QIX / PIXELQUICKIE vol.27

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

In Gestalt einer Raute Linien über ein weißes Spielfeld ziehen und einem nervigen Zini von Spaß am Dienstag ausweichen – das klingt nicht unbedingt nach einem spannenden Spielkonzept, sondern eher nach einem mißlungenen Tripp. Qix aus dem Hause Taito wurde von Randy und Sandy Pfeiffer entwickelt und die scheinen weniger Bedenken gehabt zu haben, was die Zugkraft ihrer Spielidee angeht.

Auf dem Game Boy gibt es viele unscheinbare Titel, die wenig Beachtung finden und meist im Schatten von cartoonigeren und actionorientierteren Spielen stehen. Auch Qix ist so eine Software, die nicht unbedingt als erstes genannt wird, wenn es um Spaßgranaten auf Nintendos Batterie betriebenem Backstein geht. Ob der Titel eventuell etwas mehr Beachtung verdient hätte, erfahrt Ihr nach dem Klick im Review und natürlich hier direkt im Video!

Eure Aufgabe bei der Umsetzung aus dem Jahre 1990 ist es, als kleine Raute mindestens 75% des zu Beginn weißen Spielfeldes einzufärben und den Gegnern auszuweichen. Am Spielfeldrand tummeln sich diverse Funken, während die Spielfläche selber vom namensgebenden Qix beherrscht wird. Dieses aus Strichen bestehende Objekt versucht euch durch Kontakt mit euch oder der grade gezogenen Linie daran zu hindern, den Raum für euch zu gewinnen und kann nicht getötet werden. Dies geschieht entweder schnell mit geringem Punktegwinn oder langsam mit höherer Punktzahl. Gesteuert wird euer Objekt natürlich nicht wie am Automaten mit einem Trackball, sondern dem Steuerkreuz, sowie zur Temporegulierung den beiden Actionknöpfen.

Im weiteren Spielverlauf wird der Schwierigkeitsgrad ordentlich erhöht, das Tempo angezogen und ein weiterer Qix lauert euch auf. Was zu Beginn noch einfach wirkt, wird sehr schnell extrem fordernd, aber selten unfair. Zwischensequenzen erfreuen den Spieler mit kleinen Feuerwerken, je nachdem wie weit Ihr im Spiel bekommt, bringt euch Mario noch ein Ständchen zum Ableben. Die Game Boy Fassung hat zudem einen kleinen Linkmodus spendiert bekommen, bei dem abwechselnd um Punkte das Spielfeld erobert wird – für einen Runde zwischendurch ist der Modus durchaus zu gebrauchen.

Qix für Game Boy

Fazit: Trotz der drei Buchstaben im Namen ist Qix ganz sicher kein Triple-A-Titel auf dem Game Boy. Bei mir steht der ruhig inszenierte und dennoch hochspannende Strategie-Geschicklichkeitsmix hoch im Kurs. Grund dafür ist für mich neben dem tollen Coverartwork vor allem das bis heute recht unverbrauchte Spielprinzip, abseits von den sonst auf dem Game Boy üblichen Plattformern oder Puzzlern und die dezente, aber effektvolle Optik und der atmosphäre kühle Sound.

Qix für Game Boy

AMIDAR / PIXELQUICKIE vol.24

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

Schon seit vielen Jahren hatte ich mit dem Kauf von Amidar geliebäugelt. Nicht, weil ich sonderlich viel Gutes vom Spiel gehört hätte (eigentlich hört man von dem Spiel ohnehin nie irgendwas), sondern weil ich das Artwork der tollen silberfarbenen Parker-Verpackung unfassbar gut fand. Das Artwork changiert zwischen grausam hässlich und herrlich fantasievoll und lebt von seinem plakativen Comicstil. Für gerade einmal fünf Euro habe ich auf der letzte Retrobörse endlich die Lücke in meinem Regal mit dem Titel füllen können. Im Video und kurzen Review schaue ich mir nun an, ob das Spiel meine – eigentlich recht geringen – Erwartungen erfüllen konnte und ob das Spiel mehr bietet als nur ein seltsames Artwork!

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Der Monat in Spielen: März 2015

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Den Beginn des vergangenen Monat habe ich mit dem zumindest in meinen Erinnerungen durchaus brauchbaren Zelda-Klon Shining Wisdom auf dem Saturn verbracht. Leider spielt es sich doch arg träge und uninspiriert, die wenig charmante 2D-Renderoptik versärkt den Eindruck der Mittelmäßigkeit leider noch zusätzlich. Bislang habe ich gut vier Stunden in der Fantasy-Welt verbracht, schauen wir mal, ob ich mich weiter zum herumreisen motivieren kann. Die Mitte des Monats habe ich häufiger am Game Boy gezockt, vor allem Revenge of the Gator musste wegen eines kleinen Score-Contests im circuit-board etwas länger dran glauben. Der Flipper spielt sich gut und ist liebevoll gestaltet, krankt jedoch an vielen unberechenbaren Spielelementen. Gefolgt wurde die Kugelspielerei bei mir vom fantastischen Qix, dass auch auf dem Nintendo-Handheld eine ausgezeichnete Figur macht. Spielt sich die Geschicklichkeitstüftelei zu Beginn noch sehr leicht, zieht die Herausforderung nach ein paar Stufen ordentlich an und motiviert zur Highscorejagd. Warum, weiß ich zwar nicht, aber im März habe ich dem klassischen Golf auf dem Game Boy ebenfalls eine Chance gegeben. Nachdem ich mich halbwegs mit den verschiedenen Schlägertypen (gemeint sind Golfschläger, keine brutalen Typen) auseinander gesetzt hatte, spielte sich der virtuelle Rasensport überraschend gut, hier werde ich wohl noch etwas Zeit auf dem Green verbringen. Auch aktuell hält mich noch die Lego-Blitzstirn Harry Potter auf der XBox 360 mehr schlecht als recht bei Laune. Von allen Lego-Spielen, die ich bisher auf der Microsoft-Konsole gezockt habe, ist dies bislang das langweiligste. Ob ich in Hogwarts noch viel Zeit verbringen werde, ist also mehr als fraglich!

PIXELKITSCH Spielemonat März 2015

Die wunderbare Welt der Werbung: Game Boy Cover / Nippon vs. Europe

Die wunderbare Welt der Werbung macht auch vor Videospielen nicht Halt und deshalb gibt es in dieser Rubrik hin und wieder Galerien mit Fantastischem aus der Videospielwelt.

Werbe-EMBLEM

Fanboys japanischer Spiele verteidigen ja gerne nicht nur die asiatischen original Veröffentlichungen, sondern auch ihre Coverillustrationen. Da mir vor ein paar Tagen einige japanische Game Boy Spiele in die Hand gefallen sind, habe ich mir die Illustrationen der Spiele einmal etwas genauer angeschaut und sie den westlichen Veröffentlichungen gegenüber gestellt. Meiner bescheidenen Meinung nach finden sich bei dieser recht zufällig entstanden Auswahl auf beiden Seiten des großen Teiches Gewinner. Einige der asiatischen Illus haben durchaus ihren Charme, die Westreleases schneiden hier aber definitiv auch nicht so schlecht ab, wie manchmal behauptet wird. Letzlich bleibt es Geschmackssache, viel Spaß also mit der kleinen Nippon vs. Europe-Galerie!

Game Boy Spiele Nippon