Der Monat in Spielen: Juni 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Auch wenn ich mir Anfang des Jahres noch vorgenommen hatte, weniger Lizenzschrott zu zocken, habe ich mich im heißen Juni auf´s pixelige Glatteis gewagt.

Den Anfang machte bei mir die Versoftung der Öko-Cartoonserie Captain Planet für das geschundene Mega Drive. Die Konsole wird mir diesen Ausflug auf die Lizenzmüllhalde wohl nicht verzeihen, ich wollte dem Titel aber schon länger mal eine Chance geben. Da kaufe ich mir doch lieber eine Bionade mit Kompostgeschmack…

Für den Game Gear stand die Filmumsetzung zur Peter Pan-Fortsetzung Hook auf dem Spielplan, welche ich kürzlich in Box geschenkt bekommen habe – darauf habe ich 25 Jahre gewartet. Die Grafik ist durchaus solide und das Spiel hat gute Ansätze, krankt jedoch etwas am stellenweise recht unfairen Schwierigkeitsgrad. Mit der tollen Lizenz wäre sicher mehr drin gewesen, der Game Gear hat hier jedoch leider einen recht unfertig wirkenden Port der Lizenz von Sony spendiert bekommen.

Die Spiele des Monats Juni wurden von Titel zu Titel besser und mit der kompakten Arcade-Portiertung von Ms. Pac-Man habe ich auf dem Game Boy viel Vergnügen gehabt. Trotzdem der Bildschirm hier im Gegensatz zum Automaten scrollt, geht die Übersicht über die zu sammelnden Pillen nicht komplett verloren und das Spielgeschehen bleibt angenehm überschaubar. Technisch ist die Tablettenjagd unspektakulär, aber für eine Runde zwischendurch wunderbar geeignet.

Den krönenden Abschluss durfte mir im Juni 2018 die Filmumsetzung Jagdfieber für den Game Boy Advance von Ubisoft bescheren. Ohne Erwartungen habe ich die Cartridge angezockt und bin direkt von der hübsch gepixelten Grafik begeistert gewesen. Der Plattformer erfindet das Genre nicht neu und ist relativ flott durchgespielt, macht aber einfach Freude und zeigt, dass nicht jede Lizenzversoftung Bärenkacke sein muss!

Pixelkitsch Spielemonat Juni 2018

PIXELKITSCH RETROFLASH 220: Soccer Werbespots im Wandel der Zeit

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

Flash-Emblem

Werbespots nerven meist im Hier und Jetzt, sind aber wie lecker korkiger Wein und reifen mit dem Alter um sich sich zu tollen, skurrilen Zeitzeugnissen zu entwickeln .

Auch die folgenden drei Werbevideos zu Pele´s Soccer auf dem Atari VCS 2600, Rockmann Soccer für das Super Famicom und Fifa 95 für das Mega Drive waren bei Erscheinen sicher keine Meilensteine, wirken heute aber sehr unterhaltsam und angenehm kurios. Wer also noch nicht, weiß, wie er bei einem eventuell schlechten Abschneiden der deutschen Elf die restlichen Wochen verbringen soll, kann sich hier Anregungen holen, welches Spiel als nächstes angeschafft werden sollte!

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.58: Game Gear Inlays

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Dank des großen Erfolges von Hanafuda-Kartenhersteller Nintendo in den Achtzigern und Neunzigern des zwanzigsten Jahrhunderts erfreuen sich neue und vor allem alte Elektronikspielsysteme des Klempnerkonzerns bis heute bekanntermaßen großer Beliebtheit in der Retrorepublik.

Das sorgt dafür, dass sich Sammler im Nintendosektor regelmäßig auf die Füße treten und Preise in die Höhe getrieben werden, aber auch dafür, dass es heuer zahllosen neuen Merch von Nintendo und Sammelzubehör für alte Systeme gibt. Schutzhüllen in allen Variationen und Box-Inlays für Marioysteme werden in vielen Variationen angeboten, der Markt wirkt zum Teil beinahe übersättigt.

Der Sammelsektor hat bei SEGA-Systemen in den letzten Jahren ebenfalls gut aufgeholt und vor allem für Mega Drive und Dreamcast scheint es dieser Tage viele Abnehmer zu geben. Zu meinem Glück scheinen sich für den Game Gear bis heute zwar mehr, aber eben immer noch nicht übermäßig viele Sammler zu interessieren. Abseits von einigen wirklich hochpreisigen Titeln macht das Sammeln für den mobilen Batteriefresser immer noch viel Spaß.

Leider jedoch gab es aus genau diesem Grund jahrelang kaum modernes Sammelzubehör für den Game Gear und ein wenig neidisch habe ich manchmal schon zum Game Boy geschielt. Vor allem nachproduzierte Box-Inlays habe ich beim Handheld von SEGA sehr vermisst und jedes original Inlay auch bei Tauschgeschäften in der Sammlung behalten. Überrascht und glücklich bin ich davon gewesen, dass der Schutzhüllenversand Videogame Empire nun auch Inlays für den Game Gear im Sortiment hat und habe entsprechend direkt einmal zugeschlagen (aktuell scheinen sie im Shop nicht mehr verfügbar zu sein).

Die Gussform für die Plastikinlays scheint von einem original Inlay übernommen worden zu sein und dem entsprechend sehen die Duplikate sehr gut und authentisch aus. Der Kunstsoff wirkt hochwertig, klar und robust, leider jedoch scheint bei der Kopie die Passform nicht ganz akurat zu sein. Die nachgemachten Inlays für Game Gear-Boxen sind minimal größer als die Vorlagen und passen nicht 100%ig in die engen SEGA-Kartons. Diese gehen beim Befüllen zum Teil stark auf Spannung, was sich vor allem bei Spielen mit dickerer Anleitung (oder total fettem Spielspaß im Modul) bemerkbar macht.

Dennoch sind diese Inlays eine tolle Bereicherung für die Game Gear-Sammlung und eventuell wird die kleine Unstimmigkeit bei kommenden Auflagen der Inlays ja noch behoben. Ich würde mich über mehr Zubehör für SEGA-Archivare in jedem Fall freuen – shut up and take my money!

Game Gear Inlay

Der Monat in Spielen: Mai 2018

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Das Jahr 2018 ist bereits im Sommer angekommen und auch der Monat Mai brachte die meisten von uns wohl gut ins Schwitzen. Aus mir unerfindlcihen Gründen bin ich dennoch ein wenig zum Zocken gekommen und habe mich zwischenzeitlich vor allem mobil mit vier Spielen beschäftigt.

Den Anfang machte Fantastic Dizzy für den SEGA Game Gear aus dem britischen Traditionshause Codemasters. Der Eierkopf begleitet mich seit Amiga 500-Zeiten und hat mich aus mir unerfindlichen Gründen mit den bunten Coverartworks immer wieder angezogen. Die Briten verbinden hier klassiches Jump´n Run mit kleinen Tüfteleien und machen dabei nicht viel falsch. Dennoch konnte mich das hartgekochte Ei nicht so richtig begeistern und nach einer knappen halben Stunde verlor der Hüpfer schon wieder seinen Reiz.

Auf dem NES habe ich mir die Zähne an Gun Smoke von Capcom ausgebissen. Der Shooter im Wildwestambiente hat mich thematisch sofort abgeholt, jedoch schon zu Beginn schnell klargemacht, dass blaue Bohnen keine leichte Kost sind. Mit Autofeuer und Savestates habe ich mich dann doch noch durchgequält und durchaus Freude an dem optisch ansprechenden, aber spielerisch arg monotonen Kugelhagel gehabt.

Am Nintendo DS konnte mich Professor Layton und die verlorene Zukunft hervorragend unterhalten. Der erste Teil der Tüftelreihe hatte mir bei Release schon viel Freude bereitet und auch die Zeitreise mit Luke und seinem Mentoren ist aus meiner Sicht wieder sehr gelungen. Die Rätsel sind teilweise schön knifflig und die Aufmachung serientypisch sehr gelungen – ein Casualgame genau nach meinem Geschmack.

Ein überraschendes Highlight ist für mich Parodius auf dem Nintendo Game Boy gewesen, welches mir im Nachgang zum Geburtstag der Spielserie von Konami empfohlen wurde. Der Port sieht hervorragend aus, spielt sich fantastisch, klingt überdreht und bietet den serientypischen Humor im Hosentaschenformat. Das Modul wird sich bestimmt nicht das letzte Mal in den Slot meines Game Boys verirrt haben und ist eine echte Bereicherung für die Shooterbibliothek des Handhelds!

Gun Smoke, Dizzy, Professor Layton, Parodius

Quarth / PIXELQUICKIE vol.37

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Quarth – Game Boy – 1990 – Konami/Ultra

Irreführende Coverartworks waren nicht nur eine Spezialtät der Atari-Ära, auch minderjährige Anhänger des Nintendo Game Boy wurden mit aufwändigen Illustrationen hinter das graugrün schimmernde Licht geführt. Quarth für Nintendos Taschenspaß aus dem Jahr 1990 aus dem Hause Konami begeistert mit einem spektakulär bunten Cover und wirft euch im Anschluss in die wenig aufregende virtuelle Realität grauer Quadrate.

Wie in der Arcadevorlage von 1989, die im Westen auch unter Blockhole mehr oder minder bekannt gewesen ist, steuern wir auf dem Game Boy ein kleines Raumschiff am unteren Bildschirmrand und erwehren uns entgegenkommender Klötze. Was hier unspektakulär klingt, entwickelt sich beim Daddeln tatsächlich zu einer kurzweilig unterhaltsamen Spielmechanik.

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