SONIC Mc Donalds LCD-Spiele – Pixel Merch #3

In der Rubrik Pixel Merch schauen wir in unregelmäßigen Abständen auf schöne, kuriose oder seltene Merchandise-Artikel aus dem Bereich des Videospielmarketings.

Pixel Merch Banner

Dass global agierende Grillettenketten mit Kadavern aller Art ein florierendes Business betreiben, stößt zuweilen nicht nur militanten Herbivoren tranig auf. Als Köder für den Karnivorennachwuchs bieten die Fleischbrötchenverkäufer seit vielen Jahren schon wirksame Lockmittel in Form von Spielzeug aller Art an und auch der blaue Igel von SEGA verirrte sich nichts ahnend schon häufig in die Doggybags von Hackfleischclown Ronald Mc Donald.

Bei einer Videospielfigur liegt es nahe, das Maskottchen auch als Videospiel in die Tüte zu packen und 2005 veröffentlichte Mc Donalds diverse Sonic the Hedgehog-LCD-Spiele als Give-away im deutschen Happy Meal – der nahrhaften Rundumverpflegung für hungrige Kids mit Winkeärmchen und Konzentrationsstörungen. Die sechs Spiele sind zuvor bereits in weiteren Teilen der Welt veröffentlicht worden und stehen in einer Reihe mit zahllosen anderen Elektronikspielen die bereits bei MC Donalds ihren Weg in das leckere Lunchpaket fanden.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.58: Game Gear Inlays

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Dank des großen Erfolges von Hanafuda-Kartenhersteller Nintendo in den Achtzigern und Neunzigern des zwanzigsten Jahrhunderts erfreuen sich neue und vor allem alte Elektronikspielsysteme des Klempnerkonzerns bis heute bekanntermaßen großer Beliebtheit in der Retrorepublik.

Das sorgt dafür, dass sich Sammler im Nintendosektor regelmäßig auf die Füße treten und Preise in die Höhe getrieben werden, aber auch dafür, dass es heuer zahllosen neuen Merch von Nintendo und Sammelzubehör für alte Systeme gibt. Schutzhüllen in allen Variationen und Box-Inlays für Marioysteme werden in vielen Variationen angeboten, der Markt wirkt zum Teil beinahe übersättigt.

Der Sammelsektor hat bei SEGA-Systemen in den letzten Jahren ebenfalls gut aufgeholt und vor allem für Mega Drive und Dreamcast scheint es dieser Tage viele Abnehmer zu geben. Zu meinem Glück scheinen sich für den Game Gear bis heute zwar mehr, aber eben immer noch nicht übermäßig viele Sammler zu interessieren. Abseits von einigen wirklich hochpreisigen Titeln macht das Sammeln für den mobilen Batteriefresser immer noch viel Spaß.

Leider jedoch gab es aus genau diesem Grund jahrelang kaum modernes Sammelzubehör für den Game Gear und ein wenig neidisch habe ich manchmal schon zum Game Boy geschielt. Vor allem nachproduzierte Box-Inlays habe ich beim Handheld von SEGA sehr vermisst und jedes original Inlay auch bei Tauschgeschäften in der Sammlung behalten. Überrascht und glücklich bin ich davon gewesen, dass der Schutzhüllenversand Videogame Empire nun auch Inlays für den Game Gear im Sortiment hat und habe entsprechend direkt einmal zugeschlagen (aktuell scheinen sie im Shop nicht mehr verfügbar zu sein).

Die Gussform für die Plastikinlays scheint von einem original Inlay übernommen worden zu sein und dem entsprechend sehen die Duplikate sehr gut und authentisch aus. Der Kunstsoff wirkt hochwertig, klar und robust, leider jedoch scheint bei der Kopie die Passform nicht ganz akurat zu sein. Die nachgemachten Inlays für Game Gear-Boxen sind minimal größer als die Vorlagen und passen nicht 100%ig in die engen SEGA-Kartons. Diese gehen beim Befüllen zum Teil stark auf Spannung, was sich vor allem bei Spielen mit dickerer Anleitung (oder total fettem Spielspaß im Modul) bemerkbar macht.

Dennoch sind diese Inlays eine tolle Bereicherung für die Game Gear-Sammlung und eventuell wird die kleine Unstimmigkeit bei kommenden Auflagen der Inlays ja noch behoben. Ich würde mich über mehr Zubehör für SEGA-Archivare in jedem Fall freuen – shut up and take my money!

Game Gear Inlay

Alex Kidd in Miracle World 2 – das Kind ist zurück!

Für eine kurze Zeit in den Achtzigern hat das (sicher allseits beliebte) Videospielunternehmen SEGA versucht, verschiedene Charaktere am hart umkämpften Maskottchenmarkt zu etablieren. Eine der erfolgreicheren Figuren ist Alex Kidd gewesen, der mit dem ersten Ausflug in die Welt der Plattformer die Spieler direkt begeistern konnte. Bis heute spielt sich Alex Kidd in Miracle World wirklich gut und kann als einer der besten Serienteile angesehen werden.

Vergeblich mussten Fans des Faustfickerskämpfers auf eine Rückkehr in die Miracle World warten und haben die Hoffnung aufgegeben, von SEGA selbst eine Fortsetzung zum ersten Teil zu bekommen. Als Hack des ersten Teiles entstand Alex Kidd in Miracle World 2 und wurde sogar ins Deutsche übersetzt, damit auch wir Kartoffeln ohne Fremdsprachenkenntnisse bei Schere, Stein, Papier den Gegnern das Fell über die pixeligen Ohren ziehen können. Über das circuit-board war es kürzlich möglich, das Spiel käuflich zu privaten Zwecken zu erwerben und ich musste mir das Fanprojekt nach Hause holen. Das Spiel kommt mit tollem Artwork, Poster, Soundtrack und weiteren Goodies daher und wirkt hochprofessionell.

Ich bin gespannt, ob die gutaussehende Verpackung von Alex Kidd 2 nur ein Blender ist, oder ob das Spiel ebenso begeistern kann – ich muss jetzt weg, mein Motorrad in die Miracle World wartet 🙂

Alex Kidd in Miracle World 2

Happy Birthday: Parodius

30 Jahre Parodius

Ich bin nie ein guter Shoot ‚em up-Spieler gewesen, zu tief ist der Pazifismus durch den Zivildienst bei mir wohl verwurzelt…aber Freude hatte ich schon immer daran, Sachen zu Klump zu schießen!

Entsprechend hat mir die Parodius-Serie mit der überdrehten Bonbon-Optik und dem brachialen Soundtrack seit den Neunzigern auf dem SEGA Saturn viel Freude bereitet. Seinen Ursprung hat die Spieleserie auf dem MSX-Heimcomputer gehabt und wurde dort als Parodius: The Octopus Saves the Earth am 28.4.1988 von Konami veröffentlicht. In der Folge wurde der Titel auf zahllosen Systemen fort- und umgesetzt, heuer aber eher stiefmütterlich von Konami behandelt. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem Ballerspaß um eine Parodie der eher traditionellen Gradiusreihe und punktet mit hyperaktiven Charakteren, vielen Anspielungen und immer wieder neuen Provokationen.

Happy Birthday Parodius, du hast mir stets ein Lächeln ins verballerte Gesicht gezaubert!

Parodius

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.56: Wrestlemania

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Angeregt durch das tolle Video zu den Wrestlingsammelkarten vom guten Onkel Weidemann habe ich mir ins Gedächtnis gerufen, welche Rolle der für viele Zuschauer durchaus unterhaltsame Kampfsport in meiner Kindheit und späteren Zockerlaufbahn gespielt hat.

Da wir früher nur eine handvoll Fernsehkanäle empfangen haben und Kabelempfang bei uns mangels Interesse bei meinen Eltern nicht angesagt gewesen ist, war es ein immer hochwillkommenes Highlight, bei Freunden dem Genuss der bunten Bilderwelt fröhnen zu können. Neben mehr oder minder schlechten Zeichentrickserien auf Tele 5 stand auch Wrestling natürlich hoch im Kurs und so waren Übernachtungsbesuche bei meinem sehr guten Klassenkameraden C. stets ein medialer Höhepunkt in meinem sonst vor allem auf öffentlich Rechtliche beschränkten TV-Konsum. Die 1991 von Merlin veröffentlichten Sammelkarten ließen dann auch mich als Wrestling-Noob tiefer in die Materie eintauchen und mit Wonne habe ich mich dem Sammeln und Tauschen der 150 Karten hingegeben.

Mit dem Ende dieser Kartengeneration verschwand das Thema Wrestling aber tatsächlich fast vollständig aus meiner Wahrnehmung, zu abgehoben und absurd erschienen mir schon damals die inszenierten TV-Gladiatorenkämpfe.

Auch in Videospielform konnte mich das Thema nur selten abholen, dafür waren viele Spiele des Genres oft einfach zu stumpf oder thematisch zu weit weg für mich, lediglich Wrestlemania auf dem SEGA Saturn hat mich mit seinem witzigen Multiplayermodus noch an die Konsole locken können. Ein klassischer Brawler wie Streets of Rage oder Beat em ups wie Virtua Fighter konnten mich immer mehr begeistern.

Nicht wegen der anscheinend ohnehin nicht vorhandenen spielerischen Qualitäten, aber immerhin wegen des tollen Wackelcovers durfte Ringside Angel für SEGA Mega Drive in meine Sammlung wandern. Auch ohne gespielt zu werden ist das kuriose Stück damit ein kleines, persönliches Wrestlinghighlight für mich!

Ringside Angel