Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.43: Kampf dem Kabelsalat

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

In den vergangenen dreißig Jahren habe ich selber vermutlich eine Hundertschaft an Controllern für unterschiedliche Konsolen genutzt, malträtiert und liebgewonnen. Dabei habe ich meine eigenen Spieleingabegeräte auf ganz unterschiedliche Art und Weise in Kisten verstaut, neben den Fernseher gezwängt oder in Schubladen verbannt. In den meisten Fällen war ich stets darum bemüht, die Joypads in gutem Zustand für Spieleabende oder als Tauschware vorzuhalten. Neben den durch ständige Nutzung beanspruchten Buttons mussten oft genug vor allem die Kabel leiden, wurden diese doch ständig auf- und abgewickelt, verknotet oder als Stolperdraht für trunkene Zockgäste mißbraucht.

Während ich selber meine Controllerkabel für gewöhnlich locker um das Pad wickel, als nicht zu straff gezogene Schlaufe aufrolle oder mit einem Gummi zusammenraffe, gibt es offenbar auch noch einige mir bislang komplett fremde Techniken, dem Kabelwirrwarr Herr zu werden.

Erst vor ein paar Monaten entdeckte ich zum Beispiel Controller, die mit einem Klettband umwickelt waren, eine aus meiner Sicht echt brauchbare Art der Bindung, die ich zukünftig eventuell adaptieren werde. Den interessantesten Ansatz sah ich jedoch vor ein paar Tagen bei einem Daddelkollegen, der kurioser Weise Klopapierrollen benutzt, um die Controllervernetzung zu bändigen. Ich habe diese Technik nun selber einmal getestet und finde die Idee prinzipiell gut, mir erscheint die Wicklung der Kabel damit jedoch etwas zu straff

Kennt Ihr eventuell noch weitere Möglichkeiten, den Kabelsalat in der Schublade zu bändigen, favorisiert Ihr vielleicht eine der oben genannten Techniken oder schmeißt Ihr einfach alles lose in eine Schublade?

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.40: Willkommen in der Gegenwart

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Sehr lange habe ich mit mir gehadert, nun musste aber schlussendlich ein retrofernes Upgrade in die Gegenwart des Videospiels vollzogen werden. Von den aktuellen drei Konsolen XBox One, Playstation 4 und Wii U hat mich in den letzten Jahren eigentlich keine komplett überzeugen können. Trotz meiner lang anhaltenden Kaufunwilligkeit hat der Konsumgeist nun doch bei mir zugeschlagen und mich unversehens in die Jetzt-Zeit des Gamings katapultiert.

Da ich kürzlich die Chance erhielt, ein wenig ausgiebiger den Mario Maker anzuzocken und ich durchaus Gefallen an dem klobigen aber praktischen Gamepad gefunden habe, konnte ich meine Begeisterung für Nintendos gerade noch aktuelles Hardware-Flaggschiff nun nicht mehr zügeln. Mit der Wii U hat nun also eine Konsole Einzug in meine Sammlung gehalten, die zwar schon viereinhalb Jahre auf dem Buckel hat und bereits in einigen Monaten von der Nachfolgehardware abgelöst werden soll, trotzdem aber immer noch erstaunlich preisstabil ist. In einem größeren Bundle hat die Konsole jetzt mit zusätzlichem Controller und diversen Spielen zu einem durchaus akzeptablen Preis ihren Weg zu mir gefunden. Nachdem der umständliche Abbau der bei mir fest verdrahteten, aber in den letzten zehn Jahren kaum genutzten weißen Wii vollzogen gewesen ist, folgte die ebenfalls recht umfangreiche Erstinstallation der schwarzen Wii U.

Gezockt habe ich auf meiner aktuellsten Konsole bislang tatsächlich nur Mario Kart 8 – dieses jedoch recht ausgiebig. Während mich das Gerät technisch wenig umhaut, gefällt mir die Ausrichtung der Softwarebibliothek mit den zahlreichen Exklusivtiteln von Big N dagegen sehr gut. Auch wenn es hier nur mehr vom Altbekannten gibt, bin ich durch die Abstinenz während der Wii-Zeit der üblichen Spielereihen wie Mario World, Zelda oder Mario Kart noch nicht komplett überdrüssig. Geben wir der nun ausklingenden Hardware-Generation im Hause Nintendo also eine Chance und schauen, ob man mich als Stammkunden für die stationären Konsolen zurückgewinnen kann – bei den Handhelds hatte mich Big N nie komplett verloren!

Wii U

Happy Birthday: Tomb Raider

Ich muss zugeben, mich in den vergangenen Jahren nur noch wenig um Frau Croft aus dem Hause CORE Design gekümmert zu haben. Seit Ihrer Geburt am 25ten Oktober 1996 auf dem SEGA Saturn konnte mich nur Ihr aller erster Ausflug in die Höhlen wirklich fesseln. Damals verbachte ich zahlreiche Stunden und Tage in den grob texturierten Katakomben und erfreute mich an der für damalige Verhältnisse riesigen, frei erkundbaren Welt. Ich knallte Wölfe, Bären, Dinosaurier und seltsame Außerirdische über den Haufen und ärgerte mich im Minutentakt über die hakelige Steuerung die zusammen mit der Kollisionsabfrage nur wenig Gnade kannte.

Die Nachfolger erschienen allesamt nicht mehr auf SEGAs Flaggschiff und ich wandte mich ab von der qualitativ eher wankelmütigen Brünetten mit britischem Pass. Ein kürzlicher Ausflug zurück zu ihren Wurzeln fiel bei mir zwar eher ernüchternd aus, dennoch hat selbst der zwanzig Jahre alte Erstling durchaus noch seinen Reiz und vermittelt vor allem mit der stimmigen Akustik eine tolle Atmosphäre.

Happy Birthday Lara Croft und Tomb Raider, heute werdet Ihr zwanzig Jahre jung!

Tomb Raider

Happy Birthday: Castlevania

Nicht mehr auf den Tag genau, aber die Vampirjagd Castlevania aus dem Traditionshause Konami wird dieses Jahr genau 30 Jahre jung. Am 26ten September erblickte die Peitschensimulation auf dem Famicom Disk System das Licht der Welt und wurde kurze Zeit später auch auf die MSX2-Computerfamilie portiert. In der Folge wurde der Plattformklassiker mehrfach fortgesetzt und feierte bis in die 16 Bit-Ära große Erfolge bei Kritikern und Konsumenten. Nach dem großartigen Symphony of the Night für SONY Playstation und SEGA Saturn und zwei eher fraglichen Auftritten auf dem N64 wurde die Serie auf vor allem auf dem Nintendo DS sehr schön und erfolgreich fortgesetzt und etablierte weiter das Metroidvania-Prinzip. Auf PS3 und XBox 360 wurde die Serie zwar in drei Dimensionen fortgesetzt, konnte jedoch an die alten Erfolge nicht wieder anknüpfen.

Wir danken Konami für groteske familiäre Verflechtungen, uralte gebratenen Hähnchen in noch älteren Gemäuern und Peitschenaction am laufenden Band, sowie technisch beeindruckende Abenteuer in Transilvanien.

Castlevania Playstation 1

Der Monat in Spielen: Juni 2016

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der Juni stand bei mir ganz im Zeichen des gepimpten Game Gears. Mit dem neuen Display macht das Zocken endlich wieder richtig Spaß, auch wenn ich bei ein paar (vornehmlich japanischen) Modulen neuerdings nun oft das Problem hatte, dass die Module nicht erkannt wurden – sehr seltsam. Gedaddelt habe ich hier vor allem Out Run, aus meiner Sicht ein wirklich brauchbarer und perfekt zum Handheld passender Port. Ebenfalls einige Runden habe ich mich mit Galaga 91 auseinander gesetzt, das Ballerspiel macht wirklich Laune wird jedoch recht schnell ein wenig eintönig. Die gegnerischen Sprites sehen dennoch fantastisch aus, das Insektenthema wird einfach nie alt. Wie so oft, durfte auch diesen Monat mal wieder das SEGA Game Pack 4 in 1 in den Schacht wandern, Das einsteigerfreundliche Autorennen und rudimentäre Tennis auf der Cartridge wissen mich irgendwie immer wieder zu begeistern. Den monatlichen Abschluss am Game Gear machte Samurai Spirits, die mobile Umsetzung der Showdown-Reihe, welche auf meinem Handheld zunächste wehement den Betrieb verweigert hat. Als es dann lief war ich recht schnell begeistert, die Prügelei macht trotz der ledigleich zwei vorhanden Tasten wirklich Spaß, auch wenn die Move-Vielfalt natürlich arg eingeschränkt ist.

Zwischendurch wurde bei mir auch an anderen Systemen gezockt, zum Beispiel im Multiplayer an der Playstation. Hier durfte zu Beginn des Monats Street Racer in die Konsole wandern, irgendwie will man das Spiel jedesmal mögen, aber der Funke will heuer bei dem Funracer nicht mehr so überspringen wie vor zwanzig Jahren! Auf dem Game Boy Advance hielt Rampage Puzzle Attack Einzug in meine Bibliothek. Bei dem kleinen Tüftelspiel wurden zwar die Kreaturen aus den Rampage-Spielen übernommen, so richtig bereichern können sie das dröge Spielprinzip der tauschbaren Farbflächen aber nicht. An der Famicom-Front sind diesen Monat zwei Spiele in den Graben gesprungen, den Anfang machte der eher für die Game Boy-Version bekanntere Titel Flipull. Das Tüftelspiel findet sich auf zahlreichen Piratenmodulen der ersten Generation in der Geschichte des Game Boys und macht zumindest ein paar Runden durchaus Laune wenn das Spielprinzip erst einmal verinnerlicht ist. Mehr begeistern konnte mich der letzte Titel für diesen Monat – Super Star Force für das Famicom sieht gut aus, spielt sich flüssig und wird recht schnell arg schwer. Dank der Speicherfunktion am Retron 5 habe ich dem Spiel dennoch etwas abgewinnen können, ohne hätte ich den Controller wohl schon nach spätestens zwanzig wutentbrannt in die Ecke gepfeffert!

PIXELKITSCH Spielemonat Juli 2016