Happy Birthday: Mortal Kombat

Ich bin wahrlich kein passionierter oder versierter Spieler von Beat ‚em ups, hin und wieder lege ich aber trotzdem gerne mal einen Prügler in die Konsole um mir einen auf die Mappe geben zu lassen.

Meinen ersten Kontakt mit einem klassischen Beat ‚em up hatte ich nicht wie viele andere Zocker mit Street Fighter 2 von Capcom, sondern mit Mortal Kombat von Midway. Bei einem Kumpel habe ich damals die Version für den SEGA Game Gear gespielt, mir diese oft ausgeliehen und das Spiel ausgiebig gezockt. Der Gorefaktor des Spiels von Ed Boon war auf dem portablen Gerät nicht sonderlich beeindruckend, aber mit meinen damals zwölf Lenzen war alles faszinierend was rote Farbe aus dem Display spritzen ließ.

In den Folgejahren verlor ich schnell das Interesse an der Serie, der Splatterfaktor konnte mich nur noch wenig reizen und spielerisch hat mich die Reihe einfach nie hinter der Blutwurst hervorlocken können. Dennoch hat sich Mortal Kombat einen festen Platz in der Videospielhistorie erkämpft und feiert in diesem Jahr bereits seinen 25ten Geburtstag.

Am 8ten Oktober 1992 erblickte Mortal Kombat das Licht der viel zu netten Welt und lehrte sie, sowie die Jugendschützer mit einem blutigen Fatality das Fürchten! Bloody Birthday!

Mortal Kombat

Der Monat in Spielen: September 2017

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der September des Jahres 2017 stand seltsamer Weise vor allem im Zeichen einer Minispielsammlung für die bislang von mir sträflich vernachlässigte Wii U.

Bei Nintendoland handelt es sich um eine Kollektion von Minispielen auf Basis klassischer  Nintendo-Franchises. Die Sammlung ist inzwischen auch schon fünf Jahre alt und gehört damit zu den Launchtiteln der Wii U. Entsprechend versuchte Nintendo hier, die Steuerungsmöglichkeiten des Tablets gut auszuschöpfen und bietet weitgehend abwechslungsreiche Spielkonzepte im Mario-, Zelda- Pikmin-, oder Donkey Kong-Universum. Überraschender Weise finden sich unter den 12 kleinen Spielen tatsächlich ein paar Minigames, die mich längerfristig an den Bildschirmcontroller fessen konnten. Die Multiplayervarianten sollten der Kollektion dann noch einen extra Boost verpassen – ich bin gespannt und freue mich, die Sammlung in zukunft auch mit Freunden zu zocken.

Auf der PSP habe ich mir Bubble Bobble Evolution zu Gemüte geführt und hatte auf ein leicht abgewandeltes Remake des orignal Konzeptes gehofft. Leider hatte Entwickler Opus ganz offensichtlich andere Pläne mit der Lizenz und hat versucht, das Prinzip weiter zu entwickeln als nur eine Evolutionsstufe. Herausgekommen ist ein Plattformpuzzler mit wenig ansprechender Polygon-2D-Optik der für sich genommen zwar ganz nett sein mag, mich aber weniger abholt, als das Original von Taito aus dem Jahr 1986. Eventuell muss ich dem Spiel noch eine weitere Chance geben, die ersten anderthalb Stunden waren jedoch eher mäßig unterhaltsam.

Das Mega Drive hat mich zum ersten mal in seiner Lebenszeit etwas ausführlicher mit Altered Beast gelockt, eine Arcade-Umsetzung, die ich wegen der oft vernichtenden Kritiken bislang gemieden habe. Der lineare Brawler ist zwar bockschwer, hat mich aber dennoch weit besser unterhalten, als ich im Vorfeld wegen der Schmähkritik angenommen hatte. Große Sprites, knarzige Sprachausgabe und ein simples Spielprinzip mit Monstertouch können zwar sicher nicht als Hit-Garanten herhalten, ich hatte jedoch durchaus Spaß mit dem Arcade-Biest für das Wohnzimmer.

Den Monatsabschluss habe ich am Game Boy verbracht und mal wieder eine Runde King of the Zoo gezockt. Das kompakte Spiel gewinnt sicher keinen Preis für ausgefeilte Spielmechaniken, kann aber zwischendurch sehr gut für ein paar Minuten unterhalten. Die nächsten Tage lasse ich mich eventuell noch ein bisschen mehr zu dem Kleinod aus…

Spielemonat September 2017

PIXELKITSCH RETROFLASH 202: SEGA Master System Brawl

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Bereits seit längerer Zeit auf dem Homebrew-Markt und trotzdem als SEGA Fanboy völlig an mir vorbei gegangen ist SEGA Master System Brawl des Heimentwicklers David Bonafonte.

Das kompakte Prügelspiel in der Tradition von Smash Bros ist eine Fan-Entwicklung und wirft zahlreiche mehr oder weniger bekannte Maskottchen aus Master System Spielen in einen prügelnden Topf. Die Sprites, Hintergründe und Musikfragmente wurden allesamt den bekannten Originalen entliehen und basieren auf Sonic the Hedgehog, Wonderboy, Alex Kidd, Shinobi, Fantasy Zone oder Master of Darkness. Wer also immer schon mal mit Opa-Opa auf Joe Musashi losgehen wollte, kann dies jetzt mit dem Download des ROMs tun. Entgegen des Namens läuft das Spiel allerdings nicht auf dem Master System, sondern auf dem Mega Drive.

Ein schönes Hobbyprojekt, dass zwar nicht perfekt, aber doch recht unterhaltsam ist und offenbar stetig weiter entwickelt wird.

G-LOC Air Battle / PIXELQUICKIE vol.33

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Wenn über gute Heimumsetzungen klassischer SEGA-Automaten gesprochen wird, findet G-LOC Air Battle eher selten Erwähnung. Unter der Leitung von Yu Suzuki wurde der inoffizielle Nachfolger zu After Burner 2 von AM2 entwickelt und 1990 in die Spielhallen gebracht. Konvertierungen folgten ab 1991 für diverse Heimcomputer und natürlich auch die damals obligatorischen, hauseigenen SEGA-Konsolen Mega Drive, Master System und Game Gear.

Ich selber habe die Mega Drive-Version nie besessen, generell genießen die Heimumsetzungen des Spieles jedoch nicht den besten Ruf. Dennoch hatte ich als Kind überraschend viel Freude an der Game Gear-Fassung des Fliegerspaßes und werfe nun einen Blick zurück nach vorn auf die portable Version und die für den heimischen 8Bit Flugzeugträger Master System.

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PIXELKITSCH RETROFLASH 201: Sonic Mania ohne Sonic Mania

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Die in der Gegenwart lebende Retrogemeinde dreht am Rad und scheinbar alle SEGA-Fanboys da draußen spielen bereits Sonic Mania und erfreuen sich an ihren opulenten und vor Fanservice triefenden Collectors-Box.

Alle SEGA-Fanboys? Nein, nicht alle SEGA-Fanboys. Ein unbeugsamer…

Da ich technisch bei der WiiU stehen geblieben bin und sich keine der aktuellen Konsolen Switch, XBox One oder PS4 in meinem Besitz befindet, habe ich auf die Vorbestellung der limitierten Edition verzichtet. Zeitweise hatte es mich noch im Bestellfinger gejuckt, aber am Ende siegte die langweilige Vernunft. Nun habe ich diverse Unboxings und Let´s Plays von Sonic Mania angeschaut und bereue doch ein klein wenig, auf den Igel-Wahnsinn verzichtet zu haben.

Aller Verdruss hilft aber natürlich nichts und so empfehle ich allen Sonic Maniacs ohne Sonic Mania diesen Sonic Flash mit einem dicken Paket an Sonic The Hedgehog Werbespots. Aus meiner Sicht lohnt sich nur das erste Drittel des Videos, aber wer sich das komplette Video antut, wird wohl ohnehin nur noch Igelmüsli in der Birne haben.