RetroGamer Mega Drive-Sonderheft

In meiner letzten Liebeserklärung an das Mega Drive habe ich anlässlich des dreißigsten Geburtstages bereits ausführlich meine Beziehung zu der 16 Bit-Konsole aus dem Hause SEGA kundgetan.

Auch andere Medien ließen es sich natürlich nicht nehmen, dem Geburtstagskind zum Jubiläum zu gratulieren. Bereits im Sommer hat sich in seiner Ausgabe 182 auch das britische Magazin Retro Gamer dem schwarzen Tausendsassa ausführlich gewidmet. Neben einem längeren Artikel im Magazin mit Kurzinterviews liegen auch ein Sonderheft sowie ein Stickerbogen bei, die der Konsole Ehrerbietung erweisen sollen.

Der Artikel im Heft ist wenig spannend und bringt nur wenig Erhellendes mit sich und auch das Sonderheft glänzt nicht unbedingt mit Neuigkeiten. Im A5 großen Extrablatt werden 30 Spiele aus verschiedenen Genres vorgestellt, die nach Meinung der Redaktion das System definiert haben. Über die Auswahl kann sicher gestritten werden, das Heft ist aber eine flott zu lesende Ergänzung und sicher eine nette Lektüre für den Gang auf das stille Örtchen. Etwas besser gefällt mir da noch der Stickerbogen, der mit einigem Sprites aus der umfangreichen Mega Drive-Bibliothek daherkommt und sich gut an Kühlschränken oder Zockerbudentürchen verkleben lässt – mit einem besseren Arrangement hätten sich auf dem Bogen aber noch deutlich mehr Aufkleber platzieren lassen.

Im britischen Webshop des Verlages ist die Ausgabe leider inzwischen ausverkauft, antiquarisch sollte sie sich aber noch finden lassen.

Meg Drive Retrogamer-Special

Retroaktiver Spätsommer 2018 – Termine und Events

Der Sommer 2018 präsentierte sich von seiner gnadenlosen Seite und verdammte die bundesdeutschen Zocker meist zum Aufenthalt im Schatten. Nun lockt aber nicht nur das mildere Wetter uns Stubenhocker vor die Tür, sondern auch zahlreiche Events buhlen um die Gunst der spielenden und sammelnden Gemeinde.

Musikalisch wird es mit bleepigen Chiptunes bereits am 18.08. in Duisburg beim Ohrbit Festival und schon in der darauf folgenden Woche darf bei der Gamescom wie jedes Jahr nicht nur neuer, sondern auch richtig alter Elektroschrott angetestet werden. In Losheim am See lockt am 01. und 02.09. bereits zum zweiten mal die Retrogames Con die Retroaktivisten an und auch im Ruhrgebiet wird mit der klassischen Retrobörse am 08.09. erneut das Falkenheim zur Hochburg der Jäger und Sammler. Bei der Veranstaltung Ausgeflippt! im Museum Umspannwerk Recklinghausen dürfen zahlreiche Automaten und Flipper angespielt werden. In Ratingen darf am 23.09. in der Stadthalle bei der RetroTime wieder geshoppt werden und wer es exotisch mag, tritt die etwas weitere Reise nach Schweden am 29.09. an, um das Retrogathering zu besuchen. Den Herbst läuten wir mit der Retrobörse in Hamburg am 06.10. und am 13.10. mit der Retro Heidelbörse in (Achtung, Überraschung) Heidelberg ein.

Der Spätsommer wird also sehr retroaktiv und bietet im gesamten Bundesgebiet genug Spielspaß für Zocker und Sammler und auch ein Besuch bei den Royalisten in Schweden könnte sich lohnen.

Ohrbit Festival / 18.08.2018 ab 18 Uhr / Duisburg
Gamescom mit Retrobereich / 22-25.08.2018 / Köln
Retrogames Con / 01.-02.09.2018 ab 11 Uhr / Losheim am See
Retrobörse im Ruhrgebiet / 08.09.2018 ab 11 Uhr / Bochum
Ausgeflippt! / 21.-23.09.2018 / Recklinghausen
RetroTime / 23.09.2018  ab 11 Uhr / Ratingen
Retrogathering / 29.09.2018 / Västerås (Schweden)
Retrobörse Hamburg / 06.10.2018 / Hamburg
Retroheidelbörse / 13.10.2018 ab 11 Uhr / Heidelberg

Retrobörse Oberhausen

23. Retrobörse im Ruhrgebiet

Regelmäßig weise ich an dieser Stelle auf die Termine der Retrobörsen in Deutschland hin, schaffe es selber aber leider immer seltener zu den Veranstaltungen. Am kommenden Samstag, den 26ten Mai 2018 ist es mal wieder soweit, die Retrobörse im Ruhrgebiet öffnet Ihre Pforten und auch ich werde aller Voraussicht nach dort als Gast vorbeischauen.

Auch wenn ich eher ein Fan des Falkenheims in Bochum bin, freue ich mich auf den Termin im Zentrum Altenberg in Oberhausen. Alleine die Aussicht, dass es am Samstag 30 sommerliche Grade erreichen könnte, erfüllt mich mit Freude, nicht im schwitzigen Falkenheim auf Spielejagd gehen zu müssen.

Ich suche nichts Konkretes und freue mich einfach darauf, auf der Börse zu fachsimpeln, eventuell ein paar Zufallsfunde zu machen und die gewohnt nette Börsenatmosphäre genießen zu können.

23. Retrobörse im Ruhrgebiet
Samstag / 26.05.2018 / 11-16 Uhr
Oberhausen / Zentrum Altenberg

Retrospektive 2017

Das Jahr 2017 liegt hinter uns und bei PIXELKITSCH widme ich mich meinem obligatorischen Rückblick auf die vergangenen 365 Tage aus der nostaligsch verklärten Sicht eines Retrozockers und Sammlers. Das vergangene Jahr bot mir viele Highlights für mein Archiv und auch das eine oder andere interaktive Televisionsunterhaltungsprogramm wurde freilich aktiviert.

Neben einigem Elektroschrott und Videospielbeifang für diverse Konsolen gab es für mich natürlich auch ein paar persönliche Höhepunkte. Lange von mir erwartet und 2017 endlich bei mir in den aktiven Dienst übernommen, habe ich mich sehr über den Game Gear– und Master System-Adapter für das Retron 5 gefreut. Hiermit kann ich nun nicht nur wie bislang über den offiziellen Adapter von SEGA sämtliche Master System-Spiele über die Klonkonsole genießen, sondern mich auch an der herrlichen Pixelpracht der Game Gear-Bibliothek am großen Bildschirm erfreuen. Zudem habe ich zwei Rollenspiellücken im SEGA-Archiv schließen können und mir nach langer Zeit wieder Phantasy Star für das Master System und Panzer Dragoon Saga für den Saturn in die heimische Bibliothek holen können. Endlich konnte ich da wieder anknüpfen, wo ich vor fast zwanzig Jahren mit meinen Spielständen aufgehört habe.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.52: Retrobörsenoverkill

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Am kommenden Sonntag bin ich zum ersten mal mit einem Stand bei der düsseldorfer Pixelbörse im Zakk vertreten. Da ich schon länger nicht mehr auf einer Börse verkauft habe, hat sich bei mir schon einiges angesammelt und ich freue mich auf das Event.

Meine erste Börse dieser Art habe ich um das Jahr 2000 herum in Berlin besucht, wann und wo genau das war, kann ich leider nicht mehr genau eingrenzen. Nachdem ich mich dann ein paar Jahre weniger um Videospiele gekümmert habe, folgte der nächste Besuch einer solchen Veranstaltung erst 2008 im Falkenheim in Bochum auf der einfach benannten Retrobörse.

In den Folgejahren habe ich kaum eine Börse im Ruhrgebiet der Veranstalter verpasst und würde mich als großen Fan der Eventreihe bezeichnen. Der Retrohype kannte in der letzten Dekade keine Gnade und holte so ziemlich jedes Lieschen Müller und ihren Cousin Moritz Musterzock ab. Der Bedarf an alten Spielen stieg, keine Marios und Zeldas waren mehr vor den frisch geschlüpften Retrofans sicher. Viele Veranstaltungen, Magazine und Webseiten befeuerten das Thema und so kennt der Markt sicher auch die nächsten Jahre kaum Grenzen. Ich selber freue mich über das gestiegene Interesse an alten Spielen und vor allem die damit verbundene Akzeptanz in der Gesellschaft, sich mit dem Elektroschrott als Hobby zu befassen.

Auch die Retrobörsencrew hat in den letzten Jahren ordentlich expandiert und den Veranstaltungstakt stark erhöht. Einige der Börsen haben nur wenige Male stattgefunden, vor allem die beiden Börsen im Ruhrgebiet sind aber echte Publikumsmagnete – NRW ist einfach ein guter Standort für das ehemalige Nischenthema. Auch andere Veranstalter sind in den letzten Jahren auf den Zug aufgesprungen, haben das Börsenkonzept (sonderlich ausgefeilt ist es nicht, ich weiß) häufig kopiert und ein paar wenige Veranstaltungen am Markt etabliert. Auch ich kann mich nicht ganz davon freimachen und habe mit den Konsolenkindern mehrfach in der Vergangenheit kleine Tauschbörsen organisiert, bei denen wir allerdings weder Standmiete noch Eintritt verlangt und eher den Austausch und das Treffen Gleichgesinnter in den Vordergrund gestellt haben.

Ich muss allerdings sagen, dass mich die vielen und ständig stattfindenden Börsen so langsam etwas anöden. Das Konzept wird in jedem Kuhkaff von Trittbrettfahrern adaptiert, selten um innovative eigene Elemente ergänzt und oft verschwinden die Veranstaltungen schnell wieder, wenn die Organisatoren das Interesse an der Thematik verloren oder nicht genug Umsatz generiert haben. Sicher haben all die Veranstaltungen ihre Daseinsberechtigung und Fans, mich persönlich holt das Thema in der Masse aber inzwischen leider kaum mehr ab… Um am Sonntag selber mal wieder auf so einer kopierten Börse zu verkaufen, reicht meine Motivation aber noch und ich freue mich auf ein paar bekannte Gesichter!

PS: Schade, dass sich die Betreiber der Retrobörse den Namen damals offenbar nicht haben schützen lassen, der Begriff ist heuer ein eigenständiges Synonym wie Tempo für Taschentücher. 😉

Retro Handheld Convention in Köln