UNNÜTZE HARDWARE vol.49: INTER CHANGEABLE LCD-SPIEL

Nützliche Hardware gibt es ja einige, aber auch unnütze Geräte und Erweiterungen wollen gewürdigt werden. Deswegen gibt es an dieser Stelle immer wieder mal kleine Reviews von Geräten und harten Erweiterungen, die ihre Qualitäten manchmal erst auf den zweiten Blick offenbaren.

Hardware-Emblem

INTER CHANGEABLE L.C.D.-SPIEL

Seit Anbeginn der Menschheit stehen wir vor der bohrenden Frage, wohin mit unseren Händen, wenn wir nicht gerade in der Nase auf Schatzsuche sind. Wir können Däumchen drehen zur Entspannung, uns die Nägel maniküren um einen guten Eindruck zu erwecken oder obszöne Gesten machen um unseren Ruf zu versauen.

Wer in den frühen Neunzigern nicht das Budget für einen Atari Lynx, SEGA Game Gear oder eine chinesische Fingerfalle gehabt hat, kam eventuell in den zweifelhaften Genuss, ein schlechtes LCD-Spielchen geschenkt bekommen zu haben. Auf vielen Märkten des wiedervereinten Deutschlands gab es zahllose dieser Spiele in verschiedenen Varianten und auch das hier vorliegende INTER CHANGEABLE L.C.D. SPIEL im Cartridge Games Set ist in dieser oder ähnlicher Form wohl tausendfach bei uns verkauft worden.

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Bescherung im Hause Pixelkitsch

So, das Gewinnspiel ist beendet, Ihr habt tolle Geschichten zum Besten gegeben und Fred Felix kann sich dank dem Zufallsgenerator über ein zusatzliches Weihnachts-geschenk freuen, viel Spaß mit dem Paket! 🙂

Ich will dann aber natürlich auch kurz meine persönliche Videogameweihnachtserinnerung zum Besten geben. Sonderlich viele Erinnerungen in dem Bereich habe ich nicht, aber diese eine werde ich nie vergessen! Es muss die Vorweihnachtszeit 1990 gewesen sein, mit meiner Mutter und meiner Oma besuchten wir das Berliner KadeWe, natürlich nur zum Gucken, Geschenke hat man bei uns traditionell ohne den Nachwuchs gekauft. In der Spielwarenabteilung reihten sich Gameboy-Displays an Tiger-Werbeaufsteller und ich begann bereits heftigst zu quengeln, der Weihnachtsmann möge sich doch erbarmen, mir Nintendos Spaßspender zu kredenzen. Ich wurde dann zunächst zum ruhig stellen mit einem preiswerten LCD-Spiel eines unbekannten Herstellers abgespeißt und im Glauben gelassen, der Gameboy würde seinen Weg nicht unter unseren Baum finden. Ich fand mich mit meinem Schicksal und dem gelben Stück Plastik mit Display also ab und freundete mich mit dem Gedanken an, einen Jogginganzug und ein Buch zum Fest zu bekommen.
Am Abend des 24ten Dezembers war es jedoch so weit, meine gierigen Griffel entrissen dem bunten Papier eine Schachtel gefüllt mit feinster japanischer Elektronik und dem Spiel Tetris. Dass mein Großvater an dem Tag leider etwas daneben gegriffen und mir statt Mario Land den Schülerschreck Paperboy geschenkt hatte, konnte meine Festtags-stimmung nicht mehr trüben, ich war der Sucht bereits verfallen! 🙂