Der Monat in Spielen: November 2015

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Im vergangenen Monat bin ich arbeitsbedingt leider kaum zum Spielen gekommen, ein paar Games mussten aber trotzdem als Herbstaufheller herhalten. Den Anfang machte bei mir erneut Fable Anniversary auf der XBox 360 welches ich endlich beendet habe. Mir hat das Spiel trotz zahlreicher Bugs und Mängel im Spieldesign viel Freude bereitet. Die ruckelige Grafik und einige fragwürdige Designschnitzer ließen das Spiel zwar etwas unfertig erscheinen, unter´m Strich überwog aber die Freude an der stimmungsvollen Grafik, der tollen Atmosphäre und den Interaktionsmöglichkeiten in der eher linearen Spielwelt. Als obligatorischer Puzzler musste bei mir im November Dr. Mario auf dem NES für eine Partie im Multiplayer herhalten. Für mich noch immer einer der schönsten Puzzler im Achtbitsektor und vor allem im direkten Duell eine Wucht. Da ich bei mir in der Schublade mit losen SNES-Spielen ein Modul ohne Label herumfliegen hatte musste ich dieses natrülich direkt mal auf dem Retron 5 kurz antesten. Es entpuppte sich als das großartige Super Turrican dessen Existenz in meinem Besitz mir schon wieder völlig entfallen gewesen ist. Die Ballerorgie spielt sich noch immer fantastisch und macht hier beinahe eine so gute Figur wie in meinen Erinnerungen die Amiga-Fassung die ich als Kind gerne gezockt habe. Den frustrierenden Abschluss des Monats machte schließlich das oft hoch gelobte Bucky O Hare für das NES. Der Action-Plattformer spielt sich tatsächlich ausgezeichnet, glänzt mit toller Grafik und schöner musikalischer Untermalung. Es glänzt aber eben auch mit einem gnadenlosen Schwierigkeitsgrad dem eigentlich nur mit stumpfem Auswendiglernen beizukommen ist. Mit einem Gedächtnis wie meinem ist hier leider kaum ein Blumentopf zu gewinnen und so habe ich das Spiel nach einer guten dreiviertel Stunde wieder aus dem Schacht entfernt. Wer frustresistent ist, bekommt hier für die Winterzeit aber ein wirklich schön gemachtes Grafikfeuerwerk mit guter Spielbarkeit und einem Sack voller Herausforderungen!

PIXELKITSCH Dezember 2015

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.31: Retron 5

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Das Schimpfwort Retro fasst heuer viele Begrifflichkeiten zusammen und steht doch immer für ein Gefühl von Vetrautheit und Vergangenheit. Im Videospielsegment wird allgemein betrachtet alles als retro bezeichnet, was aktuell nicht mehr in Geschäften der ersten Hand erhältlich ist, das kann also mit etwas Flexibilität auch schon die XBOX der ersten Generation sein. Die Firma Hyperkin versteht unter retro offenbar vor allem die Acht- und 16-Bitter aus dem Hause SEGA und Nintendo. Seit einigen Jahren schon versorgen sie den wachsenden Markt des Retrogaming mit nachgebauten Konsolen zum Abspielen von Mega Drive, SNES und vor allem NES-Spielen. Die Gerätschaften waren in der Vergangenheit mal besser und mal schlechter verarbeitet, kamen jedoch zu keinem Zeitpunkt an die Originalkonsolen heran. Der aktuelle Hardwaremutant Retron 5 versucht nun ebenfalls die Herzen der Gamer zu erobern und macht dabei vieles richtig. Ich selber bin seit kurzem auch auf der dunklen Seite des Mondes zu Hause und erfreue mich mit wachsender Begeisterung an der Konsole. Der Trümmer vereint Modulslots für NES, Famicom, SNES, Mega Drive, Game Boy, Game Boy Color und Game Boy Advance Spiele und deren passende original Controller unter einem knirschenden Plastikdach und spendiert dem TV-Bildschirm ein glasklares HD-Signal. Die Spiele werden von der PC-nahen Architektur ausgelesen und dann als Emulation abgespielt, die Module werden als Dongle weiter benötigt. Spielstände können munter zwischen Konsole und Cartridges hin und her kopiert und Screenshots angefertigt werden. Mitgeliefert wird zudem ein recht klobiger Controller der alle Funktionen direkt abdeckt, die originalen Eingabegeräte können jedoch ebenfalls genutzt werden. Ein paar Spiele verweigern leider die Zusammenarbeit mit dem Gerät, insgesamt funktionieren jedoch die meisten Spiele problemlos und profitieren von der Möglichkeit Scanlines hinzuzufügen, Sprachpatches für Importe zu nutzen und Ländernormen zu umgehen. Der kürzlich angekündigte Game Gear Adapter und die Kompatiblität mit dem Master System Adapter für das Mega Drive runden für mich das bisher positive Gesamtbild ab. Probleme bereiten jedoch Adapter wie das Mega CD, der Super Game Boy oder das 32X, diese können allesamt nicht genutzt werden. Etwas robuster hätte das Gerät zudem gerne sein dürfen, beim Herausziehen der Module knarzt die Konsole manchmal sehr bedenklich und auch der kabellose Controller ist zwar für ein paar Minuten okay, dürfte aber nicht der langlebigste sein. Für rund 150 Euro erhält der geneigte Spieler also ein aus meiner Sicht wirklich überzeugendes Retropaket das zumindest bei mir für etwas Ordnung sorgt und die originalen Konsolen aus Platzgrünen für´s Erste in die Verpackungen im Archiv verbannt. Zumindest ausprobieren sollte jeder das Gerät mal, eventuell lassen sich beim Antesten sogar Kritiker überzeugen, zumindest meine anfängliche Skepsis hat sich bisher nicht aufrecht halten lassen.

Retron 5

PIXELKITSCH RETROFLASH 165: Nintendo Händlervideo

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Um mich aus meinem Urlaub zurück zu melden, gibt es heute nur ein kleines Video im Retroflash. Der Film stammt von Nintendos USA-Niederlassung und erklärt anschaulich, wie die (nicht sonderlich komplizierten) Werbedisplays fachgerecht vom Verkaufspersonal zu bedienen sind. Das Video ist recht unterhaltsam gemacht und sprüht förmlich vor Neunziger-Jahre-Flair. Die ersten Sekunden hatte ich gedacht, es wäre ein Fake, es scheint sich aber tatsächlich um ein offizielles Video zu handeln, das an Händler ausgegeben wurde. Viel Spaß damit! 🙂

Der Monat in Spielen: Juli 2015

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der sommerlichen Hitze im Juli zum Trotz, habe ich in den letzten Wochen einige Zeit an alter Hardware verbracht. Begonnen hat der Monat bei mir mit Mario Bros 3 auf dem Super Mario Allstars Modul für das SNES. Da ich den dritten Teil bisher wegen mangelnder Speicherfunktion auf dem NES nicht beendet habe, kann ich das Projekt jetzt in Häppchen angehen. Auf dem Game Boy habe ich dann ein paar Runden das klassische Tennis gezockt und muss sagen, dass es auch heute noch ein verdammt spaßiges Spiel für zwischendurch ist. Das Multiplayer Highlight war in diesem Monat Saturn Bomberman im Achtspielermodus auf der letzten Games People Play. Damals wie heute ist die Explosionsorgie für mich als Partygame unerreicht und rechtfertigt schon fast alleine die Anschaffung des Saturns. Ebenfalls auf dem Saturn habe ich das recht unbekannte Darklight Conflict angespielt. Die Weltraumschlacht ist leider eher mittelprächtig und durfte nach gut einer halben Stunde wieder zurück ins Regal. Für das Master System habe ich mir vor einigen Wochen zwei wenig bekannte Homebrews in die Sammlung geholt. Die Titel Porkpolis und Bread and Butter kommen nicht nur in recht hässlichen Verpackungsdesigns daher, sondern enttäuschen auch spielerisch auf ganzer Linie. Während Porkpolis als schlecht gemachter und langweiliger Lightgunshooter noch eine gewisse Existenzberechtigung besitzt, ist Bread and Butter ein bockschweres aber uninspiriertes Geschicklichkeitsspiel im unschön adaptierten Arcade-Stil. Meinen Monatsabschluss habe ich mit Excitebike auf dem NES gefunden. Den Motorradklassiker wollte ich schon länger mal etwas intensiver anspielen und habe das Versäumnis nun nachgeholt. Auch wenn die ersten Strecken sehr einsteigerfreundlich gestaltet sind, zieht der Schwierigkeitsgrad schon nach einigen Runden ordentlich an. Die Lernkurve ist zwar steil, Spaß macht das Spiel aber mit schönem Streckendesign und hübscher Optik dennoch. Wenn Nintendo dem Modul noch einen Multiplayermodus spendiert hätte, wäre es nicht nur fordernd, sondern auch partytauglich – schade eigentlich.

PIXELKITSCH Juli

Der Monat in Spielen: Juni 2015

In meinem gespielten Monatsrückblick stelle ich kurz und knapp vor, was ich die letzten dreißig Tage so gezockt habe, ganz gleich ob Top oder Flopp!

Monatsspiele Emblem

Der Sommer hat nun endgültig Einzug im Retroland gehalten und zumindest die letzten Tage des Juni ordentlich hitzig gestaltet. Das hat mich aber nur wenig vom Zocken abgehalten und so fanden doch noch ein paar Titel den Weg in meine verschwitzte Bude. Den Anfang macht bei mir das eher mittelprächtige Wild and Whacky Sports aus der Tiny Toons Reihe für das SNES. Bislang habe ich das Partyspiel nur alleine gegen die KI gezockt und nach ein paar Runden wieder abgeschaltet. Ich denke, in geselliger Runde kann man dem Titel aber durchaus noch eine Chance geben. Ebenfalls zu Beginn des Monats habe ich mir auf der XBox 360 die Doom-Umsetzung herunter geladen und bin positiv überrascht. Ich kannte bisher nur die sperrige SNES-Version und hatte jetzt an der Microsoftkonsole zum ersten Mal das Gefühl, das Spiel auch wirklich unter Kontrolle zu haben. Für das Video zum Pokémon Pikachu Pedometer habe ich mich in den letzten Wochen natürlich viel mit dem gelben Stromfresser abgegeben und ihn ständig mit mir rumgeschleppt. Dass ich nicht gerade mega begeistert von dem Teil bin, könnt Ihr hier im Video und Review noch einmal haarklein sehen und lesen. Im Rahmen unseres Ausfluges mit den Konsolenkindern zum Open Source Festival in Düsseldorf habe ich auch mal wieder etwas ausgiebiger PONG und ein paar Runden Mario Bros auf dem NES gezockt. Beides sind doch immer wieder grandiose Zweispielergranaten die vor allem auch bei Einsteigern sehr gut ankommen. Die letzten zwei Wochen des Juni habe ich mich aber nun vor allem mit einem Spiel ausgiebiger befasst – Catan für den Nintendo DS. Vor einigen Jahren hatte ich das Spiel schon für die Webseite GamGea getestet und habe es seither nicht mehr angerührt. Da mich die PS1-Version aber extrem genervt und die XBox 360 Fassung mit geringem Umfang arg enttäuscht haben, musste ich der mobilen Version noch eine Chance geben. Für mich ist es eine sehr empfehlenswerte Konvertierung eines der am meisten gehypten Brettspiele der letzten zwanzig Jahre und wird mir den Sommer sicher noch weiter versüßen, also greift zu wenn Ihr es günstig seht! 🙂

PIXELKITSCH_Juni2015