Tokyo Reiseblog

Im April 2016 habe ich mit einem guten Freund zwei Wochen in Japans Hauptstadt verbracht und ein paar unserer Erfahrungen und Erlebnisse in einem Blog gesammelt. Da wir dieses Online-Tagebuch leider inzwischen vom Netz genommen haben, gibt es hier gesammelt einige unserer Beiträge als kleines Nachschlagewerk, inklusive einiger Bilder und Videos. Viel Spaß beim digitalen Nippon-Schmöker!

Der erste Tango in Tokyo

Seit gut 33 Stunden sind wir nun in der japanischen Hauptstadt und fühlen uns in unserem Quartier im Stadtteil Shimokitazawa bereits pudelwohl. Die ersten Erkundungstouren durch das lebendige Viertel waren geprägt von lauten Merch-Shops, leckeren Futterstellen und vielen gut gelaunten Menschen. Heute haben wir uns dann neben dem Meiji-Schrein auch Shibuya angeschaut – das Viertel tropft aus allen Nähten von westlichen Touristen wie uns, interessanten Hipster-Läden und trashigen Geschäften mit sinnlosem Tinnef. Auf mehreren Etagen tummeln sich zahllose Nudelläden, DVD-Shops und Krimskrams-Fachgeschäfte, die man auf den ersten Blick im Erdgeschoss noch nicht vermuten würde. Nicht unbedingt ein Ort, an dem man sich jeden Tag aufhalten wollen würde, aber trotzdem spannend.

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Japans Hauptstadt auf Schienen

Wer wie wir vor allem auf öffentliche Personennahverkehrsmittel als Fortbewegungsmittel setzt, bekommt ein wirklich gut verknüpftes Netz an Bahnen und Bussen in Tokio zur Verfügung gestellt. Beinahe jeder Winkel der Stadt lässt sich gut erreichen, entsprechend führen hier immer mehrere Wege zum Ziel. Die Beschriftungen der Schilder an Bahnhöfen sind dabei dank westlicher Schreibweise für Europäer gut lesbar, Probleme machen eher fehlende Hinweise auf Umsteigemöglichkeiten und mangelnde Hinweise auf weiterführende Züge. Oft genug wird der Fahrgast zwar sehr gut die ersten Meter aus der Bahn in den Bahnhof geleitet, steht dann jedoch vor einem Schilderwald aus Farbcodes und Namen unterschiedlicher Zuganbieter. Hier helfen die Tokioter gerne, die meisten lassen sich bei höflicher Ansprache bereitwillig dazu herab, einem den Weg zu weisen – oft genug auch in brauchbarem Englisch.

Wer im Wirrwarr der Zuganbieter nicht den Überblick bei seiner Abrechnung verlieren möchte, sollte sich zudem eine Pasmo-Karte zulegen. Auf die Karte lässt sich an Automaten problemlos Geld transferieren, welches dann nach jedem Ausstieg an Portalen abgebucht wird – das aktuelle Guthaben wird dabei stets direkt angezeigt. Darüber hinaus lässt sich die Karte auch an ausgewählten Spots zum Bezahlen nutzen, zum Beispiel an Getränkeautomaten, in Supermärkten oder Imbissbuden. Wer sich also mit Netzplan, Pasmo-Karte und einer Navigations-App ausgestattet hat, findet nach etwas Eingewöhnungszeit gut im Moloch Tokio seinen Weg ans Ziel.

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Zurück zum Beton – Ein Tag in der Natur von Hakone

Nachdem wir nun schon viele Tage in Tokio verbracht haben, gelüstete es uns nach etwas Abwechslung vom grauen Beton und der Geräuschkulisse einer Millionenmetropole. Als Ausflugsziel sollte daher das als sehr ansehnlich gepriesene Gebiet rund um den Ashi See und die Region Hakone dienen. Der wirklich sehr nette Berater an der Tokioter Tourifalle Tourismusberatung empfahl uns für den Ausflug den Hakone Free-Pass mit dem wir auch vor Ort die Infrastruktur, bestehend aus Seilbahn, Bergbahn und Nahverkehrszug nutzen können sollten. Auf die Nachfrage, ob ein Tagesausflug für das Gebiet reichen würde, erfuhren wir, dass rund sechs Stunden tatsächlich genug wären.

Nach einer fast zweistündigen Anreise in Hakone Yumoto stiegen wir um in eine weitere Bahn, die uns tiefer in das Gebirge bringen sollte, wo wir eine Wanderung angedacht hatten. Vor Ort bestiegen wir dann die Bergbahn, mit der wir noch noch näher an den Gipfel des Berges Komagatake kommen sollten. Oben erfuhren wir, dass die Wanderwege wegen Aktivitäten des inaktiven Vulkans gesperrt wären und auch – das wussten wir immerhin schon zuvor – die Seilbahn nicht fahren würde. Beinahe siebenhundert Meter vor des Berges Spitze durften wir dann anstelle der tollen Schwebebahn oder eines lauschigen Wanderweges einen pickepacke vollen Bus nutzen, der uns schnurstracks nach unten an das Ufer Ashi-Sees brachte, wo uns neben Souvenirständen ein Aussichtsdampfer erwartete. Da wir zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits fast fünf Stunden mit Verkehrsmitteln unterwegs waren, wollten wir nun endlich unsere Wanderung einfordern und begaben uns per Pedes auf den Weg um den See. Auf halber Strecke – die immerhin doch ein wenig ansehnlich gewesen ist – entdeckten wir dann tatsächlich eine Seilbahn, die uns zum Gipfel des Komagatake bringen sollte. Leider galt hier unser leicht unpassend betitelter Free-Pass nicht, um die Aussicht auf den Fuji aber doch noch genießen zu können bissen wir in den inzwischen sehr säuerlichen Apfel und fuhren nach oben auf den Gipfel, auf den wir zuvor nicht aus anderer Richtung mit eigener Muskelkraft hinauf durften. Hier erwartete uns eine Heerschar europäischer, lauter und drängelnder Touristen sowie die Erkenntnis, dass der Fuji bei wolkenreichem Himmel schon seinen Pyjama zu tragen pflegt – schade eigentlich.

Den Rest des Spazierganges genossen wir am Rande des Sees, wunderten uns über die teils wirklich schlechte Infrastuktur für Fußgänger in Japans touristischen Naturparadisen und freuten uns allmählich doch irgendwie, wieder in unser betonreiches Tokio zurück zu kommen. Insgesamt hat sich Ausflug nur leidlich gelohnt, die viele Fahrerei ist das Gesehene sicher nicht wert gewesen, aber dennoch war es eine interessante Abwechslung zur Stadt, in der wir auch schon die Hälfte der Zeit im ÖPNV verbringen durften.

Ach ja, der Touriberater vom Vortag hatte sogar tatsächlich Recht, wer Hakone nur in Bus, Bahn oder Dampfer verbringt, braucht tatsächlich keine sechs Stunden um das Gebiet zu erkunden, hat dann von der Region aber leider letztlich nichts gesehen.

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Knüppelhart in Shinjuku

Zufallsfunde sind im Urlaub doch oft die schönsten Erlebnisse. Der heutige Tag begann recht unspektakulär mit einem planlosen Spaziergang durch den etwas herunter gekommen Teil Shinjukus abseits des gleichnamigen Bahnhofs. Nach einem mittelprächtigen Mittagessen in einem kleinen Nudelhaus erblickten wir zu unserer Überraschung eine Sportstätte, wie sie in Deutschland eher selten vertreten ist. Vor uns entfaltete sich die grün umnetzte Pracht eines Baseball-Abschlag-Platzes. Neugierig betraten wir die Kombination aus Sportplatz und Spielhalle, erwarben ein Guthaben für sieben Spielrunden zu je 20 Bällen und bolzten auf die für uns wahnsinnig schnell heranstürmenden Kanonenkugeln ein. In Wirklichkeit flogen die Bälle in der geringstmöglichen Geschwindigkeit und unsere Schwungtechnik entpuppte sich als verhältnismäßig unterirdisch. Dennoch war das Erfolgserlebnis riesig zwischendurch einen Treffer zu landen und der Nachmittag war für uns gerettet.

Wer nach einer sportlichen Abwechslung zum Shoppingwahn und Tempelhopping in Tokio sucht, sollte hier durchaus mal vorbeischauen, alle Infos auf japanisch findet Ihr auch auf der Webseite des Oslo Batting Centers.

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Onigiri – der ideale Snack für Tokio-Touristen

Wer den ganzen lieben Tag eine ihm unbekannte Stadt unsicher macht, muss zwischendurch auch mehr oder minder nahhafte Speisen zu sich nehmen. In den letzten Tagen haben wir getränketechnisch vor allem auf kalten Tee und Wasser gesetzt, beim Essen haben wir etwas mehr Abwechslung walten lassen. Neben großartigen Suppen aus Ramen-Kochstuben, gefüllten Teigtaschen in kleinen Eck-Restaurants oder Tintenfischringen von Essensständen an der Straße, haben wir auch auf Kleinkram aus den Combinis – kleine Supermärkte wie Seven-Eleven – gesetzt. Hier wandern besonders die handlichen Onigiris oft in den Warenkorb, das sind handliche Reisbällchen mit Gemüse, Fisch oder Fleisch für schmales Geld. In der Regel lassen sie sich flott aus der Plastikpackung befreien und erfreuen den Gaumen mit guter Qualität und zumindest für Freunde von Reis, solidem Geschmack.

Ein Onigiri sollten bei einem Ausflug in Japans Hauptstadt in keiner Wegzehrung fehlen – wer die Möglichkeit hat, greift natürlich am besten zu frischen Produkten, für den kleinen Geldbeutel sind die preiswerten Varianten aus dem Combini aber eine gute Alternative.

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Tokio im Trödelwahn

Tokio kann ein teures Pflaster für Touristen und Einheimische sein. Wer nicht auf seinen Geldbeutel achtet, haut schnell ein kleines Vermögen beim Shopping auf den Kopf. Wie in jeder Metropole hat jedoch auch Tokio seine preisgünstigen Ecken und Nischen. Ganz besonders empfehlenswert sind hier die zahlreichen Trödelmärkte, die wie in jeder Metropole der Welt Sparfüchse unterschiedlicher Schichten und Nationen anziehen. Auch wir haben uns auf ein paar Second-Hand Jagdgründe gewagt und waren mit unserer Ausbeute sehr zufrieden. Von bedrucktem Altpapier mit nackten Weibern über bemaltes Porzellan mit Retroflair hin zu klassischem Elektroschrott für ambitionierte Videospielsammler ist alles zu finden. Preislich kann man hier nur selten meckern, Ausreißer nach oben gibt es natürlich auch, tendenziell sind die Japaner aber wirklich faire Trödler. Wer sich über Termine für Flohmärkte in Tokio informieren möchte, kann dies besonders gut auf der japanisch sprachigen Webseite Tokyo Recycle tun.

Sakura – die letzten Kirschblüten von Tokio

Auch wenn wir für das traditionelle Kirschblütenfest Sakura eigentlich ein wenig zu spät nach Japan gekommen sind, haben wir trotzdem noch die Ausläufer der leuchtenden Blütenpracht mitbekommen. Während sich die Japaner vor allem im Yoyogi-Park tummeln um sich mit Dosenbier den Rachen kühlen und mit Snacks den Bauch füllen zu lassen, findet der geneigte Blütenfreund im ganzen Stadtgebiet Tokios noch viele Zeugnisse des bezaubernden Spektakels. Während die meisten Blüten in hellem Rosa ihre Pracht entfalten, gibt es auch Sorten, die eher ins weiße oder anders herum in ein dunkles Rosa gehen. Kitschig erscheinen sie auf ihre Weise alle und in großer Menge sind sie wirklich bezaubernd anzuschauen – kein Wunder, dass sich die Japaner alljährlich so sehr auf ihre Blütezeit im Frühling jeden Jahres freuen.

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Retrogame-Hunting in Tokio

Tokio generell und der Stadtteil Akihabara im Speziellen gelten weltweit seit vielen Jahren als Mekka für Videospieler. Seit Beginn der über die Welt schwappenden Retrowelle vor rund zehn Jahren ist die Beliebtheit des Viertels sogar noch erheblich gestiegen. Viel habe ich im Vorfeld schon von überfischten Fanggründen für Retroangler gehört. Geschäfte wie Super Potato genießen den Ruf, hübsch anzuschauen, aber viel zu teuer zu sein.

Nun konnte ich mich selber von der Lage vor Ort überzeugen und bin von ein paar Läden zumindest zum Stöbern sehr begeistert, kann das Thema Preise jedoch komplett unterschreiben. Viele Artikel liegen preislich auf ebay-Niveau, nach spezielleren Titeln sucht man sich doof und selbst Standarts aus dem Mario-Universum sind erwartungsgemäß vollkommen überteuert. Der Retrozug hält also auch in Akihabara und die Händler steigen geschäftstüchtig mit ein. Trotzdem lassen sich in anderen Vierteln oder auch in den berüchtigten Shops Schnäppchen finden, der Jagdinstinkt sollte hier bei jedem Sammler geweckt werden. Eine Empfehlung für Gamer bleibt die Stadt aus meiner Sicht also auch trotz der angezogenen Preise, mehr Einblicke gibt es hier auch in meinem kleinen Video mit Tipps zum Gameshopping Tokyo.

Business und Beton in Shinjuku

Reiseführer empfehlen gerne zahlreiche Panorama-Aussichten auf touristisch relevante Städte. Tokio lässt sich natürlich ebenfalls gut von oben betrachten, auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten für jeden Geldbeutel. Wir haben uns in diesem Falle für das Low-Budget-Programm entschieden und das Rathaus von Tokio aufgesucht. In Shinjuku gibt es zum Nulltarif gleich zwei Aussichtsplattformen im 45ten Stock des Twintowers mit gutem Blick auf die Weiten der Stadt. Hier durften wir dann wieder feststellen, was bereits ein Gang durch das aufgeräumte aber doch extrem monotone Business-Viertel rund um das Rathaus vermuten ließ – Tokio hat eine verdammt langweilige und wenig charismatische Skyline! Abgesehen davon, dass sich von hier aus der Fuji erblicken lässt, wenn es die Wolken zulassen, finden sich im Stadtbild nur wenige wirklich spannende Gebäude.

Dominiert wird das Antlitz der Stadt von gleichförmigen Betonbrocken ohne eigenständiges Gesicht und ein paar wenige grüne Tupfer kultivierte Natur. Shinjuku, das Viertel rund um das Rathaus macht hier keine Ausnahme und zeigt sich mit großen Bürohäusern ohne blinkende Displays, dafür aber mit einer noch höheren Dichte an Anzugträgern als im Rest der Stadt. Wie gut, dass die Stadt Besseres zu bieten hat, als sein hässliches Äußeres vermuten lassen würde.

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Japanreise Fragen und Antworten

Seit gut zwanzig Jahren ist es bereits ein Jugendtraum von mir, Japan einen Besuch abzustatten. Im Vorfeld eines solchen Abenteuers ergeben sich zwangsweise viele Fragen und wer könnte diese besser beantworten als ein erfahrener Japanreisender!? Mit dem Japan-Dauergast Thomas Heinlein stehe ich seit vielen Jahren in Kontakt und wer mag schaut mal auf seiner Webseite vorbei, dort gibt es zahlreiche Tipps für Japanfreunde. Hier auf dem Blog findet Ihr nach dem Klick ein Interview mit ihm, welches ich vor dem Tokyo-Aufenthalt geführt habe, eventuell klären sich damit ja auch für euch bereits ein paar eurer Fragen!?

Wir werden uns bei einem privaten Zimmeranbieter per Airbnb einquartieren, ist es üblich, dem Gastgeber ein Präsent mitzubringen? Sollten wir generell ein paar Geschenke für spontane Bekanntschaften dabei haben?
Immer wichtig – nicht so was drin, aber wie es eingepackt ist. Also nimm eine Tafel Schokolade aus Deutschland und pack‘ sie schön ein. Das kommt super an. Ein paar mehr sind besser als zu wenige, man trifft viele Leute und wie gesagt, Japaner freuen sich sehr, aber mehr wegen der Geste und eben wie es eingepackt ist.

Ich würde gerne ein wenig vor Ort shoppen, vor allem alte Videospiele stehen wie bei mir üblich auf dem Wunschzettel. Da ja aktuell der Zoll Importe von Geräten ohne CE-Zeichen verbietet, würde ich gerne wissen, ob ich als Privatperson vielleicht eher eine Chance habe, meine Geräte durch den Flughafen zu kriegen?
Grundsätzlich sind 430 Euro erlaubt, bzgl. der CE Zeichen ist hier natürlich immer die Frage, ob Du überhaupt überprüft wirst… ich war jetzt sicherlich schon 50x in Japan, überprüft bin ich noch nie geworden. Daher würde ich das Risiko gering einstufen. Die Frage ist auch wie Dein Flugverlauf ist. Wenn Du einen Zubringerflug hast, wird das Risiko noch geringer, da eben der Ausstiegsflughafen nicht direkt der ist, an dem Du ankommst.

Hast du allgemeine Tipps, auf was wir achten sollten? Was ist ein absolutes No go wenn wir in Tokio unterwegs sind?
Grundsätzlich hast Du als Gaijin sehr viele Freiheiten, den GaiJin-Bonus sozusagen. Wichtig ist, dass Du den Japanern nett gegenüber trittst und versuchst, die Regeln einzuhalten. Kleine Fehler werden dann verziehen. Die grundlegenden NoGos kennst Du ja sicher (keine Stäbchen in den Reis stecken, Schuhe aus in den Häusern, leise sein, nicht rumschreien in Tokyo, in den S-Bahnen den Rucksack abnehmen wenn viel los ist etc…). Darüberhinaus einfach nett sein, dann kommt die Nettigkeit zurück.

Wir haben ja Frühling und auch Japan soll wohl recht mild im April sein, meinst du, leichte Kleidung ist in Ordnung oder muss ich wie in Deutschland mit krassen Temperatureinbrüchen rechnen? Ist eventuell schon „Kurze Hosen“-Wetter und wenn ja, ist es überhaupt okay, mit einer Tätowierung am Bein in so einer herum zu laufen?
Ihr werdet ja hauptsächlich in Tokyo und weiter südlich (Kyoto) sein, oder? In dem Fall ist es zu der Zeit schon relativ warm (20 – 25 Grad). Die fühlen sich teilweise wie 30 Grad an, da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, daher empfehle ich viele T-Shirts und auch kurze Hosen einzupacken, weniger Pullover und vielleicht noch eine Jacke. Gute Schuhe nicht vergessen, ihr werdet viel laufen „smile“-Emoticon Bei den Tätowierungen ist es ein bisschen so wie man es immer hört, sie sind nicht gerne gesehen, aber bei Ausländern ist das wieder anders, da werden sie toleriert.

Wir kommen am Flughafen Narita an und würden mit der Bahn zu unserer Unterkunft fahren. Gibt es ein Wochenticket oder ähnliches das wir direkt am Automaten kaufen können?
Wenn ihr in Narita ankommt ist die günstigste Methode um nach Tokyo hineinzukommen mit der Keisei Line (Limited Express) zu fahren, der kostet 1080 Yen). Ist aber eine Local-Line, die braucht bis Ueno 1 Stunde und 20 Minuten. Es gibt noch den Skyliner und weitere Bahnen die dann um die 3600 Yen kosten. Von Tageskarten würde ich Dir abraten, da diese nur für bestimmte Bereiche in Tokyo gelten, die einfachste und praktischte Lösung ist die „Suica“ Card. Das ist ne RFID Karte die ihr immer wieder aufladen könnt. Damit könnt ihr auch mit privaten Lines (also nicht JR) fahren, das ist praktisch und gut. Wochenkarten gibt es auch nicht, einzig der JR-Pass (wenn ihr ihn für 2 Wochen habt oder ihn gleich einsetzt) erlaubt euch mit allen Bahnen von JR kostenlos zu fahren (auch mit dem Narita Express, der dann auch schneller nach Tokyo rein fährt)

EC-Karte oder Kreditkarte, womit kommen wir vor Ort weiter?
Wenn Deine EC Karte auch ein „Maestro“ Logo hat, bekommst Du mit ihr bei dem Combini „Seven Eleven“ am einfachsten und guenstigsten Geld. Wichtig hier: Die Benutzung für Japan bei der Bank anfragen, bzw. freischalten lassen). Jede Kreditkarte die auch einen PIN besitzt und Du Geld holen kannst, funktioniert auch in Japan, ohne PIN kannst Du natürlich mit der Kreditkarte alles bezahlen (auch Gebrauchtwaren und Kleinigkeiten im Combini)

Wir kommen an einem Sonntag an, werden wir vor Ort ein Versorgungsproblem am Ankunftstag haben oder haben die Geschäfte in Tokio täglich geöffnet?
Verabschiede Dich von dem Sonntag, der Haupt-Einkaufstag in Japan ist der Sonntag, die Geschäfte haben 7 Tage die Woche geöffnet. Öffnungszeiten sind aber meistens erst ab 10:00 Uhr, dafür abends länger (21:00 oder 22:00 Uhr).