Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.60: Kindheit aus dem Katalog

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Aufmerksamen Lesern dieses Blogs ist eventuell schon aufgefallen, dass bei PIXELKITSCH nicht nur dem digitalen Spielen gehuldigt wird. Auch analoges Spielzeug hat bei mir bis heute einen hohen Stellenwert. Insbesondere verspielter Kram, der schon in meiner Kindheit für Begeisterung sorgte, steht auch heute noch im Kurs. Vor allem die dänischen Steckbausteine aus der Kleinstadt Billund hatten es mir immer schon angetan und haben einen Großteil meiner verspielten Kindheit ausgemacht – an LEGO führte bei mir einfach kein Weg vorbei.

Wer dereinst mein Kinderzimmer betrat, musste stets damit rechnen, in ein Verkehrschaos, eine Ritterschlacht oder eine Piratenfehde zu treten, mindestens aber, sich einen versprengt herumfliegenden kantigen Einerstein im Fuß einzufangen. Nichts hält so lange wie ein stabiler Blastikbaustein und so erstarb auch bei mir irgendwann die Leidenschaft für das bunte Plastik. Die teilweise teuer angeschafften Steine wanderten in gut sortierten Bausätzen über Trödelmarkttische oder als Konvolute in Händlerhände.

Die Faszination für die farbenfrohen Klötze ging nie ganz weg und so kaufte ich mir irgendwann den LEGO Simpsons Kwik-E-Markt und vereinzelt ein paar Minifiguren. Da ich Sammeltechnisch mit Musik und Videospielen eigentlich ja schon bedient bin, war mein Bedürfnis nie so groß, mich nun auch noch bei dänischem Spielschnickschnack zu engagieren.

Zweimal im Jahr erscheint jedoch der LEGO-Katalog und ich erwische mich jedes mal dabei, wie ich mit Begeisterung die vermeintlichen Neuerungen im Klötzchensektor begutachte. Auch aus der Distanz beobachtet sind die Steine schon faszinierend genug…aber irgendwann muss ich mir dann eventuell doch wieder mein LEGO Robin Hood Waldversteck mit der Nummer 6054 aus der Kindheit zurückholen!

Lego Katalog 2018

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.59: Ein Loblied auf SHOOT

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Die Playstation 1 ist bis heute eine großartige Konsole, markiert den fulminanten Einstieg für SONY in den Videospiel-Hardwaremarkt und bietet eine fantastische, bunte und abwechslungsreiche Softwarebibliothek.

Auch wenn ich aktuell bei vielen Systemen aussiebe und auch bei der PS1 den Rotstift angesetzt habe, erwerbe ich doch hin und wieder noch ein paar für mich interessante Spiele. Auf Trödelmärkten ist die liebevoll oft Playsi genannte Konsole im Moment noch gut vertreten und schlägt aktuell den Weg ein, den das NES vor gut 15 Jahren genommen hat: weg vom grabbeligen Trödelmarkt, hin zum reinen Liebhaber- und Sammelsektor. Damit werden auch die Preise für die Spiele durch die Decke gehen und auch jetzt zeichnet sich bei manchen Titeln bereits ab, wo die finanzielle Reise hingehen könnte.

Solange sich für mich noch Schnäppchen auf Flohmärkten finden lassen, werde ich weiter in dem Sektor sammeln und nehme dabei auch so manchen schlechten Zustand bei den Spielhüllen in Kauf. Die Playstation-Hüllen sind zwar angenehm kompakt konstruiert, lassen sich aber leider nicht mit den herkömmlichen Audio-CD-Hüllen tauschen. Vor allem die letzten Jahre der SONY-Konsole standen im Zeichen von vielen richtig schlechten Spielen, die explizit für die Grabbelkisten produziert wurden und auch der Publisher Phoenix hat an dieser Front ganz vorne mitgemischt.

Die Restposten dieser Restposten lassen sich bis heute recht günstig im Dutzend als Neuware erstehen und so freue ich mich, heuer noch auf einen Stapel ungeöffneter Shoot-Spiele zurückgreifen zu können. Die simpel betitelte Ballerspielsammlung Shoot ist Grabbelware der untersten Kategorie, die dazu passenden originalen Hüllen sind jedoch sehr willkommene Organspender für geschundene Trödelmarktspiele.

An dieser Stelle möchte ich es entsprechend nicht versäumen, der Firma Phoenix für die schrabbelige Grabbelware des Typs Shoot zu danken, ohne euch wäre das Auffrischen der eigenen Sammlung nur halb so schön! <3

Playstation Shoot

Happy Birthday: Space Invaders

Auch wenn ich das Datum nicht 100% exakt auf den 19ten Juni 1978 fixieren konnte, möchte ich es natürlich nicht versäumen, dem Urgroßvater des Vertikalshootergenres zum 40. Geburtstag zu gratulieren

Mit simpler Grafik, reduziertem, aber eingängigem Sound und packendem Spielprinzip begeisterte Space Invaders von Taito gleich mehrere Spielergenerationen und besitzt auch vierzig Jahre nach Release einen ganz eigenen Charme. Die grob aufgelösten Außerirdischen sind in viele Bereiche der Alltagskultur eingedrungen und haben ihre Spuren in Kunst, Musik und natürlich Videospielen hinterlassen.

Die bedrohlich auf den Spieler herunterblickenden Invasoren fanden Ihren Weg zur Erde nicht nur am Spielautomaten, sondern auch auf vielen Konsolen. Mir persönlich gefällt die Version für das Atari VCS 2600 bis heute sehr gut, weil sie auch einen ausgezeichneten Modus für zwei Spieler bietet.

Happy Birthday an Toshihiro Nishikado für seine Space Invaders!

Space Invaders

UNNÜTZE HARDWARE vol.50: N-JOYPAD von QVC

Nützliche Hardware gibt es ja einige, aber auch unnütze Geräte und Erweiterungen wollen gewürdigt werden. Deswegen gibt es an dieser Stelle immer wieder mal kleine Reviews von Geräten und harten Erweiterungen, die ihre Qualitäten manchmal erst auf den zweiten Blick offenbaren.

Hardware-Emblem

N-JOYPAD von QVC

Der Shoppingkanal QVC ist stets für unangenehme Überraschungen gut und hat hin und wieder auch Videospielsysteme wie das hier vorliegende Verbrechen an der zockenden Gesellschaft im breit gefächerten Repertoire zwischen Nasenhaartrimmern und Zuhälterkettchen.

Das N-JOYPAD ist wie der Name vermuten lassen würde nicht einfach ein genießbares Eingabegerät für Videospiele, sondern ein umfangreiches Unterhaltungssystem für die modernen Wohnstuben der Republik und begeistert natürlich mit enormen Funktionsumfang.

Die Konsole und die beiden mitgelieferten Controller in schickem Neongrau geben sich alle Mühe, der Playstation aus dem Hause Sony zu ähneln und wirken damit leidlich kreativ gestaltet. Wesentlich kreativer sind drei ebenfalls enthaltene Plastikscheiben die den verschallerten Kids der QVC-Kunden suggerieren sollen, sie würden tatsächlich ein zeitgemäßes Entertainmentpaket in den Händen halten. Die drei Scheiben enthalten natürlich keine Software, sondern drücken je nach Größe einfach auf einen anderen Knopf in der geschlossenen Konsole.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.53: Vorsätze für 2018

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Viele Leute nehmen sich zum Jahreswechsel tolle, lebensverbessernde Maßnahmen vor. Beliebte Vorsätze die in den Selbstüberschätzungscharts oft hohe Ränge einnehmen, sind zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören, endlich zehn Kilo abnehmen oder dem Chef mal so richtig die Meinung sagen. Nur selten führen diese Vorsätze tatsächlich zum gewünschten Ergebnis, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen…

Auch ich nehme mir drei ambitionierte Vorsätze für 2018 vor und hoffe, dass zumindest manches davon so oder ähnlich zu erfüllen ist.

Ein großer Vorsatz für mich ist in diesem frischen Jahr, endlich meine Sammlung signifikant zu verkleinern. Eine Reduzierung um 33 Kilogramm Prozent bei den Spielen und beim Zubehör wären durchaus wünschenswert. Bei den Konsolen werde ich sicher auch ein paar Geräte in die Wüste schicken, vor allem bei wildgewachsenen Sammlungen wie meiner PS1-Spielebibliothek schreckt mich die schiere Masse inzwischen aber eher ab – hier muss in diesem Jahr einiges weichen.

Das bringt mich direkt zum zweiten guten Vorsatz für 2018. Ich möchte weniger breit sammeln, sondern mich noch mehr auf ein paar Systeme spezialisieren. Hier liegt der Fokus natürlich weiterhin vor allem auf SEGA-Konsolen, nur wenige andere Systeme davon ab werde ich um weitere Spiele ergänzen. Systeme wie die Nintendo Wii, der Commodore 64 oder das N64 bieten mir einfach momentan zu wenige Anreize, sie weiter mit Massen an Spielen zu versorgen.

Mein dritter Vorsatz betrifft vor allem das Spielen selber. Zu oft fange ich Videospiele an, vergnüge mich ein Stündchen damit und bringe diese dann nicht zu Ende. Zudem neige ich auch dazu, vielen schlechten Spielen die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, wie den richtig guten und zocke diese oft nur, um mich dann zu ärgern – ein sehr ungesundes Spielverhalten. 2018 würde ich mich entsprechend gerne intensiver mit Panzer Dragoon Saga, Zelda – Breath of the wild und Story of Thor 2 befassen – leider alle drei nicht unbedingt die kürzesten Spiele, entsprechend erwarte ich hier schon beinahe ein destraströses Scheitern!

2018 kann kommen, ich habe viele gute Vorsätze, bin top motiviert und besitze nur sehr wenig Zeit…das Jahr kann nur gut werden!

Pixelkitsch-Shirt 2014 Animation