Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.56: Wrestlemania

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Angeregt durch das tolle Video zu den Wrestlingsammelkarten vom guten Onkel Weidemann habe ich mir ins Gedächtnis gerufen, welche Rolle der für viele Zuschauer durchaus unterhaltsame Kampfsport in meiner Kindheit und späteren Zockerlaufbahn gespielt hat.

Da wir früher nur eine handvoll Fernsehkanäle empfangen haben und Kabelempfang bei uns mangels Interesse bei meinen Eltern nicht angesagt gewesen ist, war es ein immer hochwillkommenes Highlight, bei Freunden dem Genuss der bunten Bilderwelt fröhnen zu können. Neben mehr oder minder schlechten Zeichentrickserien auf Tele 5 stand auch Wrestling natürlich hoch im Kurs und so waren Übernachtungsbesuche bei meinem sehr guten Klassenkameraden C. stets ein medialer Höhepunkt in meinem sonst vor allem auf öffentlich Rechtliche beschränkten TV-Konsum. Die 1991 von Merlin veröffentlichten Sammelkarten ließen dann auch mich als Wrestling-Noob tiefer in die Materie eintauchen und mit Wonne habe ich mich dem Sammeln und Tauschen der 150 Karten hingegeben.

Mit dem Ende dieser Kartengeneration verschwand das Thema Wrestling aber tatsächlich fast vollständig aus meiner Wahrnehmung, zu abgehoben und absurd erschienen mir schon damals die inszenierten TV-Gladiatorenkämpfe.

Auch in Videospielform konnte mich das Thema nur selten abholen, dafür waren viele Spiele des Genres oft einfach zu stumpf oder thematisch zu weit weg für mich, lediglich Wrestlemania auf dem SEGA Saturn hat mich mit seinem witzigen Multiplayermodus noch an die Konsole locken können. Ein klassischer Brawler wie Streets of Rage oder Beat em ups wie Virtua Fighter konnten mich immer mehr begeistern.

Nicht wegen der anscheinend ohnehin nicht vorhandenen spielerischen Qualitäten, aber immerhin wegen des tollen Wackelcovers durfte Ringside Angel für SEGA Mega Drive in meine Sammlung wandern. Auch ohne gespielt zu werden ist das kuriose Stück damit ein kleines, persönliches Wrestlinghighlight für mich!

Ringside Angel

Der Monat in Spielen: Januar 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der Jahresbeginn fiel spielerisch bei mir etwas mau aus. Ich konnte mich leider kaum zum daddeln motivieren und es fehlte schlicht die Zeit für ausgiebige Spielerei. Dennoch haben mich drei Spiele in den vergangenen vier Wochen an den kleinen und großen Bildschirm gefesselt.

Natürlich begann das Jahr damit, womit ich 2017 eigentlich abgeschlossen haben wollte – mit Landstalker auf dem SEGA Mega Drive. Im Januar habe ich mich endlich durch die letzten Dungeons gequält und mich über einige wirklich unfaire Stellen ärgern dürfen, die mich auch schon vor 25 Jahren oft in den Wahnsinn getrieben haben. Belohnt wurde ich dafür mit schönen Storyfetzen und einer nach wie vor beeidnruckenden Technik. Der Titel bleibt für mich ein echter Klassiker, aber aus heutiger Sicht ist es sicher schwer das Spiel mit der hakeligen Steuerung Neueinsteigern bedenkenlos ans Herz zu legen.

Weiter ging es bei mir am Nintendo Game Boy, der mit zwei Spielen gefüttert wurde. Vor allem Spiele aus der Frühzeit von Nintendos tragbarem Spielplatz üben mit ihren einfachen Konzepten immer wieder eine große Faszination auf mich aus.

Einer dieser Titel ist Quarth, eine Mischung aus Puzzler und vertikal scrollendem Ballerspiel. Mit eurem Raumschiff schießt Ihr Klötze in vorgegebene Formen um diese aufzulösen. Der simple Puzzleanteil überwiegt hier jedoch deutlich über dem Actionkonzept, dass wohl nur des Marketings wegen übergestülpt wurde. Auch technich ist das Spiel wenig spektakulär und fordert die Hardware wenig heraus. Dennoch habe ich immer wieder Freude an dem kleinen Spiel und auch fast dreißig Jahre nach Release ist der Titel sicher noch einen Blick wert.

Aus der selben Mottenkiste stammt auch der Vertikalshooter Solar Striker von Game Boy Urgestein Gunpei Yokoi. In dem kleinen Ballerspaß steigt Ihr in das namensgebende Raumschiff Solar Striker ein und schickt zahllose Gegner über den galaktischen Jordan. Das Spielprinzip ist bereits 1990 nicht mehr ganz frisch gewesen und auch die Technik ist wenig beeindruckend. Dennoch kann das Spiel auch heute noch Spaß machen, wirklich aufregende Alleinstellungsmerkmale solltet Ihr hier aber nicht erwarten.

Spielemonat 2018 Januar

Der Monat in Spielen: Dezember 2017

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und im letzten Video habe ich bereits auf 2017 zurückgelickt. Dennoch darf der Blick auf den verspielten letzten Monat nicht fehlen, denn auch in der Vorweihnachtszeit und zwischen den Feiertagen wurde bei PIXELKITSCH natürlich gedaddelt.

Den Dezember 2017 habe ich am SEGA Saturn begonnen und dort zwei Spielen eine Chance gegeben, die ich schon seit längerer Zeit anzocken wollte. Bereits seit langem in meiner Sammlung befindet sich der 3D-Baukasten-Prügler Robo Pit und ich habe es sträflich vernachlässigt, den Titel einmal anzuzocken. Nun habe ich dem optisch wenig ansprechenden Spielchen endlich eine Chance gegeben und den Controller fast anderthalb Stunden nicht mehr aus der Hand gelegt. In einem Baukasten setzt Ihr euren gewünschten Kampfroboter zusammen, tretet mit ihm gegen andere Blechdosen an und steigt in der Rangliste auf. Das Spiel sah damals schon nicht besonders gut aus, spielt sich sich aber angenehm unkomplizert und entwickelt eine schöne Eigendynamik. Erst kürzlich angeschafft habe ich AMOK der Firma Scavenger und wollte den Titel schon lange einmal nachholen. Die Voxeloptik sieht noch immer sehr gut aus und für einen 20 Jahre alten Third-person-shooter spielt sich die Mech-Ballerei erstaunlich gut. Hätte ich das Spiel vor zwanzig Jahren schon besessen, hätte es sich bestimmt zu einem meiner Favoriten entwickeln können.

Weiter ging es am Game Boy mit dem knuffigen Plattformer Tail´Gator, den ich nach über 25 Jahren endlich wieder anspielen konnte. Als Kind hatte ich das Spiel von Natsume schon geliebt und bin hocherfreut, dass mich meine Erinnerungen nicht getäuscht haben. Der Titel mit dem kleinen Aligator sieht auch heute noch gut aus und spielt sich flüssig, Tail´Gator werde ich ganz sicher nicht das letzte mal gezockt haben.

Den Monatsabschluss habe ich traditionell mit Landstalker am Mega Drive gefeiert und bin in der Rolle von Niels auf Schatzsuche gegangen. Obwohl ich die Software damit gefühlt bereits zum zehnten mal spiele, vergesse ich regelmäßig viele Details der Quests und irre immer wieder auf´s Neue umher. Das Spiel wird mich auch im grade begonnenen Jahr 2018 sicher noch weiter verfolgen…

Pixelkitsch 2018 Januar

PIXELKITSCH RETROFLASH 210: Geil Bike in Super Hang On

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Der Kauf gebrauchter Videospiele kann nicht nur ein Ersparnis von Geld bedeuten, sondern immer auch Überraschungen mit sich bringen.

Oft kommt es vor, dass ein Spiel nicht funktioniert oder eine Anleitung fehlt, manches mal bekommt der geneigte Second Hand-Käufer aber auch einen unerwarteten Bonus. Ich freue mich bei jedem Spiel, wenn der Vorbesitzer Notizzettel, Kassenbelege oder sonstiges in den Hüllen lässt und mir damit Einblicke in dessen Kauf- oder Spielverhalten gewährt – natürlich nur wenn sich die Notizen nicht in der Anleitung, sondern auf separaten Zetteln befinden.

Mein neuestes Fundstück habe ich in Super Hang On für das SEGA Mega Drive entdeckt, wo der Vorbesitzer nicht nur akribisch die Passwörter für alle Rennen notiert hat, sondern auch einen Code für das von ihm liebevoll Geil Bike genannte Motorrad hinterließ. Ein bisschen gespannt bin ich ja schon, was sich dahinter verbirgt, traue mich aber nicht so recht, dieses aufgegeilte Motorrad zu aktivieren…

Super Hang On

Pixelige Weihnacht 2017 Teil 2

Nachdem ich allen Lesern dieses Blogs erst kürzlich ein frohes Fest gewünscht hatte, hoffe ich nun, dass Ihr dieses friedvoll, satt und zufrieden verbacht habt. Vielleicht habt Ihr ja auch eine Kleinigkeit daddeln können oder etwas Verspieltes geschenkt bekommen.

Bei allem Trubel und Stress zur angeblich besinnlichen Weihnachtszeit muss ich gestehen, dass auch ich mich sehr über Geschenke freue und selber anderen gerne Geschenke mache – Konsum kann auch einfach geil sein! Neben zwei neuen Scheiben aus dem Data Discs Katalog und einem fancy LCD-Spiel im Retrostyle von Mattel gab es bei mir von einem guten Freund sogar Home Alone für das SEGA Mega Drive passend zum Fest der Liebe – der Weihnachtsmann hat also tatsächlich Humor und steht auf trashige Lizenzspiele!

Home Alone für Mega Drive