Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.46: Panzer Dragoon Saga

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Fast zwanzig Jahre ist es her, dass ich im Rollenspiel Panzer Dragoon Saga einen Spielstand auf meinem damaligen Saturn angelegt habe und freue mich, das Spiel nun zu Ende zocken zu können.

Der Titel versteht sich als Rollenspiel-Ableger der Railshooterreihe die mit Panzer Dragoon auf dem SEGA Saturn seinen fulminanten und polygonstarken Start gefunden hat. Bereits die Shooter habe ich damals ausgiebig und gerne gespielt, umso mehr war ich im Jahr 1998 erfreut, als im SEGA Magazin die vollständige erste Disk des Spieles als Demo beilag. Das Spiel selber erschien auf vier Silberscheiben und fesselte mich bereits mit der ersten CD stundenlang an den Fernseher. Jedes Detail des ersten Kapitels habe ich erfroscht und war zum Schluss entsprechend über Bedarf aufgelevelt.

Es war die Spätphase des SEGA Saturn in Europa und wie es der Markt wollte, wurde das Spiel nur in geringer Auflage produziert, jedoch überraschend günstig verkauft. Leider wollte niemand mehr dem implodierenden Planeten eine Chance geben und auch ich investierte zu dem Zeitpunkt kaum noch in neue Spiele. Es kam, wie es kommen musste, das volle Spiel habe ich nie erworben und mich in den letzten Jahren immer mehr über die steigenden Preise für diesen Ausnahmetitel gewundert – erst wollte es niemand und nun wollten es alle haben.

Durch einen Tausch habe ich das Spiel nun nach langem Zögern in meine eigene Sammlung geholt und freue mich, den Titel endlich zu Ende bringen zu können. Wahrscheinlich wird es ein Projekt für den Herbst, aber ich fiebere dem Drachenritt bereits jetzt entgegen.

Panzer Dragoon Saga

Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass mein Exemplar ein sehr schlecht gedrucktes Cover besitzt und ich hatte die Befürchtung, dass es eventuell eine Kopie sein könnte. Zu dem Thema habe ich im circuit-board einen Thread eröffnet und anscheinend habe viele andere auch so eine schlechte Produktionsscharge erwischt. Wer sich dafür interessiert, kann ja mal reinklicken.

Selbstgespräche eines Spielejunkies vol.22: Kabelsalat und Huckepack

Im Selbstgespräch gebe ich meinen Kommentar zu mehr oder weniger Videospiel relevanten Themen ab und lasse mich gerne auch mal zur Meinungsmache hinreißen. Über eure Meinung zu den Themen freue ich mich natürlich auch!

Wenn die eigene Sammlung an Konsolen soweit recht gut ausgebaut und zumindest an Wunschsystemen komplett ist, muss der eifrige Zocker recht selten Hand an die Geräte legen. Alle paar Monate packt es jedoch das Sammlerherz und die angeschlossenen Konsolen müssen im Wahn neu verkabelt werden. So geschah es bei mir just am vergangenen Wochenende und da nun auch der bisher verschmähte Jaguar dauerhaft an das TV angeschlossen werden wollte, musste auch noch etwas Platz im Schrank geschaffen werden. Dazu durften ein paar Konsolen die Plätze tauschen, einige Gerätschaften nehmen nun Ihre Kollegen huckepack und die meisten Netzteile wurden unter den Schrank verbannt, was wohl auch der Hitzeentwicklung nur zu Gute kommen dürfte. Zudem habe ich mir den fantastischen Luxus gegönnt, zwei neue Steckerleisten zu verbauen und einen Composite-Switch für acht Geräte zu installieren. Ein solcher Akt bietet sich natürlich auch immer für ausgiebiges Staubwischen an, vor allem die Geräte mit dunklem Gehäuse sind in diesem Zusammenhang sehr dankbar dafür gewesen. Mit einiger Schieberei sind nun wieder die mir wichtigsten Systeme fest mit dem Fernseher verdrahtet und warten (aufgrund Zeitmangels oft vergeblich) darauf, bespielt zu werden! Aktuell sind nach diesem wirklich befriedigenden Prozedere folgende Systeme dauerhaft mit dem Fernsehgerät verkabelt und spielbereit, Systeme, die sich auch Adapter auf ihren Nachfolgern spielen lassen, dürfen gut verpackt in der Verpackung schlummern:

Mega Drive
Mega CD
Master System 1 (über dauerhaft eingesteckten Adapter im Mega Drive)
Dreamcast
Saturn
NES
SNES
N64
Wii
GameCube über die Wii)
XBox 360
XBox (über die XBox 360)
Playstation 2
Playstation (über die Playstation 2)
Amiga CD 32
Philips CD-i
Atari 7800
Atari 2600 (über das Atari 7800)
Atari Jaguar
Interton VC4000
Turbo Grafx 16

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Happy Birthday: Fable

Ein Retrogame ist Fable zwar sicher noch nicht, heute ist der Hybrid aus seichtem Rollenspiel und Action-Adventure aber immerhin schon zehn Jahre alt geworden. An der Reihe scheiden sich die Spielergeister, ist sie einigen zu seicht und nicht fordernd genug, erfreuen sich andere an der atmosphärisch dichten Spielwelt, liebevoll gestalteten Details und interessanten Möglichkeiten, den Charakter weiter zu entwickeln. Geprägt wurde die Reihe durch seinen visionären Schöpfer Peter Molyneux, der zwar stets mit Liebe zum Detail Spiele entwickelt, dabei anscheinend aber regelmäßig die Zeit aus den Augen zu verlieren scheint und leicht unfertig wirkende Spiele auf die zockende Gemeinde loslässt. Fans der Serie wurden oft genug mit tollen Spielideen geködert und bekamen gerade in den späteren Serienteilen viele Spielfrgamente, die sich ungeschliffen anfühlten. Dennoch sind für mich persönlich die ersten drei Fable-Episoden echte Adventure-Liebhaberstücke, über die wenig erquicklichen Ableger Fable the journey, Fable Pub Games und Fable Heroes lege ich lieber den Mantel des Schweigens! Herzlichen Glückwunsch zu zehn Jahren nutzlose Gegenstände sammeln, fantastische Welten erkunden und fabulöse Geschichten erleben!

PS: Sollten die Lionhead Studios und Microsoft tatsächlich ein gescheites Fable für die XBox one bringen, wäre das eventuell sogar ein Grund für mich, der Konsole doch noch eine Chance zu geben! 😉

Fable