Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.49: Retro-Ausmisten

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Abgesehen von kleineren Pausen spiele ich nicht nur seit über 30 Jahren Videospiele, sondern sammel diese auch. Das Horten und Archivieren von Medien hat mich immer schon fasziniert und es tat mir stets in der Zockerseele weh, wenn ich als Kind ein Spiel abgeben musste, um mir ein neues leisten zu können.

Zwei Einschnitte im Ausdünnen meiner Sammlung sind mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Um mir zum Release den SEGA Saturn leisten zu können, habe ich mit einem Schlag meine umfangreichen Bibliotheken meiner Game Gear- und Mega Drive-Spiele inklusive Hardware abgeben müssen. Alle Spiele und Hardware-Teile sind natürlich top gepflegt und zu 90% in OVP gewesen, dennoch hat es nur zur Finanzierung der Hälfte der damals neuen Wunderkonsole gereicht. Ein herber Rückschlag für meine Sammelleidenschaft und nicht unedingt die beste Entscheidung in meiner Spieler-Karriere.

Ebenfalls als gravierend erwies sich ein Einbruch in meinen Keller, bei dem ein gutes Dutzend Konsolen und dazu passend zahllose Spiele entwendet wurden. Auch wenn ich zu der Zeit nicht aktiv gesammelt und deswegen die Geräte im Keller eingelagert hatte, schmerzt es mich bis heute, meine Sammlung auf so unwürdige Art und Weise verloren zu haben – vieles davon habe ich bis heute nicht mehr erwerben oder finden können.

Aktuell bin ich jedoch an einem Punkt im Sammeln angekommen, bei dem ich aus freien Stücken Teile meiner Kollektion abgebe. Es haben sich in den vergangenen Jahren des hortens einfach zu viele Spiele und Zubehörteile angesammelt, die mir persönlich nichts geben oder schlichtweg scheiße sind. Die Sammlung wurde zu groß und auch zu unspezifisch. Konsolen würde ich aktuell noch nicht abgeben wollen, aber beim N64 habe ich bereits einen Großteil meiner Spiele abgestoßen, da mir die Softwarebibliothek des Gerätes bis auf minimale Ausnahmen einfach zu keinem Zeitpunkt zugesagt hat. Aktuell müssen vor allem überflüssige Playstation1- und Playstation2-Spiele weichen. Hier haben sich einfach in fast 20 Jahren zu viele Spiele angesammelt, die ich kein einziges mal angespielt habe und die mich auch in der nächsten Dekade garantiert nicht reizen werden.

Es ist also Zeit, ein wenig Abschied zu nehmen, aber wo etwas verschwindet, entsteht auch Raum für Neues…

Spielestapel

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.29: Sammeln, sortieren und verwalten

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Eine schöne und umfangreiche Videospielkollektion will genau wie jede andere Sammlung auch, ordentlich sortiert und präsentiert werden. In den meisten Fällen finden vor allem hübsche Verpackungen, Konsolen und Merchandise ihren Weg in die öffentliche Zurschaustellung im Sammlerparadies, schnöde Spielekolonnen landen meist mit dem Rücken zum Betrachter im Regal. Auch bei mir ist dies natürlich so, bietet eine Archivierung im Regal doch den Vorteil mit sich, auf Masse gesammelte Spiele für unterschiedliche Konsolen übersichtlich horten zu können. Im Gegensatz zu beispielsweise Comics, die einer gewissen Nummerierung folgen und damit die Art der Sortierung schon ab Werk vorgeben, kommen die meisten Videospiele ohne Zählwerke daher. Die Spiele für das Channel F und das G7000 sind hier natürlich eine sortierfreudige Ausnahme und machen es dem geneigten Archivar angenehm einfach. Bei anderen Konsolenspielen habe ich für mich jedoch bis heute kein komplett optimales System zur Sortierung gefunden. Während ich zum Beispiel Game Gear Spiele tatsächlich nach farbigen Rückenaufdrucken sortiere und hier immer weiß, welche Spiele welche Farben in den Schriftzügen tragen, sind Playstation-Spiele mit ihren gleichförmigen Seiten bei mir allenfalls nach Serien sortiert. Bin ich hier auf der Suche nach einem bestimmten Titel, der keiner Serie direkt angehört, kann es mitunter vorkommen, dass ich in den fast 150 Playstationspielen mehrere Minuten suchen muss. Eine alphabetische Sortierung wäre hier zwar hilfreich, leider muss man damit aber auch häufiger umdisponieren, wenn Neuzugänge in die Zehnerfächer einsortiert werden wollen. So oder so, den optimalen Weg habe ich hier noch nicht gefunden, was sind denn eure Tricks und Kniffe für ein sorgenfreies Sortieren der Spielemassen? 🙂

Playstation Regal

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.27: Spieleverpackungen in Verpackungen

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Das Sammeln von alten Videospielen ist nicht nur Spaß am Spiel und dem Archivieren, sondern zumindest gefühlt auch harte Arbeit. Die Verpackungen wollen gehegt, gepflegt und entstaubt werden, die Sammlung ist in ständiger Bewegung und mit ihr auch die einzelnen Spiele. Bei mir ist vor allem die Game Gear-Spielebibliothek noch im Wachstum, lose Module werden durch komplette Spiele und angeranzte OVP´s durch bessere ersetzt. Da liegt es nahe, die schönen Spiele auch adäquat im Regal zu präsentieren, was leider mit dem Umstand einher geht, dass die Spiele leicht einstauben. Während sich stabile Plastikhüllen noch leicht abwischen lassen, erfordern die Pappboxen von mobilen SEGA-Spielen besondere Aufmerksamkeit. Als äußerst hilfreich erweisen sich hier schnieke Kunststoffboxen für die Spiele in denen sie vor Staub und Lagerungsschäden bewahrt werden. Einen solchen Stapel an Schutzhüllen habe ich mir nun angeschafft und fröhne seit einigen Tagen dem fröhlichen Vertuppern meiner Game Gear-Sammlung. Ob sich der Akt lohnt, kann ich noch nicht beurteilen, aber es gibt einem das gute Gefühl, sich um seine Schätze gekümmert zu haben!

Nächste Baustelle: Lichtgeschützte und dennoch präsentationsfähige Lagerung der (subjektiv) wertvollen Güter um den bösen Sunfade draußen zu lassen! 😉

Game Gear Spiele Boxen

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.22: Kabelsalat und Huckepack

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Wenn die eigene Sammlung an Konsolen soweit recht gut ausgebaut und zumindest an Wunschsystemen komplett ist, muss der eifrige Zocker recht selten Hand an die Geräte legen. Alle paar Monate packt es jedoch das Sammlerherz und die angeschlossenen Konsolen müssen im Wahn neu verkabelt werden. So geschah es bei mir just am vergangenen Wochenende und da nun auch der bisher verschmähte Jaguar dauerhaft an das TV angeschlossen werden wollte, musste auch noch etwas Platz im Schrank geschaffen werden. Dazu durften ein paar Konsolen die Plätze tauschen, einige Gerätschaften nehmen nun Ihre Kollegen huckepack und die meisten Netzteile wurden unter den Schrank verbannt, was wohl auch der Hitzeentwicklung nur zu Gute kommen dürfte. Zudem habe ich mir den fantastischen Luxus gegönnt, zwei neue Steckerleisten zu verbauen und einen Composite-Switch für acht Geräte zu installieren. Ein solcher Akt bietet sich natürlich auch immer für ausgiebiges Staubwischen an, vor allem die Geräte mit dunklem Gehäuse sind in diesem Zusammenhang sehr dankbar dafür gewesen. Mit einiger Schieberei sind nun wieder die mir wichtigsten Systeme fest mit dem Fernseher verdrahtet und warten (aufgrund Zeitmangels oft vergeblich) darauf, bespielt zu werden! Aktuell sind nach diesem wirklich befriedigenden Prozedere folgende Systeme dauerhaft mit dem Fernsehgerät verkabelt und spielbereit, Systeme, die sich auch Adapter auf ihren Nachfolgern spielen lassen, dürfen gut verpackt in der Verpackung schlummern:

Mega Drive
Mega CD
Master System 1 (über dauerhaft eingesteckten Adapter im Mega Drive)
Dreamcast
Saturn
NES
SNES
N64
Wii
GameCube über die Wii)
XBox 360
XBox (über die XBox 360)
Playstation 2
Playstation (über die Playstation 2)
Amiga CD 32
Philips CD-i
Atari 7800
Atari 2600 (über das Atari 7800)
Atari Jaguar
Interton VC4000
Turbo Grafx 16

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.11

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Zum Hobby Retrogaming gehört natürlich nicht nur das Zocken der Games, sondern aus das Sammeln und adäquate Archivieren. Manche würden es gar profan als ein stupides Horten von Elektroschrott bezeichnen. Am liebsten hat der Fan alter Videospiele seine geliebten Schätze natürlich in Originalverpackung. So bin auch ich ein großer Verfechter des Erhaltens von Kartons, Kabeltütchen und zweifelsohne doofen Blisterpacks. Wie weit muss der Sammelwillen aber gehen? Muss eine Verpackung wirklich zwingend vorhanden sein, oder sollte man diese nur behalten, wenn sie auch gut gepflegt ist? Ich persönlich habe vor Kurzem entschieden, dass eine OVP auch im absoluten Müll-Zustand erhaltenswert ist. Ich habe lieber ein richtig schrottiges Stück Altpapier um meine Konsole, als gar keine. In diesem speziellen Falle handelt es sich bei mir um eine Verpackung für das SNES, für welches ich bislang überhaupt keine Box besessen habe. Der gegen ein paar Spiele eingetauschte Karton wird zukünftig mit seiner ranzigeren Seite an der Wand stehen, so dass eigentlich nur mir selbst das volle Scham erfüllende Ausmaß bekannt ist. Auf dem unten stehenden Foto seht Ihr von welchem jämmerlichen Stück gepressten Papier ich spreche…
Wie sieht es bei euch aus, müsst auch Ihr zwingend einen Karton haben, egal in welchem Zustand er ist, oder verzichtet Ihr dann lieber komplett? Ich bin gespannt, wie weit Ihr für euer Hobby geht! 😉

SNES Box