Happy Birthday: Mortal Kombat

Ich bin wahrlich kein passionierter oder versierter Spieler von Beat ‚em ups, hin und wieder lege ich aber trotzdem gerne mal einen Prügler in die Konsole um mir einen auf die Mappe geben zu lassen.

Meinen ersten Kontakt mit einem klassischen Beat ‚em up hatte ich nicht wie viele andere Zocker mit Street Fighter 2 von Capcom, sondern mit Mortal Kombat von Midway. Bei einem Kumpel habe ich damals die Version für den SEGA Game Gear gespielt, mir diese oft ausgeliehen und das Spiel ausgiebig gezockt. Der Gorefaktor des Spiels von Ed Boon war auf dem portablen Gerät nicht sonderlich beeindruckend, aber mit meinen damals zwölf Lenzen war alles faszinierend was rote Farbe aus dem Display spritzen ließ.

In den Folgejahren verlor ich schnell das Interesse an der Serie, der Splatterfaktor konnte mich nur noch wenig reizen und spielerisch hat mich die Reihe einfach nie hinter der Blutwurst hervorlocken können. Dennoch hat sich Mortal Kombat einen festen Platz in der Videospielhistorie erkämpft und feiert in diesem Jahr bereits seinen 25ten Geburtstag.

Am 8ten Oktober 1992 erblickte Mortal Kombat das Licht der viel zu netten Welt und lehrte sie, sowie die Jugendschützer mit einem blutigen Fatality das Fürchten! Bloody Birthday!

Mortal Kombat

Super Mario Bros Supershow Hörspiele – Pixel Merch #1

In der Rubrik Pixel Merch schauen wir in unregelmäßigen Abständen auf schöne, kuriose oder seltene Merchandise-Artikel aus dem Bereich des Videospielmarketings.

Pixel Merch Banner

In den Achtzigern und frühen Neunzigern entwickelte sich das Mario Brothers Franchise zu einer mächtigen Marke. Zahlreiche Videospiele aus dem Klempneruniversum sind bis heute erschienen und die damit verknüpften Charaktere erfreuen sich einer stetig wachsenden Beliebtheit. Grund genug für Nintendo, neben den Videospielen auch einen Fuß in das lukrative Feld der Lizenzvermarktung zu setzen und so folgten schnell zahlreiche fiese und nutzlose Merchandise-Produkte um die Marke noch weiter auszubauen.

Ein wichtiges Marketingtool ist für Nintendo dabei die damals wie heute echt käsige Zeichentrickserie Super Mario Brothers Super Show gewesen, die in den USA 1989 ausgestrahlt und 1991 nach Deutschland gebracht wurde. Die Serie wurde von RTL ins Wohnzimmer gebeamt und verknüpfte bunte Zeichentrickgeschichten mit trashigen Realabschnitten denen der Zuschauer eine gewisse Komik nicht absprechen konnte. Die Geschichten brachten zwar zahlreiche Charaktere aus dem Mario-Universum mit, waren inhaltlich aber sehr beliebig und bedienten sich vor allem bei bekannten Themen aus Märchen, Film und Popkultur.

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PIXELKITSCH RETROFLASH 195: Gamepro Magazin

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Die Neunziger des vergangenen Jahrhunderts haben zahlreiche seltsame (TV-)Magazine zu Tage gefördert. Darunter fanden sich weltweit auch zahlreiche Videospiel bezogene Fernsehformate wie Games World auf Sat1 oder XBase im ZDF.

In den USA wurden Videospieler unter anderem mit dem auf auf VHS veröffentlichten Magazin Gamepro beglückt. In knapp zwanzigminütigen Episoden wurden Spiele vorgestellt und diverse Tipps und Tricks in den Fokus gerückt. Viele der präsentierten Spielhilfen sollten die meisten Zocker damals auch auf dem Schulhof in Erfahrung gebracht haben, dennoch hat die Show durchaus seinen käsigen Reiz. Der leicht überdrehte Moderator im fetzigen Jeanslook und das überfrachtete Studio setzen dem Format die Krone auf.

Viel Spaß bei dieser Reise zurück ins Jahr 1991 mit dem Gamepro-Videomagazin und total hilfreichen Tipps zu Super Mario World, Joe Madden Football oder Final Fight!

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.43: Kampf dem Kabelsalat

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

In den vergangenen dreißig Jahren habe ich selber vermutlich eine Hundertschaft an Controllern für unterschiedliche Konsolen genutzt, malträtiert und liebgewonnen. Dabei habe ich meine eigenen Spieleingabegeräte auf ganz unterschiedliche Art und Weise in Kisten verstaut, neben den Fernseher gezwängt oder in Schubladen verbannt. In den meisten Fällen war ich stets darum bemüht, die Joypads in gutem Zustand für Spieleabende oder als Tauschware vorzuhalten. Neben den durch ständige Nutzung beanspruchten Buttons mussten oft genug vor allem die Kabel leiden, wurden diese doch ständig auf- und abgewickelt, verknotet oder als Stolperdraht für trunkene Zockgäste mißbraucht.

Während ich selber meine Controllerkabel für gewöhnlich locker um das Pad wickel, als nicht zu straff gezogene Schlaufe aufrolle oder mit einem Gummi zusammenraffe, gibt es offenbar auch noch einige mir bislang komplett fremde Techniken, dem Kabelwirrwarr Herr zu werden.

Erst vor ein paar Monaten entdeckte ich zum Beispiel Controller, die mit einem Klettband umwickelt waren, eine aus meiner Sicht echt brauchbare Art der Bindung, die ich zukünftig eventuell adaptieren werde. Den interessantesten Ansatz sah ich jedoch vor ein paar Tagen bei einem Daddelkollegen, der kurioser Weise Klopapierrollen benutzt, um die Controllervernetzung zu bändigen. Ich habe diese Technik nun selber einmal getestet und finde die Idee prinzipiell gut, mir erscheint die Wicklung der Kabel damit jedoch etwas zu straff

Kennt Ihr eventuell noch weitere Möglichkeiten, den Kabelsalat in der Schublade zu bändigen, favorisiert Ihr vielleicht eine der oben genannten Techniken oder schmeißt Ihr einfach alles lose in eine Schublade?

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.42: Die Frau im Spiel

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Rund fünf Jahrzehnte Spielgeschichte am Bildschirm liegen bereits hinter der Menschheit. In dieser Zeit haben sich viele millionen Zocker die Köpfe eingeschlagen, Rennen gewonnen, Löcher in Bäuche geschossen oder Bausteine gestapelt. Die meisten dieser Spiele wurden von Männern für Männer (bzw. Jungs) erdacht, programmiert und gestaltet. Dennoch gab es immer auch Frauen in der Entwicklerszene und einige großartige Spielehighlights für beide Geschlechter wurden von weiblichen Programmieren erdacht. Daneben gab es immer auch Spiele die primär Mädchen und Frauen als Zielgruppe hatten und mit niedlichem Bonbon-Charme Jungs abschreckten, die Angst hatten, als homosexuelle Joystickrüttler abgestempelt zu werden.

Wie weit ist das emanzipierte Videospiel bislang gekommen? Ist das Medium Spiel tatsächlich Dank seines Alters schon erwachsen genug, Geschlechterrollen zu ignorieren und Mann und Frau die gleichen Fähigkeiten im Spiel anzuerkennen?

Spiele wie Tomb Raider setzen Mitte der Neunziger eine auf den ersten Blick starke Heldin ins Zentrum, Phantasy Star glänzte Ende Achtziger schon mit der rachsüchtigen Alis als Hauptcharakter und Ms. Pac-Man konnte wieder einige Jahre zuvor mit einer weiblichen Videospielikone aufwarten. Diese Figuren vereint, dass es genau wie bei Metroid vollkommen egal ist, ob eine Frau oder ein Mann die Hauptrolle spielt, solange das Spiel wirklich gut ist. Wie mit diesen Figuren geworben wurde, ist jedoch etwas anderes. Vor allem Lara Croft wurde immer wieder zum Sexsymbol degradiert und durfte zu Promozwecken häufiger die Hüllen fallen lassen – die Spielereihe selber wurde dadurch über die Jahre aber nicht unbedingt besser.

Weibliche Cartoonfiguren wie Hello Kitty sprechen vor allem junge Mädchen an – wo die simpel gezeichnete Katze drauf ist, steckt die Gewinngarantie für den Hersteller drin. Die Spiele sind meist harmlos bis schlecht, bedienen aber auf einfache Art den Markt der jungen, weiblichen Zielgruppe. In eine andere Richtung gehen weibliche Hauptfiguren in Spielen wie Rumble Roses oder der Dead or Alive-Prügelreihe, wo wohlgeformte Frauenkörper sicherlich keine Damen, sondern nur postpubertierende Männer ansprechen sollen.

Letztlich sind diese Spiele mit eigentlich starken, aber oft versexualisierten Frauenbildern nur ein Zeichen unserer Zeit und sicher nicht dazu geeignet, die Emanzipation voran zutreiben. Mehr und mehr Frauen spielen Videospiele, programmieren Software und entwickeln Konzepte um alle Geschlechter anzusprechen. Letzlich ist das Videospiel als solches nichts anderes als ein Produkt und die Hersteller passen sich den Wünschen des Marktes an. Wenn der Markt mehr starke und vernünftig angezogene Frauen haben möchte, bekommt er sie sicher auch – wenn wir als Spielerinnen und Spieler aber nicht danach verlangen, kriegen wir weiterhin unsere Klischeesuppe mit großen Brüsten und knappen Bikinis. Letzlich bin ich selber vielleicht einfach nur an guten und nicht an zwingend klischeefreien Spielen interessiert…

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