Pixeliges Merchandising bei Pixel Merch

In der Rubrik Pixel Merch schauen wir in unregelmäßigen Abständen auf schöne, kuriose oder seltene Merchandise-Artikel aus dem Bereich des Videospielmarketings.

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Videospiele sind Teil unserer Kindheit, haben einen enormen Einfluss auf die Popkultur und definieren seit Dekaden einen wachsenden Wirtschaftszweig. Bereits seit den späten Siebzigern wurden abseits der Videospiele auch dazu gehörige Promotion- und Merchandise-Artikel ein wichtiges Standbein für die Publisher.

T-Shirts, Hörspiele, Plastikspielzeuge, Kuscheltiere oder Küchenartikel sollen kleinen und spätestens seit den Neunzigern auch große Kindern geringe wie große Beträge entlocken und die verpixelten Marken weiter etablieren. Als Konsument machen wir dies natürlich gerne mit und so bin auch ich ein großer Fan von Merchandise-Artikeln, die inzwischen einen beträchtlichen Teil meiner Sammlung ausmachen.

In Bälde werde ich mich an dieser Stelle also verschiedenen Merchandise-Artikeln widmen, nützliche und wahrlich überflüssige Promotionprodukte zu Videospielen von SEGA, Nintendo, Atari, Ubisoft und anderen Publishern vorstellen. Ich freue mich auf die neue Kategorie und bin mir sicher, dass sie die eine oder ander skurrile Monstrosität der Lizenzverwurstung zu Tage fördern wird.

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Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.40: Willkommen in der Gegenwart

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Sehr lange habe ich mit mir gehadert, nun musste aber schlussendlich ein retrofernes Upgrade in die Gegenwart des Videospiels vollzogen werden. Von den aktuellen drei Konsolen XBox One, Playstation 4 und Wii U hat mich in den letzten Jahren eigentlich keine komplett überzeugen können. Trotz meiner lang anhaltenden Kaufunwilligkeit hat der Konsumgeist nun doch bei mir zugeschlagen und mich unversehens in die Jetzt-Zeit des Gamings katapultiert.

Da ich kürzlich die Chance erhielt, ein wenig ausgiebiger den Mario Maker anzuzocken und ich durchaus Gefallen an dem klobigen aber praktischen Gamepad gefunden habe, konnte ich meine Begeisterung für Nintendos gerade noch aktuelles Hardware-Flaggschiff nun nicht mehr zügeln. Mit der Wii U hat nun also eine Konsole Einzug in meine Sammlung gehalten, die zwar schon viereinhalb Jahre auf dem Buckel hat und bereits in einigen Monaten von der Nachfolgehardware abgelöst werden soll, trotzdem aber immer noch erstaunlich preisstabil ist. In einem größeren Bundle hat die Konsole jetzt mit zusätzlichem Controller und diversen Spielen zu einem durchaus akzeptablen Preis ihren Weg zu mir gefunden. Nachdem der umständliche Abbau der bei mir fest verdrahteten, aber in den letzten zehn Jahren kaum genutzten weißen Wii vollzogen gewesen ist, folgte die ebenfalls recht umfangreiche Erstinstallation der schwarzen Wii U.

Gezockt habe ich auf meiner aktuellsten Konsole bislang tatsächlich nur Mario Kart 8 – dieses jedoch recht ausgiebig. Während mich das Gerät technisch wenig umhaut, gefällt mir die Ausrichtung der Softwarebibliothek mit den zahlreichen Exklusivtiteln von Big N dagegen sehr gut. Auch wenn es hier nur mehr vom Altbekannten gibt, bin ich durch die Abstinenz während der Wii-Zeit der üblichen Spielereihen wie Mario World, Zelda oder Mario Kart noch nicht komplett überdrüssig. Geben wir der nun ausklingenden Hardware-Generation im Hause Nintendo also eine Chance und schauen, ob man mich als Stammkunden für die stationären Konsolen zurückgewinnen kann – bei den Handhelds hatte mich Big N nie komplett verloren!

Wii U

PIXELKITSCH RETROFLASH 183: Nuts for Nintendo

Unter dem Motto in der Kürze liegt die Würze, gibt es unter der Rubrik RETROFLASH ab und an kleine Kurzmeldungen wie Videofundstücke, Bilder oder ähnliches für die es sich nicht lohnen würde, einen ellenlangen Artikel in die Tasten zu hauen!

NEWSFLASH-EMBLEM

Auch in Europa sind Video- und Computerspiele seit den späten Siebzigern in vielen Haushalten präsent und bis in die frühen Neunzigern dürfte die Durchdringung bei den Konsumenten auf sehr hohem Niveau gelegen haben. Die Berichterstattung in Deutschland war zu dem Thema jedoch nie so weit verbreitet wie in den USA. Mitschnitte von Reportagen aus dem Land des unbegrenzten Zockens finden sich entsprechend sehr häufig in den einschlägigen Videoportalen und hin wieder sind die Berichte sogar überraschend spannend gemacht.

Der Beitrag Nuts for Nintendo aus dem Jahre 1988 ist eine Produktion von ABC News und fasst kleine Interviews mit Eltern, Kindern und Produzenten bei Nintendo recht gut zusammen und schafft sogar es sogar eine kurze Exkursion in die Zeit des Videospielcrashs zu implementieren. Sogar ein paar Aufnahmen aus dem Land der aufgehenden Geishas gibt es zu erhaschen. Zuviel sollte sich der Zuschauer nicht erwarten, aber unterhaltsam sind die zehn Minuten der Dokumentation aus der Sendung 20/20 auf jeden Fall!

QIX / PIXELQUICKIE vol.27

In der Rubrik Pixelquickies gibt es in unregelmäßigen Abständen kleine Genre-übergreifende Spieletipps auf verschiedenen Plattformen für den kleinen Geldbeutel.

In Gestalt einer Raute Linien über ein weißes Spielfeld ziehen und einem nervigen Zini von Spaß am Dienstag ausweichen – das klingt nicht unbedingt nach einem spannenden Spielkonzept, sondern eher nach einem mißlungenen Tripp. Qix aus dem Hause Taito wurde von Randy und Sandy Pfeiffer entwickelt und die scheinen weniger Bedenken gehabt zu haben, was die Zugkraft ihrer Spielidee angeht.

Auf dem Game Boy gibt es viele unscheinbare Titel, die wenig Beachtung finden und meist im Schatten von cartoonigeren und actionorientierteren Spielen stehen. Auch Qix ist so eine Software, die nicht unbedingt als erstes genannt wird, wenn es um Spaßgranaten auf Nintendos Batterie betriebenem Backstein geht. Ob der Titel eventuell etwas mehr Beachtung verdient hätte, erfahrt Ihr nach dem Klick im Review und natürlich hier direkt im Video!

Eure Aufgabe bei der Umsetzung aus dem Jahre 1990 ist es, als kleine Raute mindestens 75% des zu Beginn weißen Spielfeldes einzufärben und den Gegnern auszuweichen. Am Spielfeldrand tummeln sich diverse Funken, während die Spielfläche selber vom namensgebenden Qix beherrscht wird. Dieses aus Strichen bestehende Objekt versucht euch durch Kontakt mit euch oder der grade gezogenen Linie daran zu hindern, den Raum für euch zu gewinnen und kann nicht getötet werden. Dies geschieht entweder schnell mit geringem Punktegwinn oder langsam mit höherer Punktzahl. Gesteuert wird euer Objekt natürlich nicht wie am Automaten mit einem Trackball, sondern dem Steuerkreuz, sowie zur Temporegulierung den beiden Actionknöpfen.

Im weiteren Spielverlauf wird der Schwierigkeitsgrad ordentlich erhöht, das Tempo angezogen und ein weiterer Qix lauert euch auf. Was zu Beginn noch einfach wirkt, wird sehr schnell extrem fordernd, aber selten unfair. Zwischensequenzen erfreuen den Spieler mit kleinen Feuerwerken, je nachdem wie weit Ihr im Spiel bekommt, bringt euch Mario noch ein Ständchen zum Ableben. Die Game Boy Fassung hat zudem einen kleinen Linkmodus spendiert bekommen, bei dem abwechselnd um Punkte das Spielfeld erobert wird – für einen Runde zwischendurch ist der Modus durchaus zu gebrauchen.

Qix für Game Boy

Fazit: Trotz der drei Buchstaben im Namen ist Qix ganz sicher kein Triple-A-Titel auf dem Game Boy. Bei mir steht der ruhig inszenierte und dennoch hochspannende Strategie-Geschicklichkeitsmix hoch im Kurs. Grund dafür ist für mich neben dem tollen Coverartwork vor allem das bis heute recht unverbrauchte Spielprinzip, abseits von den sonst auf dem Game Boy üblichen Plattformern oder Puzzlern und die dezente, aber effektvolle Optik und der atmosphäre kühle Sound.

Qix für Game Boy

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.35: Entenfüße und Eselaffen

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Ja ja, in den Augen der wirklich hartgesottenen und einzig wahren Retronerds sind die Nintendo-Lizenz Schuhe aus dem Hause Vans allenfalls semi heißer Hipster Kack. Da mir solche Schubladen aber für gewöhnlich recht egal sind und ich abseits von meinem adidas-Fetisch ein paar der Prints wirklich spannend gefunden habe, mussten die Treter auch in meinen Haushalt Einzug halten.

Die üblichen NES-Designs fand selbst ich ein wenig zu abgedroschen, bei dem Duck Hunt- und Donkey Kong-Motiv bin ich jedoch schwach geworden. Aus meiner Sicht ist vor allem die Lizenz rund um die Entnenjagd in den letzten dreißig Jahren sehr stiefmütterlich behandelt worden und so freue ich mich als großer Anänger der Gefiederfetzerei stets über Merch zum Abschießen. Der Print kombiniert ein pixeliges Tarnmuster mit den Animationsphasen der Ente und ist damit nicht unbedingt aufregend, offenbart seinen videospieltechnischen Ursprung jedoch erst auf den zweiten Blick. Ebenfalls recht gelungen ist aus meiner Sicht der Donkey Kong-Schuh, zeigt sich der wilde Affe hier doch in seinem arcadigen Stil in kombination mit lilafarbenem Blattwerk – das ist nicht für jeden Schuhträger auf den ersten Blick wirklich schön, aus meiner Sicht aber herrlich eighties-unfresh!

Der Tragekomfort ist bei beiden Schuhen wie erwartet eher dürftig, die Vans glänzen herstellertypisch mit hartem Sitz, dicker Sohle und dünnem Stoffgewand. Der Verklebung von Ober- und Unterteil traue ich nur wenige Monate Stabilität zu, lasse mich jedoch gerne überraschen.

Aus meiner Sicht bleibt also eine von kleinen Kinderhänden liebevoll zusammengedängelte Schuhkollektion für europäische Kinder mit sehr großen Füßen. Die Designs wirken zum Teil arg billig und die Schuhe selber spiegeln dies in ihrer Verarbeitung zu nicht gerade günstigem Preis auch wider. Dennoch konnte ich vor allem bei den Entenfüßen nicht nein sagen und erfreue mich nun daran, endlich offizielles Duck Hunt erwerben zu können!

Nintendo Vans