PIXELKITSCH RETROFLASH 216: R.O.B. the Robot

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Der Gaming Historian macht bereits seit 2009 Youtube-Clips rund ums Thema Retrogaming und dürfte vielen, aber sicher noch lange nicht allen Zockern da draußen bekannt sein. Während seine ersten Videos noch nicht so mein Fall gewesen sind, hat er in den letzten Jahren ordentlich an Qualität zugelegt und ich freue mich stets über neue Clips von ihm.

Das aktuelle Video rückt Nintendos Klon vom guten, alten Nummer fünf ins Rampenlicht und zeigt seinen Weg als trojanisches Pferd in die Wohnzimmer der spielenden Welt. Dabei holt der Gaming Historian sehr weit aus und gibt einen schönen Überblick über die Markteinführung des NES. Definitiv ein sehenswertes Video und ein Abo seines Kanals kann sicher nicht schaden.

UNNÜTZE HARDWARE vol.50: N-JOYPAD von QVC

Nützliche Hardware gibt es ja einige, aber auch unnütze Geräte und Erweiterungen wollen gewürdigt werden. Deswegen gibt es an dieser Stelle immer wieder mal kleine Reviews von Geräten und harten Erweiterungen, die ihre Qualitäten manchmal erst auf den zweiten Blick offenbaren.

Hardware-Emblem

N-JOYPAD von QVC

Der Shoppingkanal QVC ist stets für unangenehme Überraschungen gut und hat hin und wieder auch Videospielsysteme wie das hier vorliegende Verbrechen an der zockenden Gesellschaft im breit gefächerten Repertoire zwischen Nasenhaartrimmern und Zuhälterkettchen.

Das N-JOYPAD ist wie der Name vermuten lassen würde nicht einfach ein genießbares Eingabegerät für Videospiele, sondern ein umfangreiches Unterhaltungssystem für die modernen Wohnstuben der Republik und begeistert natürlich mit enormen Funktionsumfang.

Die Konsole und die beiden mitgelieferten Controller in schickem Neongrau geben sich alle Mühe, der Playstation aus dem Hause Sony zu ähneln und wirken damit leidlich kreativ gestaltet. Wesentlich kreativer sind drei ebenfalls enthaltene Plastikscheiben die den verschallerten Kids der QVC-Kunden suggerieren sollen, sie würden tatsächlich ein zeitgemäßes Entertainmentpaket in den Händen halten. Die drei Scheiben enthalten natürlich keine Software, sondern drücken je nach Größe einfach auf einen anderen Knopf in der geschlossenen Konsole.

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PIXELKITSCH RETROFLASH 207: Robonerd

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Schon seit einiger Zeit gehören die Videos von James Rolfe nicht mehr bedingungslos zu meinen Youtube-Highlights, fast eine Dekade eher war das definitiv anders. Hin und wieder gelingen ihm aber noch wirklich unterhaltsame Clips und auch sein neuester Streich als AVGN ist zum Glück mal wieder sehr gelungen.

Versoftungen von Filmen haben es ihm ja besonders angetan und so müssen in dieser neuen Episode die drei Spielumsetzungen von Robocop zerlegt werden. Besonders gefallen hat mir das ultradämliche Robocop-Kostüm mit NES-Helm, das schon in den ersten Minuten die Messlatte für das restliche Video recht hoch legt. Insgesamt ist die übrige Folge dann nicht mehr ganz so amüsant, aber dennoch durchaus solide AVGN-Kost. Solche liebvoll gemachten Videos sind neben seinen Filmkritiken definitiv die Spezialität des wütenden Videospielnerds und lassen mich beniahe den furchtbar langweiligen AVGN – the Movie vergessen…beinahe!

PIXELKITSCH RETROFLASH 203: Nintendo Quest

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Seit ein paar Tagen findet sich die deutsche Übersetzung des Films Nintendo Quest in der Bibliothek von Amazon Prime. Da ich den Film zwar in den letzten Monaten zwar schon wahrgenommen aber noch nicht gesehen habe, musste ich dem Film nun natürlich eine Chance geben, auch wenn meine Erwartungen recht gering gewesen sind.

Jay Bartlett ist ein knapp 30-jähriger kanadischer Videospielsammler mit Vorliebe für schrabbelige Gitarrenmusik und bekommt von seinem besten Freund die Aufgabe, in 30 Tagen alle in Nordamerika offiziell veröffentlichten 678 NES-Spiele als loses Modul zu kaufen ohne das Internet zu nutzen. Die Dokumentation begleitet nun also besagten Jay bei seiner Suche nach den Spielen in diversen Videospielläden und bei Sammlern im Norden Amerikas. Der Zuschauer wird Zeuge zäher Verhandlungen, netter Tauschaktionen und einiger Rückschläge bei Jays Sammelvorhaben. Zwischendurch gibt es ein paar Fakten zu den Spielen und sentimentale Schnippsel des Jägers und seines Umfelds.

Der Film geht gut 90 Minuten und verlässt leider kaum das Niveau einer durchschnittlichen Youtube-Retro-Dokumentation. Hier waren die Ambitionen der Filmmacher auf jeden Fall größer als ihre Fähigkeiten, eine abendfüllende und packend inszenierte Dokumentation auf die wackeligen Beine zu stellen. Dennoch ist der Film kein Totalausfall, ein paar nette Anekdoten und Einblicke in private Sammlungen heben den Film ganz knapp über das gewohnte Youtube-Mittelmaß. Wer einen Pausenfüller zwischen neuen Episoden von Game Sack und dem AVGN sucht, wird hier einen netten Snack finden.

Anmerkung des nicht enttäuschten, aber auch nicht begeisterten Autors dieser Zeilen:
Ein echter Pluspunkt des Films ist für mich, dass kaum Preise für die Spiele genannt werden – der Film hat so sicher eine höhere Halbwertzeit und weniger Leute kommen auf die Idee, astronomische Summen für Ihre NES-Multimodule mit Mario Bros zu verlangen.

Der Monat in Spielen: Juli 2017

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der Juli stand im Hause Pixelkitsch ganz im Zeichen des SEGA Saturn. Aber auch auf NES und Game Boy wurde gedaddelt.

Der Monat Juli begann mobil mit dem erst kürzlich hier vorgestellten Trax auf dem Nintendo Game Boy. Im kompakten Panzerspaß shootet Ihr euch durch fünf kurze Stages und eine Bossparade und wundert euch nach zwanzig Minuten, dass Ihr bereits den Abspann zu Gesicht bekommt. Dennoch ist das Wehrdienstwerbespiel sehr unterhaltsam und ein netter Spaß für zwischendurch.

Auf dem NES habe ich mich nach Jahren der Verweigerung ein wenig länger mit The Legend of Zelda befasst. In der Vergangenheit konnte ich wenig mit dem Seriendebut anfangen, bin nach einer knappen halben Stunde gut in Hyrule angekommen. Die ersten Dungeons und Bosse haben mich gut unterhalten und meine anfängliche Skepsis genüber der goldenen Cartridge ist einer gewissen Begeisterung gewichen.

Die meiste Zeit habe ich im Juli jedoch am SEGA Saturn verbracht und mich dort zwei Spielen aus meiner Jugend gewidmet. Three dirty Dwarves des ungarischen Entwicklers Appaloosa ist ein überdrehter und comicgeschwängerter Brawler in dem der Spieler die Kontrolle über drei Zwerge (wer hätte das gedacht) übernimmt. Während die Grafik eine echte 2D-Granate ist und der Soundtrack mit sehr guten Beats aufwartet, stört oftmals das schlechte Balancing und die eine oder andere unfaire Stelle im Levelaufbau. Wo die Stages oft genug mit kryptischen Abschnitten nerven, sind die Bossgegner zum Teil überraschend einfach. Da ich das Spiel vor zwanzig Jahren aber sehr genossen habe, ist der Multiplayerspaß aus meiner Sicht auch heute noch eine echte Kaufempfehlung für frustresistente Zocker. Wie noch vor ein paar Wochen gepostet, habe ich auch endlich Panzer Dragoon Saga in der Sammlung und auch das musste ich im Juli natürlich wieder von vorne anfangen. Das Spiel begeistert noch immer mit toller Atmosphäre, sehr zugänglichem Spielprinzip und brauchbarer 3D-Grafik. Wer das Spiel zum ersten mal sieht, wird sich eventuell an der Polygonoptik stoßen, diese ist aus meiner Sicht aber durchaus manierlich gealtert. Der oft für das Spiel aufgerufene Preis mag überzogen sein, ich persönlich habe in den letzten Tagen jedoch wieder viel Freude an der Rollenspielperle gehabt.

Pixelkitsch Monat Juli 2017