Retroherbst 2018 – Termine und Events

Der Sommer ist nun eindeutig vorbei und die kuschelige Zeit des Herbstes umweht die Retrorepublik mit einem Hauch von Kabelbrand und altem Staub.

Das heißt jedoch nicht, dass rückwärtsgewandte Spieler alleine zu Hause ihrem pixeligen Hobby fröhnen müssen. Auch im letzten Jahresviertel 2018 stehen noch einige relevante Veranstaltungen für umtriebige Spieler auf dem Programm. Neben den Börsen in Berlin, im Saarland, in Kaiserslautern und Wien in der Alpenrepublik lädt auch die Pixelbörse im Düsseldorfer Zakk wieder zum Shoppen ein. Gezockt wird im Herbst wieder beim ejagfest in Kleinenbroich, zum zehnjährigen Bestehen im Oldenburger Computer Museum, bei der HomeCon in Hanau, bei der Retro-Aktiv in Kaiserslautern und bei der RETROpulsiv in Augsburg. Auch das Düsseldorfer Next Level Festival lädt wieder zu einem Grenzgang zwischen Spiel und Kunst ein.

Das Jahr 2018 klingt also höchst vielversprechend aus und bietet für jede retroaktive Strömung genug Impulse – viel Spaß beim Daddeln, Fachsimpeln und Einkaufen.

Retro-Aktiv / Kaiserslautern / 26.10.2018
E-Jagfest / Kleinenbroich / 03.-04.11.2018
Retrobörse / Kaiserslautern / 10.11.2018
RETROpulsiv / Augsburg / 10.-11.11.2018
HomeCon 51 / Hanau / 17.11.2018
10 Jahre OCM / Oldenburg / 17.11.2018
Retronom / Solingen / 17.11.2018
Next Level Festival 2018 / Düsseldorf / 22.-25.11.2018
Retrobörse Saarland / Saarbrücken / 24.11.2018
RETRO Games Friday / Leipzig / 30.11.2018
Retrobörse / Wien / 01.12.2018
Pixelbörse Zakk / Düsseldorf / 02.12.2018
Retrogamesbörse / Berlin / 02.12.2018

EDIT: Ebenfalls zum zocken laden der RETRO Games Friday in Leipzig und Retronom in Solingen ein. So viele Termine, so wenig Zeit…

Flipper- und Arcademuseum 2018

 

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.52: Retrobörsenoverkill

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Am kommenden Sonntag bin ich zum ersten mal mit einem Stand bei der düsseldorfer Pixelbörse im Zakk vertreten. Da ich schon länger nicht mehr auf einer Börse verkauft habe, hat sich bei mir schon einiges angesammelt und ich freue mich auf das Event.

Meine erste Börse dieser Art habe ich um das Jahr 2000 herum in Berlin besucht, wann und wo genau das war, kann ich leider nicht mehr genau eingrenzen. Nachdem ich mich dann ein paar Jahre weniger um Videospiele gekümmert habe, folgte der nächste Besuch einer solchen Veranstaltung erst 2008 im Falkenheim in Bochum auf der einfach benannten Retrobörse.

In den Folgejahren habe ich kaum eine Börse im Ruhrgebiet der Veranstalter verpasst und würde mich als großen Fan der Eventreihe bezeichnen. Der Retrohype kannte in der letzten Dekade keine Gnade und holte so ziemlich jedes Lieschen Müller und ihren Cousin Moritz Musterzock ab. Der Bedarf an alten Spielen stieg, keine Marios und Zeldas waren mehr vor den frisch geschlüpften Retrofans sicher. Viele Veranstaltungen, Magazine und Webseiten befeuerten das Thema und so kennt der Markt sicher auch die nächsten Jahre kaum Grenzen. Ich selber freue mich über das gestiegene Interesse an alten Spielen und vor allem die damit verbundene Akzeptanz in der Gesellschaft, sich mit dem Elektroschrott als Hobby zu befassen.

Auch die Retrobörsencrew hat in den letzten Jahren ordentlich expandiert und den Veranstaltungstakt stark erhöht. Einige der Börsen haben nur wenige Male stattgefunden, vor allem die beiden Börsen im Ruhrgebiet sind aber echte Publikumsmagnete – NRW ist einfach ein guter Standort für das ehemalige Nischenthema. Auch andere Veranstalter sind in den letzten Jahren auf den Zug aufgesprungen, haben das Börsenkonzept (sonderlich ausgefeilt ist es nicht, ich weiß) häufig kopiert und ein paar wenige Veranstaltungen am Markt etabliert. Auch ich kann mich nicht ganz davon freimachen und habe mit den Konsolenkindern mehrfach in der Vergangenheit kleine Tauschbörsen organisiert, bei denen wir allerdings weder Standmiete noch Eintritt verlangt und eher den Austausch und das Treffen Gleichgesinnter in den Vordergrund gestellt haben.

Ich muss allerdings sagen, dass mich die vielen und ständig stattfindenden Börsen so langsam etwas anöden. Das Konzept wird in jedem Kuhkaff von Trittbrettfahrern adaptiert, selten um innovative eigene Elemente ergänzt und oft verschwinden die Veranstaltungen schnell wieder, wenn die Organisatoren das Interesse an der Thematik verloren oder nicht genug Umsatz generiert haben. Sicher haben all die Veranstaltungen ihre Daseinsberechtigung und Fans, mich persönlich holt das Thema in der Masse aber inzwischen leider kaum mehr ab… Um am Sonntag selber mal wieder auf so einer kopierten Börse zu verkaufen, reicht meine Motivation aber noch und ich freue mich auf ein paar bekannte Gesichter!

PS: Schade, dass sich die Betreiber der Retrobörse den Namen damals offenbar nicht haben schützen lassen, der Begriff ist heuer ein eigenständiges Synonym wie Tempo für Taschentücher. 😉

Retro Handheld Convention in Köln