Happy Birthday: Space Invaders

Auch wenn ich das Datum nicht 100% exakt auf den 19ten Juni 1978 fixieren konnte, möchte ich es natürlich nicht versäumen, dem Urgroßvater des Vertikalshootergenres zum 40. Geburtstag zu gratulieren

Mit simpler Grafik, reduziertem, aber eingängigem Sound und packendem Spielprinzip begeisterte Space Invaders von Taito gleich mehrere Spielergenerationen und besitzt auch vierzig Jahre nach Release einen ganz eigenen Charme. Die grob aufgelösten Außerirdischen sind in viele Bereiche der Alltagskultur eingedrungen und haben ihre Spuren in Kunst, Musik und natürlich Videospielen hinterlassen.

Die bedrohlich auf den Spieler herunterblickenden Invasoren fanden Ihren Weg zur Erde nicht nur am Spielautomaten, sondern auch auf vielen Konsolen. Mir persönlich gefällt die Version für das Atari VCS 2600 bis heute sehr gut, weil sie auch einen ausgezeichneten Modus für zwei Spieler bietet.

Happy Birthday an Toshihiro Nishikado für seine Space Invaders!

Space Invaders

UNNÜTZE HARDWARE vol.50: N-JOYPAD von QVC

Nützliche Hardware gibt es ja einige, aber auch unnütze Geräte und Erweiterungen wollen gewürdigt werden. Deswegen gibt es an dieser Stelle immer wieder mal kleine Reviews von Geräten und harten Erweiterungen, die ihre Qualitäten manchmal erst auf den zweiten Blick offenbaren.

Hardware-Emblem

N-JOYPAD von QVC

Der Shoppingkanal QVC ist stets für unangenehme Überraschungen gut und hat hin und wieder auch Videospielsysteme wie das hier vorliegende Verbrechen an der zockenden Gesellschaft im breit gefächerten Repertoire zwischen Nasenhaartrimmern und Zuhälterkettchen.

Das N-JOYPAD ist wie der Name vermuten lassen würde nicht einfach ein genießbares Eingabegerät für Videospiele, sondern ein umfangreiches Unterhaltungssystem für die modernen Wohnstuben der Republik und begeistert natürlich mit enormen Funktionsumfang.

Die Konsole und die beiden mitgelieferten Controller in schickem Neongrau geben sich alle Mühe, der Playstation aus dem Hause Sony zu ähneln und wirken damit leidlich kreativ gestaltet. Wesentlich kreativer sind drei ebenfalls enthaltene Plastikscheiben die den verschallerten Kids der QVC-Kunden suggerieren sollen, sie würden tatsächlich ein zeitgemäßes Entertainmentpaket in den Händen halten. Die drei Scheiben enthalten natürlich keine Software, sondern drücken je nach Größe einfach auf einen anderen Knopf in der geschlossenen Konsole.

Weiterlesen

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.53: Vorsätze für 2018

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Viele Leute nehmen sich zum Jahreswechsel tolle, lebensverbessernde Maßnahmen vor. Beliebte Vorsätze die in den Selbstüberschätzungscharts oft hohe Ränge einnehmen, sind zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören, endlich zehn Kilo abnehmen oder dem Chef mal so richtig die Meinung sagen. Nur selten führen diese Vorsätze tatsächlich zum gewünschten Ergebnis, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen…

Auch ich nehme mir drei ambitionierte Vorsätze für 2018 vor und hoffe, dass zumindest manches davon so oder ähnlich zu erfüllen ist.

Ein großer Vorsatz für mich ist in diesem frischen Jahr, endlich meine Sammlung signifikant zu verkleinern. Eine Reduzierung um 33 Kilogramm Prozent bei den Spielen und beim Zubehör wären durchaus wünschenswert. Bei den Konsolen werde ich sicher auch ein paar Geräte in die Wüste schicken, vor allem bei wildgewachsenen Sammlungen wie meiner PS1-Spielebibliothek schreckt mich die schiere Masse inzwischen aber eher ab – hier muss in diesem Jahr einiges weichen.

Das bringt mich direkt zum zweiten guten Vorsatz für 2018. Ich möchte weniger breit sammeln, sondern mich noch mehr auf ein paar Systeme spezialisieren. Hier liegt der Fokus natürlich weiterhin vor allem auf SEGA-Konsolen, nur wenige andere Systeme davon ab werde ich um weitere Spiele ergänzen. Systeme wie die Nintendo Wii, der Commodore 64 oder das N64 bieten mir einfach momentan zu wenige Anreize, sie weiter mit Massen an Spielen zu versorgen.

Mein dritter Vorsatz betrifft vor allem das Spielen selber. Zu oft fange ich Videospiele an, vergnüge mich ein Stündchen damit und bringe diese dann nicht zu Ende. Zudem neige ich auch dazu, vielen schlechten Spielen die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, wie den richtig guten und zocke diese oft nur, um mich dann zu ärgern – ein sehr ungesundes Spielverhalten. 2018 würde ich mich entsprechend gerne intensiver mit Panzer Dragoon Saga, Zelda – Breath of the wild und Story of Thor 2 befassen – leider alle drei nicht unbedingt die kürzesten Spiele, entsprechend erwarte ich hier schon beinahe ein destraströses Scheitern!

2018 kann kommen, ich habe viele gute Vorsätze, bin top motiviert und besitze nur sehr wenig Zeit…das Jahr kann nur gut werden!

Pixelkitsch-Shirt 2014 Animation

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.49: Retro-Ausmisten

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Abgesehen von kleineren Pausen spiele ich nicht nur seit über 30 Jahren Videospiele, sondern sammel diese auch. Das Horten und Archivieren von Medien hat mich immer schon fasziniert und es tat mir stets in der Zockerseele weh, wenn ich als Kind ein Spiel abgeben musste, um mir ein neues leisten zu können.

Zwei Einschnitte im Ausdünnen meiner Sammlung sind mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Um mir zum Release den SEGA Saturn leisten zu können, habe ich mit einem Schlag meine umfangreichen Bibliotheken meiner Game Gear- und Mega Drive-Spiele inklusive Hardware abgeben müssen. Alle Spiele und Hardware-Teile sind natürlich top gepflegt und zu 90% in OVP gewesen, dennoch hat es nur zur Finanzierung der Hälfte der damals neuen Wunderkonsole gereicht. Ein herber Rückschlag für meine Sammelleidenschaft und nicht unedingt die beste Entscheidung in meiner Spieler-Karriere.

Ebenfalls als gravierend erwies sich ein Einbruch in meinen Keller, bei dem ein gutes Dutzend Konsolen und dazu passend zahllose Spiele entwendet wurden. Auch wenn ich zu der Zeit nicht aktiv gesammelt und deswegen die Geräte im Keller eingelagert hatte, schmerzt es mich bis heute, meine Sammlung auf so unwürdige Art und Weise verloren zu haben – vieles davon habe ich bis heute nicht mehr erwerben oder finden können.

Aktuell bin ich jedoch an einem Punkt im Sammeln angekommen, bei dem ich aus freien Stücken Teile meiner Kollektion abgebe. Es haben sich in den vergangenen Jahren des hortens einfach zu viele Spiele und Zubehörteile angesammelt, die mir persönlich nichts geben oder schlichtweg scheiße sind. Die Sammlung wurde zu groß und auch zu unspezifisch. Konsolen würde ich aktuell noch nicht abgeben wollen, aber beim N64 habe ich bereits einen Großteil meiner Spiele abgestoßen, da mir die Softwarebibliothek des Gerätes bis auf minimale Ausnahmen einfach zu keinem Zeitpunkt zugesagt hat. Aktuell müssen vor allem überflüssige Playstation1- und Playstation2-Spiele weichen. Hier haben sich einfach in fast 20 Jahren zu viele Spiele angesammelt, die ich kein einziges mal angespielt habe und die mich auch in der nächsten Dekade garantiert nicht reizen werden.

Es ist also Zeit, ein wenig Abschied zu nehmen, aber wo etwas verschwindet, entsteht auch Raum für Neues…

Spielestapel

Fünf Freunde #37: Affentheater an der Konsole

In Der Rubrik Fünf Freunde werden an dieser Stelle zukünfitg zu verschiedenen Themen jeweils fünf Spiele vorgestellt. Thematisch sortiert bringe ich euch hier hin und wieder fünf Empfehlungen, die euren Alltag verschönern oder verändern sollen.

5-Freunde-Emblem

Fünf Freunde: Affentheater an der Konsole
Tiere und Videospiele sind eine tolle Kombination. Auch abseits von Knuddelgames auf dem Nintendo DS oder der Wii finden sich in der Videospielgeschichte zahlreiche Titel, die uns unseren plüschigen, vierbeinigen, bellenden oder wilden Freunden näher bringen. Auch unser Verwandten mit der angeblichen Vorliebe für Bananen sind immer wieder Helden von Videospielen gewesen und diesen widme ich die heutigen fünf Empfehlungen abseits der klasschichen Donkey Kong Titel.

Toki / Multiplattform
In Japan als JuJu Densetsu bekannt, kam Toki 1989 in die Spielhalle und zwei Jahre später auf Heimcomputer und Konsolen. Verwandelt in einen spuckenden Affen müsst Ihr dem Zauberer ans Leder, damit er euch zurück verwandelt. Die Mega Drive Fassung ist weitgehend erschwinglich und ein hübsch anzusehender aber eher gemächlicher Plattformspaß für das Wohnzimmer.

Amidar / Arcade, Atari 2600
Amidar als simplen Pac Man Klon zu bezeichnen würde dem launigen Arcade-Spiel nicht gerecht werden. Im ersten Level färbt Ihr Kästchen auf dem Spielfeld ein und geht Jägern aus dem Weg, die euch das Fell über die Ohren ziehen möchten. In den späteren Stages werden Affe und Gegner gegen andere Figuren ausgetauscht, das Spielprinzip bleibt aber stets gleich. Die Atari 2600-Fassung ist zwar fern ab von Perfektion, hat mir aber immer viel Freude bereitet.

Ape Escape / Playstation
Nicht als Affe selber, aber dafür mit einer ganzen Horde an pelzigen Kletterfreunden bekommt Ihr es in Ape Escape auf bislang allen SONY Konsolen seit 1999 zu tun. Mit allerlei Gadgets müsst Ihr versuchen der Affenbande Herr zu werden und euch in den teils weitläufigen Arealen zurecht zu finden.

Super Monkey Ball / Game Cube, PS2, XBox
Auf dem Game Cube haben mich nur wenige Spiele so gut unterhalten wie Super Monkey Ball von SEGA. Als Affe AiAi rollt Ihr in einer Kugel über schmale Balken einen Parcour hinab ins Ziel und sammelt Bananen ein – that´s it. Das Spielprinzip könnte kaum simpler sein, macht jedoch mit seinem Affenzahn und bunter Grafik echt Laune.

Samba de Amigo / Arcade, Dreamcast, Wii
Musik- und Rythmusspiele sind eher selten mein Fall, die Aufmachung von Samba de Amigo hat mich auf Dreamcast aber seit Release begeistert. Bewaffnet mit zwei Maracas rasselt Ihr euch als Affe durch die Stages und erquickt an der treibenden Musik und der überfrachteten Bon Bon-Optik. Dazu kommt das Spiel ganz Arcade-nah zusammen mit zwei Plastikrasseln in erfrischendem Latinlook.

Monkey Videogame Illustration