieden stellen sich euch zahlreiche Gegner in den Weg und viele Städte und Höhlen wollen auf den drei Planeten erkundet werden. Im Laufe der Geschichte schließen sich euch drei Begleiter an, das katzenartige Fellknäuel Myau, der Krieger Odin und der Magier Noah.

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